Nach einem sonnigen Dienstag dominiert in NRW erst einmal Regen. Doch auf welches Wetter sollten sich die Menschen am Wochenende und an Pfingsten einstellen?
Hamm - Wir befinden uns gerade mitten in einer Phase, in der Feiertag auf Feiertag folgt. Für viele Menschen ist das die perfekte Zeit, um an langen Wochenenden kleine Ausflüge zu machen. Nachdem sich Christi Himmelfahrt immerhin für die ein oder andere Vatertagstour angeboten hat, folgten am Wochenende in Teilen von NRW mitunter heftige Unwetter . Mit dem anstehenden Pfingstwochenende haben die Bürger in Nordrhein-Westfalen nun die nächste Chance, mal ein paar Tage lang wegzufahren. Spielt das Wetter denn diesmal mit?
Meteorologe Niklas Weise gibt eine erste Einschätzung, was die Menschen in NRW wettertechnisch erwartet: „Das Pfingstwochenende sieht nach heutigem Stand in der Tat eher durchwachsen aus“, stellt der Experte von Wetteronline auf Nachfrage von wa.de fest. Es könne zu gelegentlichen Schauern und Regen kommen. Die Höchstwerte würden bei etwa 17 bis 20 Grad liegen.
Experte gibt erste Wetter-Prognose für Pfingsten: Sind Ausflüge in NRW machbar? Aber Niklas Weise hat auch gute Nachrichten für all jene, die Pläne für Pfingsten haben: „Es gibt aber auch freundliche und trockene Abschnitte und längerer Dauerregen ist eher nicht in Sicht“, so der Experte. Auch die Unwetter-Gefahr würde gering ausfallen. Er kommt somit zum Schluss: „Mit passender Kleidung und einem Regenschirm müssen Ausflüge also nicht zwangsläufig verschoben werden.“
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill mit mehr als 180 km/h über Deutschland hinweg. Auf dem Kindelsberg bei Kreuztal wurden Windgeschwindigkeiten bis 205 km/h gemessen. Elf Menschen starben in Folge des Orkans, sechs davon in NRW. Die Opfer kamen bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Wäldern ums Leben. Denn Kyrill richtete Schäden in Milliardenhöhe an. In NRW wurde vor allem in den Wäldern im Sauerland und Siegerland (Foto) die Kraft des Orkans deutlich. © Bernd Thissen/dpa Nach Angaben der NRW-Landesregierung belief sich der Schaden im Wald auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Dieses Foto wurde in Meinerzhagen im Sauerland aufgenommen. © IMAGO/imageBROKER/Heinz-Dieter Falkens An Pfingsten 2014 überzog das Sturmtief Ela vor allem Nordrhein-Westfalen. Es traten in einem Streifen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet Böen bis Orkanstärke auf, die zusammen mit einem großen Gewitterkomplex auftraten. © IMAGO / blickwinkel
Am 9. Juni (Pfingstmontag) kamen zwischen 20 und 23 Uhr in Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld insgesamt sechs Menschen ums Leben. In ganz NRW gab es über 60 Verletzte, 30 davon schwer. Bei der Deutschen Bahn waren die Schäden nach eigenen Angaben deutlich stärker als bei Kyrill. Ein Festival in Essen musste evakuiert werden. © IMAGO / Jochen Tack
Orkan "Friederike" hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens gewütet. Wieder zu Todesopfern kam es im Jahr 2018 beim Orkan Friederike. NRW war am 18. Januar das erste und auch am stärksten betroffene Bundesland. In Emmerich wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Lippstadt starb ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall, in Sundern ein Feuerwehrmann im Einsatz. In Duisburg wurde Sirenenalarm ausgelöst. © Arnulf Stoffel/dpa Entwurzelte Bäume liegen in Bochum im Weitmarer Holz. Der Sturm Friederike hatte die Bäume entwurzelt. Die Bevölkerung sollte sichere Räume aufsuchen. Auch die Wälder wurden wieder stark zerstört, wie hier in Bochum im Weitmarer Holz. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Erde im Flussbett des Rheins ist aufgrund der Dürre ausgetrocknet und aufgerissen. Das Jahr 2018 war laut Deutschem Wetterdienst das bis dato wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vom April bis in den Oktober war es in Deutschland außergewöhnlich trocken und heiß. Selbst am 13. Oktober wurden in Tönisvorst in NRW noch 28,6 Grad erreicht. © Christophe Gateau/dpa Biggesee Biggetalsperre der Pegel Wasserstand hat nach den letzten trockenen Monaten stark abgenommen Flächendeckend wurden neue Rekorde aufgestellt. In 9 der 15 größten deutschen Flüsse herrschte sehr lange extremes Niedrigwasser. © IMAGO / Rene Traut
