Bezirksbudget fließt in großen Teilen an die Jugend

Papenloh: Pumptrack als erster Baustein des Bürgerparks

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Im Wald gelegen: Der Sportplatz Papenloh. Seit dem Umzug des SV Westfalia Rhynern ein paar hundert Meter wird das Gelände nur noch sporadisch genutzt und soll zu einem Bürgerpark umgebaut werden.
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Der Bürgerpark Rhynern auf dem Sportplatz Papenloh nimmt Form an. Mit dem Bezirksbudget wird ein Fahrrad-Parcours finanziert. Doch das ist nur der Anfang.

Rhynern – Die Mitglieder der Bezirksvertretung ziehen an einem Strang. Koalition und Opposition stimmten dafür, das Bezirksbudget in Höhe von 100 000 Euro für das Jahr 2024 in ein einziges Projekt fließen zu lassen. Das Geld soll für die Umsetzung eines Fahrrad-Parcours – Fachbegriff Pumptrack – auf dem Gelände des Sportplatzes Papenloh genutzt werden. Es soll der Startschuss für die Umgestaltung des Geländes zu einem Bürgerpark sein.

Im hinteren Bereich des Sportplatzes Papenloh soll der Pumptrack, eine Fahrradstrecke mit Hindernissen, entstehen; in etwa im Bereich zwischen Fahne (links) und dem linken Torpfosten. Für die Bürgerbeteiligung im September 2023 waren Abschnitte des Parks ausgemessen und abgesteckt.

Die Planungen für den Bürgerpark sind in den vergangenen Jahren bereits vorangetrieben worden. Das Grundkonzept mit Freizeitmöglichkeiten für alle Altersklassen steht. Allerdings fand das Projekt keinen Platz mehr in der Haushaltsplanung für die Jahre 2024 und 2025. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren und vor allem, um zu unterstreichen, dass es die Politiker mit dem Umbau zum Bürgerpark auch ernst meinen, schlug die SPD vor, das Budget für einen ersten Baustein des Parkes einzusetzen. Die Parkidee gehörte zum Wahlprogramm der SPD.

Bürgerpark soll weiter entwickelt werden

Eine erneute Besichtigung des Sportgeländes mit Fachleuten brachte das Ergebnis, dass sich der von Jugendlichen gewünschte „Pumptrack“ mit den zur Verfügung stehenden 100 000 Euro umsetzen lasse, erklärte Bezirksbürgermeister Andreas Obering. Gleichzeitig machte er auch deutlich: „Unser Ziel ist es weiterhin, dass es nicht bei diesem Baustein bleibt. Wir wollen das gesamte Gelände zu einem Bürgerpark werden lassen.“ Geplant sind unter anderem noch ein großer Spielplatz, Picknick-Flächen und ein Fitness-Bereich mit so genannten Calisthenics-Geräten.

An diesem Entwurf, erstellt vom Ingenieurbüro Pesch und Partner, orientiert sich die weitere Planung und Gestaltung des Bürgerparks Rhynern. Mit dem Pumptrack (oben links im Bild) startet das Projekt.

Dass jetzt der Fahrradparcours der Startschuss für die Parkgestaltung wird, darf auch als Wertschätzung der Jugendlichen angesehen werden, die sich in den vergangenen Jahren dafür stark gemacht hatten. Der Wunsch tauchte immer wieder in den Jugendforen des Jugend- und Stadtteilzentrums Rhynern auf. Und auch bei der von der Stadt Hamm organisierten Beteiligungsmöglichkeit im September vergangenen Jahres waren die Jugendlichen gekommen, um sich bei der Planung einzubringen. Sie hatten klare Vorstellungen, wie der Rundkurs aussehen soll. Hügel seien eine Grundvoraussetzung. Steilkurven, Sprünge und vielleicht auch eine Wippe seien zudem sehr gut, listeten die Jugendlichen auf. Im Optimalfall, so der Wunsch fast aller Teilnehmer, werde die Strecke aus Asphalt gebaut. Denn dann sei sie auch mit dem Roller, mit Inlinern oder mit dem Skateboard nutzbar. Ganz nebenbei sei sie so auch witterungsbeständiger und pflegeleichter. Aber auch eine Strecke aus Erde sei top, sagten sie.

Das Bezirksbudget

Haushaltsjahr 2024

Pumptrack Papenloh 100.000 Euro

Haushaltsjahr 2025

Mobiliar/Fußboden Rhynernhalle 15.000 Euro
Schulhofgestaltung KAR 30.000 Euro
Mobiler Pumptrack 10.000 Euro
inklusive Spielraumgestaltung 20.000 Euro
Rückstellung für unterjährige Projekte 25.000 Euro

Parteien machen gemeinsame Sache

Auch für das Jahr 2025 haben die Bezirksvertreter bereits eine Ideenübersicht erstellt, was mit den 100 000 Euro passieren soll. Da geht es wie in den Vorjahren zurück zu mehreren kleineren Projekten, die von den einzelnen Parteien im Gremium vorgeschlagen wurden (siehe Kasten) Auch hier sollen überwiegend Kinder und Jugendliche von den Investitionen profitieren.

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