Sanierung beginnt

Neun-Millionen-Euro-Projekt gestartet: Rückbau der Zeche Heinrich Robert

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Erinnerung an Schacht Heinrich: Die alten Seilscheiben sollen erhalten werden.
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Auf dem ehemaligen Bergwerksgelände Heinrich Robert sind die Sanierungsmaßnahmen gestartet. Teile der alten Schachtanlage sollen bis 2026 zurückgebaut werden.

Herringen/Pelkum – Im CreativQuartier Heinrich Robert, das das gesamte ehemalige Bergwerksgelände umfasst, haben in dieser Woche umfangreiche Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen begonnen. Kosten: rund neun Millionen Euro. Mit Ausnahme des Landschaftsbauwerks, das an der Kamener Straße entsteht, sollen, Stand heute, sämtliche Bereiche – sofern dies nicht schon geschehen ist – bis Ende 2026 aus der Bergaufsicht entlassen werden. Das teilten die zuständigen Projektingenieure bei der RAG Montan Immobilien, Kai Kopke und Andreas Boermann, bei einem Ortstermin mit.

Neun-Millionen-Euro-Projekt gestartet: Rückbau der Zeche Heinrich Robert

Durchgeführt werden die Arbeiten von der Firma Escosoil aus Bochum, die auf dem weitläufigen Gelände mittlerweile ein Baubüro eingerichtet und auch schon die direkten Anwohner an der Kamener Straße informiert hat. Neben vorbereitenden Arbeiten am Landschafts- beziehungsweise Sicherungsbauwerk, in dem verunreinigte Böden und Gebäudeteile sicher eingelagert werden, wird aktuell der genaue Abbruchplan für die Gebäude erstellt, die nicht unter Denkmalschutz stehen beziehungsweise die nicht von Jürgen Tempelmann übernommen werden.

Startschuss: Die Firma Escosoil hat den Auftrag für den Rückbau und die Sanierung erhalten.

Nach Angaben von Boermann gibt es auf Heinrich Robert rund ein Dutzend Hotspots, wo bei umfangreichen Bodenuntersuchungen Verunreinigungen festgestellt worden waren. Man habe es hier vor allem mit Schmierstoffen zu tun. Teilweise seien sie oberflächennah, teilweise aber auch in drei bis fünf Meter Tiefe nachgewiesen worden. „So auch im Bereich des ehemaligen Lokschuppens“, erklärte Boermann. Kontaminierungen seien aber auch unter Gebäuden wie der alten Schmiede oder dem alten Kesselhaus festgestellt worden. Um sie zu beseitigen, müssten die Gebäude erst abgerissen werden. Größter Hotspot sei natürlich das Gelände, auf dem sich einst die Kokerei befand. Boermann hofft, dass die Hotspot-Sanierung bis zum Frühjahr 2026 abgeschlossen werden kann.

Zeche Heinrich Robert: Rückbau bis 2026

Etwas später, im Sommer 2026, sollen dann auch die Gebäude zurückgebaut sein. Kopke: „Sie werden auf konventionelle Art zurückgebaut. Sprengen werden wir nicht.“ Starten werde man voraussichtlich Mitte Oktober – und zwar im CreativRevier, also dem Kernbereich. „Los geht es mit den Resten des Mannschaftsgangs, dem Kühlturm und der E-Werkstatt beziehungsweise dem alten Kesselhaus.“ Im weiteren Verlauf werden dann Gebäude wie die alte Schmiede, die neue Ausbildung, die kleine – nicht die große – Schreinerei, der Rundeindicker und das Fördergerüst beziehungsweise die Schachthalle von Schacht Heinrich folgen.

Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter

Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter © Foto: Andreas Rother
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
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Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter © Foto: Andreas Rother
Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter
Rückbau auf Heinrich Robert Hamm geht weiter © Foto: Andreas Rother

Das bedauern gestandene Bergleute wie Volker Wagner, der seit einiger Zeit Besuchergruppen durch die historischen Gebäude führt, sehr. „Jeder Förderturm, der zurückgebaut wird, tut weh.“ Allerdings: Es liegt ein Antrag der Ruhrstadtstiftung vor, die beiden Seilscheiben zu erhalten. Darauf will die RAG beim Rückbau auch achten. Als Erinnerung an Schacht Heinrich sollen sie später an sichtbarer Stelle im Bereich Herringen/Pelkum wieder aufgestellt werden. Wie Kopke sagte, wolle man den genauen Abrissplan mit Beginn der Arbeiten im Oktober vorstellen.

Ehemalige Zeche: Einlagerung des verunreinigten Bodens

Während der verunreinigte Boden im Sicherungsbauwerk eingelagert wird, sollen die Reste der Gebäude – sofern sie nicht belastet sind – auf dem Gelände eingebracht werden. „Zum Beispiel als Unterbau von Straßen und Wegen“, erklärte Boermann. Man werde versuchen, so viel Material wie möglich auf dem Gelände zu belassen. Dadurch wolle man Lkw-Fahrten so gering wie möglich halten.

Ganz vermeiden lassen sie sich aber nicht. Denn: Nachdem der verunreinigte Boden und auch der Boden aus anderen Bereichen wie dem geplanten Wohngebiet auf dem Sicherungsbauwerk abgekippt wurde, bekommt dieses eine hochwertige Kunststoffsicherungsbahn. Dadurch wird verhindert, dass Regenwasser in die verunreinigten Bereiche sickert. Auf die Kunststoffbahn kommen dann noch 80 000 bis 100 000 Kubikmeter Mutterboden.

Abhängig ist das von der Nutzung darüber. „Bei Gras benötigen wir weniger Mutterboden als bei Wald“, so der Projektingenieur. Der Mutterboden müsse von außen angeschafft werden. Aktuell gehe man davon aus, das Sicherungsbauwerk Ende 2027 aus der Bergaufsicht zu entlassen. Erst dann sei eine Nachnutzung möglich.

Um belastetes Sickerwasser aufzufangen, wird es während der Bauphase am Fuß des Bauwerks ein temporäres Regenrückhaltebecken geben.

Bergaufsicht

Längst aus der Bergaufsicht entlassen und damit wieder nutzbar sind Gebäude wie die Verwaltung oder der Lichthof. Als Voraussetzung dafür hat hier schon vor Jahren eine umfangreiche Schadstoffuntersuchung stattgefunden. Für andere Gebäude wie den Hammerkopfturm, das ehemalige Betriebsratsgebäude oder die Werksschule steht diese noch bevor. Der Auftrag dazu soll zeitnah vergeben werden. Gibt es keine Auffälligkeiten, können auch sie nach und nach aus der Bergaufsicht entlassen werden und an Jürgen Tempelmann übergehen. Für die Maschinenzentrale, das größte Gebäude auf Heinrich Robert, wird dies in Kürze erwartet. Für den Hammerkopfturm wurde zudem ein Gutachten zur Standsicherheit in Auftrag gegeben. Das Ergenbnis liegt vor: Sie ist gegeben.

Bereits jetzt ist das CreativRevier jährlich der Schauplatz von Veranstaltungen, wie beispielsweise der „Extraschicht“ und den beliebten US-Car-Treffen.

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