Schnee-Chaos auf A2 in NRW Im Februar 2021, mitten im Corona-Lockdown, wurde NRW regelrecht eingeschneit. Zudem sanken die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Auf der A2 bei Bielefeld war der Verkehr in der Nacht im Schnee-Chaos zum Stillstand gekommen. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten bei klirrender Kälte die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Rund um Bielefeld bildeten sich zwischenzeitlich mehr als 70 Kilometer Stau. © Festim Beqiri Februar 2021: Rodeln am Kaiserberg in Duisburg Selbst im Ruhrgebiet fiel so viel Schnee, dass gerodelt werden konnte – wie hier am Kaiserberg in Duisburg. © IMAGO / Funke Foto Services
Verwüstung und Tote: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in NRW Die Jahrhundertflut im Sommer 2021 forderte in NRW 49 Todesopfer. Es gab zudem Dutzende Verletzte, unzählige Menschen wurden traumatisiert und verloren alles. Die Schäden werden auf 13 Milliarden Euro geschätzt. Es gab historische Höchststände bei den Flüssen und Bächen in NRW. © David Young/dpa Flut im Sommer 2021 in Hagen, 14. Juli Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und auch eine Justizvollzugsanstalt mussten geräumt werden. Gemessen an der Opferzahl war das Hochwasser 2021 die schwerste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut im Jahr 1962. © IMAGO / Kirchner-Media 14.07.2021, Hagen, Deutschland, - PKW schwimmt in den Sturzfluten Zunächst hatte es Hagen und das Sauerland getroffen. ©
IMAGO / Marius Schwarz Flutkatastrophe, NRW, Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel Danach den Kreis Euskirchen. ©
IMAGO / Xinhua Flut 2021: In Erftstadt-Blessem (NRW) sind Häuser massiv unterspült worden und einige eingestürzt oder in eine nahe Kiesgrube gestürzt. Und Erftstadt, insbesondere die Ortschaft Blessem. ©
IMAGO / Future Image Eine Kirche in Lippstadt-Hellinghausen ist durch den Tornado abdeckt worden. Der komplette Turmhelm wurde herunter gerissen. Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, vollkommen zerstörte Autos: Gleich drei Tornados fegten im Mai 2022 durch NRW. In Lippstadt waren binnen Minuten Teile der Innenstadt verwüstet. An einer Kirche stürzte der gesamte Dachstuhl des Turms in die Tiefe. Kurz darauf traf ein zweiter Tornado auf Paderborn. Er war noch verheerender als der erste. Es gab 43 Verletzte. Ein dritter Tornado fegte an diesem Tag durch Höxter. © Daniel Schröder Dürre Sommer 2022 Rhein Düsseldorf Der Sommer 2022 war in Europa erschreckend trocken. Es war überdurchschnittlich warm, und es gab unterdurchschnittliche Regenmengen. Es war zudem der heißeste Sommer in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. In NRW wurden am 19. Juli Temperaturen über 38 Grad gemessen. In einigen Regionen fielen die Pegel von Gewässern auf sehr niedrige Werte ab. Am 16. August fiel der Pegelstand des Rheins in Emmerich erstmals auf null und lag zwischenzeitlich noch darunter. © Federico Gambarini/dpa Mai 2024: Tornado über Hagen richtet Schäden an Im Mai 2024 richtet ein Tornado in Hagen enorme Schäden an. Der Wirbelsturm feht am Nachmittag über die Stadt hinweg, deckt Dächer ab und entwurzelt Bäume. © IMAGO/EinsatzReport24 Vor dem Pfingstwochenende erwartet die NRW-Bürger aber erst einmal ein Wechselbad der Wetter-Gefühle. Nach dem Dienstag, der zum großen Teil noch sonnig bis bewölkt bei Temperaturen um die 23 bis 26 Grad daher kam, bietet sich am Mittwoch, 4. Juni, ein ganz anderes Bild.
Laut dem Deutschen Wetterdienst ist es wolkig bis stark bewölkt, gebietsweise gibt es Schauer. Im Osten könne es auch vereinzelt zu Gewittern kommen. Mit 23 Grad ist es noch recht warm. Nach einer Nacht bei Tiefstwerten von 10 bis 13 Grad und weiter anhaltenden Schauern, legt der Regen am Donnerstag noch einmal zu. Laut dem DWD könne der Regen im Nachmittagsbereich gebietsweise schauerartig verstärkt auftreten, bei Temperaturen um die 20 Grad im Flachland und 15 Grad im Bergland.
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