- VonFrank Lahmeschließen
Der Zustrom von Flüchtlingen nach Hamm dürfte vor dem Ende stehen. Hintergrund ist eine aktuelle Entscheidung der NRW-Politik.
Hamm – Der Stadt Hamm werden wohl schon bald keine neuen Flüchtlinge mehr zugewiesen. Das liegt daran, dass die NRW-Landesregierung plant, die Unterbringungsplätze in Landesunterkünften künftig zu 100 Prozent (bislang 50 Prozent) auf die Aufnahmeverpflichtung einer Kommune anrechnen zu wollen. Eine entsprechende Änderung des Flüchtlingsaufnahmegesetzes hat das Kabinett in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.
Die ZUE am Alten Uentroper Weg ist eine solche Landesunterkunft. Der Stadt werden somit künftig 750 Plätze (bislang 398) bei der Zuweisung angerechnet. „Unsere aktuelle Aufnahmeverpflichtung sinkt von 258 auf 66 Personen. Wir gehen davon aus, dass damit einhergehend bis auf weiteres keine Zuweisungen kommen werden“, teilte Stadtsprecher Lukas Huster am Donnerstag mit.
Weniger als 200 Flüchtlinge aktuell in Hamm
Derzeit leben nach Auskunft der Stadt 1 94 Flüchtlinge in Hamm. In diesem Jahr wurden Hamm über die Bezirksregierung in Arnsberg bislang 132 Flüchtlinge zugewiesen. Ukrainer waren kaum noch darunter. Zuletzt seien noch eine Handvoll Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg geflohen seien, in Hamm angekommen.
In der Alfred-Fischer-Halle befinden sich aktuell 65 Flüchtlinge – ebenfalls ganz überwiegend aus anderen Ländern als der Ukraine. Vier Zuzüge seien noch für diese Woche dort geplant.
Die Polizei Hamm ist der „Charta der Vielfalt“ beigetreten. Damit erklärt sich das Präsidium bereit, als Arbeitgeber Chancengleichheit, Wertschätzung und Vielfalt für alle Beschäftigten in besonderer Weise zu fördern.