Tief über dem Nordmeer

Amtliche Warnung des DWD für ganz NRW: Gewitter und Sturmböen möglich

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Der Deutsche Wetterdienst hat am Sonntag eine Warnung für ganz NRW herausgegeben. Es wird windig am Pfingstsonntag. Auch Sturmböen sind möglich.

Update vom 8. Juni, 9.24 Uhr: Das wird ein stürmisches Pfingsten in Nordrhein-Westfalen. Der Deutsche Wetterdienst hat für das gesamte Bundesland eine Amtliche Warnung vor Windböen herausgegeben. Die Wetterwarnung (Stufe 1) gilt für alle Orte und Kreise in NRW in der Zeit von 8 bis 19 Uhr.

Amtliche Warnung des DWD vor Windböen in NRW

So sollen laut dem DWD in ganz NRW Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 60 km/h auftreten. „In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 70 km/h gerechnet werden“, heißt es im Warnlagebericht der Wetterexperten.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill mit mehr als 180 km/h über Deutschland hinweg. Auf dem Kindelsberg bei Kreuztal wurden Windgeschwindigkeiten bis 205 km/h gemessen. Elf Menschen starben in Folge des Orkans, sechs davon in NRW. Die Opfer kamen bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Wäldern ums Leben. Denn Kyrill richtete Schäden in Milliardenhöhe an. In NRW wurde vor allem in den Wäldern im Sauerland und Siegerland (Foto) die Kraft des Orkans deutlich.  © Bernd Thissen/dpa
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Nach Angaben der NRW-Landesregierung belief sich der Schaden im Wald auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Dieses Foto wurde in Meinerzhagen im Sauerland aufgenommen. © IMAGO/imageBROKER/Heinz-Dieter Falkens
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
An Pfingsten 2014 überzog das Sturmtief Ela vor allem Nordrhein-Westfalen. Es traten in einem Streifen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet Böen bis Orkanstärke auf, die zusammen mit einem großen Gewitterkomplex auftraten. © IMAGO / blickwinkel
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Am 9. Juni (Pfingstmontag) kamen zwischen 20 und 23 Uhr in Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld insgesamt sechs Menschen ums Leben. In ganz NRW gab es über 60 Verletzte, 30 davon schwer. Bei der Deutschen Bahn waren die Schäden nach eigenen Angaben deutlich stärker als bei Kyrill. Ein Festival in Essen musste evakuiert werden.  © IMAGO / Jochen Tack
Orkan "Friederike" hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens gewütet.
Wieder zu Todesopfern kam es im Jahr 2018 beim Orkan Friederike. NRW war am 18. Januar das erste und auch am stärksten betroffene Bundesland. In Emmerich wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Lippstadt starb ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall, in Sundern ein Feuerwehrmann im Einsatz. In Duisburg wurde Sirenenalarm ausgelöst.  © Arnulf Stoffel/dpa
Entwurzelte Bäume liegen in Bochum im Weitmarer Holz. Der Sturm Friederike hatte die Bäume entwurzelt.
Die Bevölkerung sollte sichere Räume aufsuchen. Auch die Wälder wurden wieder stark zerstört, wie hier in Bochum im Weitmarer Holz. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Erde im Flussbett des Rheins ist aufgrund der Dürre ausgetrocknet und aufgerissen.
Das Jahr 2018 war laut Deutschem Wetterdienst das bis dato wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vom April bis in den Oktober war es in Deutschland außergewöhnlich trocken und heiß. Selbst am 13. Oktober wurden in Tönisvorst in NRW noch 28,6 Grad erreicht. © Christophe Gateau/dpa
Biggesee Biggetalsperre der Pegel Wasserstand hat nach den letzten trockenen Monaten stark abgenommen
Flächendeckend wurden neue Rekorde aufgestellt. In 9 der 15 größten deutschen Flüsse herrschte sehr lange extremes Niedrigwasser. © IMAGO / Rene Traut
Schnee-Chaos auf A2 in NRW
Im Februar 2021, mitten im Corona-Lockdown, wurde NRW regelrecht eingeschneit. Zudem sanken die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Auf der A2 bei Bielefeld war der Verkehr in der Nacht im Schnee-Chaos zum Stillstand gekommen. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten bei klirrender Kälte die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Rund um Bielefeld bildeten sich zwischenzeitlich mehr als 70 Kilometer Stau. © Festim Beqiri
Februar 2021: Rodeln am Kaiserberg in Duisburg
Selbst im Ruhrgebiet fiel so viel Schnee, dass gerodelt werden konnte – wie hier am Kaiserberg in Duisburg. © IMAGO / Funke Foto Services
Verwüstung und Tote: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in NRW
Die Jahrhundertflut im Sommer 2021 forderte in NRW 49 Todesopfer. Es gab zudem Dutzende Verletzte, unzählige Menschen wurden traumatisiert und verloren alles. Die Schäden werden auf 13 Milliarden Euro geschätzt. Es gab historische Höchststände bei den Flüssen und Bächen in NRW.  © David Young/dpa
Flut im Sommer 2021 in Hagen, 14. Juli
Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und auch eine Justizvollzugsanstalt mussten geräumt werden. Gemessen an der Opferzahl war das Hochwasser 2021 die schwerste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut im Jahr 1962. © IMAGO / Kirchner-Media
14.07.2021, Hagen, Deutschland, - PKW schwimmt in den Sturzfluten
Zunächst hatte es Hagen und das Sauerland getroffen. ©  IMAGO / Marius Schwarz
Flutkatastrophe, NRW, Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel
Danach den Kreis Euskirchen. ©  IMAGO / Xinhua
Flut 2021: In Erftstadt-Blessem (NRW) sind Häuser massiv unterspült worden und einige eingestürzt oder in eine nahe Kiesgrube gestürzt.
Und Erftstadt, insbesondere die Ortschaft Blessem. ©  IMAGO / Future Image
Eine Kirche in Lippstadt-Hellinghausen ist durch den Tornado abdeckt worden. Der komplette Turmhelm wurde herunter gerissen.
Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, vollkommen zerstörte Autos: Gleich drei Tornados fegten im Mai 2022 durch NRW. In Lippstadt waren binnen Minuten Teile der Innenstadt verwüstet. An einer Kirche stürzte der gesamte Dachstuhl des Turms in die Tiefe. Kurz darauf traf ein zweiter Tornado auf Paderborn. Er war noch verheerender als der erste. Es gab 43 Verletzte. Ein dritter Tornado fegte an diesem Tag durch Höxter.  © Daniel Schröder
Dürre Sommer 2022 Rhein Düsseldorf
Der Sommer 2022 war in Europa erschreckend trocken. Es war überdurchschnittlich warm, und es gab unterdurchschnittliche Regenmengen. Es war zudem der heißeste Sommer in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. In NRW wurden am 19. Juli Temperaturen über 38 Grad gemessen. In einigen Regionen fielen die Pegel von Gewässern auf sehr niedrige Werte ab. Am 16. August fiel der Pegelstand des Rheins in Emmerich erstmals auf null und lag zwischenzeitlich noch darunter.  © Federico Gambarini/dpa
Mai 2024: Tornado über Hagen richtet Schäden an
Im Mai 2024 richtet ein Tornado in Hagen enorme Schäden an. Der Wirbelsturm feht am Nachmittag über die Stadt hinweg, deckt Dächer ab und entwurzelt Bäume. © IMAGO/EinsatzReport24

