Gefährlich?

Zoropsis spinimana in NRW: Giftige Spinne verbreitet sich

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In NRW sind giftige Nosferatu-Spinnen entdeckt worden. In den kommenden Jahren könnten die Tiere durch ganz Europa krabbeln. Müssen wir uns Sorgen machen? Nein.

Hamm - Sie ist ohne Beine rund eineinhalb Zentimeter groß, giftig und im Mittelmeerraum beheimatet. Nun allerdings wurde die Nosferatu-Spinne von einer Frau in Coesfeld in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Experten gehen davon aus, dass die Zoropsis spinimana, wie die giftige Spinne zoologisch korrekt bezeichnet wird, in den kommenden Jahren gar den Weg nach Nordeuropa finden wird.

Giftige Spinne in NRW: Zoropsis spinimana in Westdeutschland gesichtet

Der Grund ist simpel: Aufgrund des Klimawandels wird es immer wärmer, auch in Nordrhein-Westfalen. Der Rhein-Pegel ist niedrig wie schon lange nicht mehr, daran wird auch das vorhergesagte Gewitter kaum etwas ändern. Die Nosferatu-Spinne wird immer häufiger in Deutschland gesichtet, zumeist in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In Panik geraten müssen Menschen nun aber nicht. Denn wie alle anderen Spinnen beißt die Nosferatu-Spinne erst dann, wenn sie sich bedroht fühlt.

Die „Zoropsis spinimana“ auch Nosferatu-Spinne genannt, breitet sich immer mehr in Deutschland aus.

Wer Abstand hält, ist auf der sicheren Seite. Und auch, wer die giftige Spinne im Haushalt oder im heimischen Garten entdeckt, muss nicht um sein Leben fürchten. Zwar sondert die Spinne mit ihrem Biss Gift ab. Dieses jedoch ist für den Menschen ungefährlich. Nur Allergiker sollten Acht geben.

Nosferatu-Spinne in NRW entdeckt: Andere Giftspinne ist deutlich effektiver

„Das Gift ist vergleichbar mit dem einer Biene oder Wespe. Schmerzhaft, aber meist harmlos“, sagte Spinnenexperte Stephan Loksa der Rheinische Post. „Spinnen können uns wegen ihrer Augen gar nicht richtig sehen. Wenn sie zur Verteidigung beißen, sondern sie so wenig Gift ab wie möglich, das ist nämlich für die Beute bestimmt“, so Loksa.

