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Winter-Fans müssen jetzt stark sein: Zum zweiten Advent hin wird es wärmer. Temperaturen im zweistelligen Bereich werden erwartet. Alarm vor Tauwetter.
Hamm - Der Start in den Winter 2023/2024 hätte in vielen Regionen in Nordrhein-Westfalen nicht besser sein können: Schnee satt, kalte Tage und Frost. Doch zum zweiten Advent hin wird es erst einmal vorbei sein mit dem „Winterwonderland“. In tieferen Lagen in NRW ist der Schnee vielerorts schon weg. Am Wochenende gibt es dann auch in höheren Lagen Tauwetter.
„Winter-Kollaps“ in NRW: Tauwetter bis in höhere Lagen beenden Schneetraum
Kathy Schrey von wetter.net spricht von einem „Winter-Kollaps“. Nachdem es in der Nacht zu Freitag, 8. Dezember, durch Eisregen noch einmal richtig glatt auf den Straßen in NRW werden kann, müssen wir uns ab dem Wochenende auf schmuddeliges Wetter mit Regen und teils zweistelligen Temperaturen einstellen.
„Zum zweiten Advent wird es deutlich milder werden“, sagt auch Dominik Jung von wetter.net. Der Diplom-Meteorologe erklärt, dass sich die Höhenkälte zurückziehen wird und milde Luftmassen in der Höhe ankommen. Das bedeutet laut Jung: Tauwetter bis in die höheren Lagen der Mittelgebirge.
Winter adé: In NRW steigen die Temperaturen in den zweistelligen Bereich
Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) steigen die Temperaturen in NRW bereits am Freitag auf bis zu 8 Grad, im Bergland werden 0 bis 3 Grad erwartet. Dabei kann es immer wieder regnen, im Osten muss teils noch mit gefrierendem Regen gerechnet werden. In der Nacht zu Samstag sinken die Temperaturen etwa am Niederrhein auf gerade einmal 5 Grad. Im Hochsauerland wird noch leichter Frost bei -1 Grad erwartet.
Der Samstag kommt dann vielerorts schon fast herbstlich daher. Die Temperaturen steigen auf 7 bis 10 Grad an, am Nachmittag kann es regnen. Selbst auf dem Kahlen Asten werden um die 3 Grad erwartet. In der Nacht zu Sonntag sinken die Temperaturen dann nur noch im Hochsauerland Richtung Gefrierpunkt. Im Rest von NRW muss mit Tiefstwerten zwischen 8 und 4 Grad gerechnet werden. Im Bergland kann es zudem am Wochenende stürmisch werden.
Winter in NRW verabschiedet sich – keine Hoffnung mehr auf weiße Weihnachten?
Dass es zum zweiten Advent hin sehr mild wird, ist laut Dominik Jung noch kein Zeichen dafür, dass weiße Weihnachten 2023 in NRW wieder nur ein Traum bleiben. Zwar sei das Wetter an den Feiertagen noch lange nicht vorhersehbar. Die Wettermodelle würden allerdings für diese Zeit durchaus wieder kältere Luft prognostizieren.
Damit es Weihnachten in Deutschland kalt ist und schneit, muss eine bestimmte Wetterlage über Europa zur richtigen Zeit entstehen. Günstig ist eine Verteilung von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Ausgerechnet an den Feiertagen sind diese Wetterlagen aber besonders selten, was erklärt, wieso wir so selten weiße Weihnachten haben.
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