Auch könne es über den Tag verteilt immer wieder zu Schauern und kurzen Gewittern kommen. Lokal sei dabei auch Starkregen nicht ausgeschlossen. Die Höchstwerte an Pfingstsonntag liegen bei etwa 15 bis 17 Grad, im Bergland bei 12 bis 15 Grad.

Update vom 7. Juni, 8.56 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst meldet für den Samstag, 7. Juni, nicht nur starke Windböen. Über den Tag sollen außerdem von West nach Ost „Schauer- und Gewitterstaffeln“ durchziehen. Auch kleinkörniger Hagel seit weiterhin möglich.

Weiterhin sind starke Winde angekündigt. Im Westen soll es zu „steifen, in freien und höheren Lagen stürmischen Böen“ kommen. Gegen Abend und in der Nacht lasse der Wind dann nach, außer im Bergland.

Update vom 6. Juni, 20.37 Uhr: Auch für Samstag, 7. Juni, hat der Deutsche Wetterdienst inzwischen eine amtliche Warnung veröffentlicht. Weite Teile von NRW, besonders im Südosten des Bundeslandes, seien von Windböen betroffen, warnt der Wetterdienst. Böen mit bis zu 60 km/h seien im Zeitraum von 10 bis 20 Uhr möglich.

[Erstmeldung] Hamm – Kein guter Start ins lange Pfingstwochenende: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) beschreibt das Wetter in NRW in den kommenden Tagen als „sehr wechselhaft“. Am Freitag, 6. Juni, haben die Meteorologen eine Warnung herausgegeben. Und auch am Samstag, Sonntag und Montag könnte es mancherorts ungemütlich werden.

Deutscher Wetterdienst gibt amtliche Warnung für NRW heraus

Der DWD warnt für Freitag bis 18 Uhr vor Windböen um die 55 km/h. In Schauernähe müsse mit Sturmböen bis 65 km/h gerechnet werden, die in exponierten Lagen auch noch etwas stärker werden könnten. Die Wetter-Experten haben nur die Warnstufe 1 herausgegeben, warnen aber vor umherfliegenden, leichten Gegenständen.

Am Freitagnachmittag könnte es einzelne Gewitter geben, vereinzelt sei dann auch kleinkörniger Hagel möglich. Die Gewitteraktivität lässt laut DWD am Abend schnell wieder nach, bevor am Samstag die nächsten Gewitter mit stürmischen Böen über NRW hinwegziehen könnten – dann auch vereinzelt mit Starkregen um die 15 Liter pro Quadratmeter.

Trübe Aussichten für Pfingsten: Schauer und Gewitter in NRW

Auch an Pfingstsonntag und Pfingstmontag wird das Wetter in NRW wechselhaft. Am Sonntag muss einmal mehr mit kurzen Gewittern gerechnet werden sowie frischem, stark böigem Westwind. Am Pfingstmontag muss vom Münsterland bis nach Ostwestfalen zeitweise mit Schauern gerechnet werden. Ansonsten könnte es vielerorts auch trocken bleiben.

Die Höchstwerte liegen am Samstag bei 17 bis 20 Grad, am Sonntag zwischen 14 und 17 Grad und am Montag bei maximal 20 Grad. Im Bergland erreichen die Temperaturen meist nur zwischen 11 und 15 Grad.

Laut 10-Tage-Prognose vom DWD steigen die Temperaturen in NRW nach Pfingsten deutlich an, möglicherweise sind Ende kommender Woche an die 30 Grad drin. Der Sommer klopft an, leider erst nach dem langen Wochenende.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Gstettenbauer

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