Schlangen, Spinnen, Spitzmaus: Die 13 giftigsten Tiere Deutschlands

Giftige Spinne in Deutschland: der Ammen-Dornfinger
10: Ammen-Dornfinger. Die aus Europa stammende Spinne ist auch in Deutschland beheimatet. Ein Biss löst starke Schmerzen aus und führt selten zu Symptomen wie Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen, Fieber oder Kreislaufversagen. © Patrick Pleul/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Gelbbauchunke
Die Gelbbauchunke zeigt, wie der Name schon sagt, ihren gelben Bauch, wenn sie sich bedroht fühlt. Ihr Gift kann unsere Schleimhäute reizen, gilt aber nicht als extrem gefährlich.  © Jochen Lübke/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: das Petermännchen
Das Petermännchen ist in Nord- und Ostsee weit verbreitet. Gefährlich: Der giftige Fisch gräbt sich gerne unter Wasser im Sand ein. Wer darauf tritt, könnte bald von Schmerzen, Schwellungen und sogar Lähmungen betroffen sein.  © Wolfgang Runge/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Spitzmaus
Auch dieser harmlos aussehende Insektenfresser findet sich in der Liste der giftigsten Tiere Deutschlands wieder. Der Speichel der Spitzmaus ist zwar nur für ihre kleine Beute giftig – doch ihr Biss kann das tödliche Borna-Virus auf Menschen übertragen. © Frank Rumpenhorst/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Kreuzotter
In Deutschland gibt es nur sehr wenige Giftschlangen-Arten – eine davon ist die Kreuzotter, deren Gift für Kinder, Kranke und Senioren lebensgefährlich sein kann.  © Sammer/dpa
Gifttiere in Deutschland: die Aspisviper
Die Aspisviper kommt in Deutschland wesentlich seltener vor als die Kreuzotter. Die Schlange setzt bei ihrem Biss etwas weniger Gift ab, die Symptome sind jedoch ähnlich.  © Roland Weihrauch/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: der Schwarzblaue Ölkäfer
So hübsch der Schwarzblaue Ölkäfer auch aussieht – das mittlerweile gefährdete Insekt sollte man nicht anfassen. In Bedrohungslagen versprüht der Käfer ein Gift, das die Schleimhaut reizen kann.  © Frank Hecker/Senckenberg/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: der Eichenprozessionsspinner
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sollten auf keinen Fall berührt werden. Ihre giftigen Härchen können viele Symptome auslösen – darunter Asthma, Ausschläge, Fieber und Schwindel.  © Soeren Stache/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: der Feuersalamander i
Der Feuersalamander sieht mit seiner grellen Farbe schon aus wie ein lebendiges Warnsignal. Sein giftiges Hautsekret löst bei Menschen leichtes Hautbrennen aus – doch wenn das Gift ins Maul eines Hundes gelangt, kann das tödlich enden.  © Boris Roessler/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Gelbe Haarqualle/Feuerqualle
Die Gelbe Haarqualle ist besser bekannt als Feuerqualle. Sie kommt in Nord- und Ostsee vor. Ihr Gift kann bei Berührung nicht nur Hautausschläge sondern auch Fieber und Atemnot auslösen. © Angelika Warmuth/dpa/Symbolfoto
Spinnennetz Symbolfoto
Die Wasserspinne ist die einzige Spinnen-Art, die unter Wasser lebt. Gruselig: Sie lebt in einer Luftblase, mit der sie sich mit Sauerstoff versorgt. Ihr Biss ist für den Menschen jedoch nur wenig giftig – ähnlich wie ein Wespenstich.  © Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolfoto
Über seine Haut sondert der Froschlurch ein Gift ab, um sich vor Fressfeinden zu schützen. An sich ist dieses Gift für den Menschen ungefährlich, es sollte aber auf keinen Fall in die Augen gelangen.
Über seine Haut sondert der Froschlurch ein Gift ab, um sich vor Fressfeinden zu schützen. An sich ist dieses Gift für den Menschen ungefährlich, es sollte aber auf keinen Fall in die Augen gelangen. © IMAGO/imageBROKER/GoMaierhofer
Der Lebensraum der Gartenkreuzspinne sind meist Waldwege und Waldränder.
Ihren Lebensraum hat die Gartenkreuzspinne meist auf Waldwegen und Waldrändern. Ihre Giftklauen befinden sich vorne am Kopf, diese sind jedoch so kurz, dass sie kaum durch die menschliche Haut dringen. Ihr Gift ist für den Menschen nicht tödlich. Ihr Biss fühlt sich wie ein Mückenstich. © IMAGO/imageBROKER/Jürgen Kosten

Im Frühjahr 2019 hat eine Frau in Menden eine Nosferatu-Spinne in ihrer Wohnung entdeckt. Für einen Experten war das Tier der bislang spektakulärsten Fund, der ihm zur Begutachtung vorgelegt wurde.

Ohnehin macht die Nosferatu-Spinne dem Ammen-Dornfinger keine Konkurrenz. Die nachtaktive Webspinne gehört zu den giftigsten Tieren Deutschlands. Todesfälle nach einem Biss sind bislang nicht bekannt. Dennoch schafft es der Dornfinger, die menschliche Haut mit ihren Giftklauen zu durchdringen. Die Folge sind Schwellungen und Schmerzen. Manchmal hat ein Biss auch Kreislaufversagen zur Folge.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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