Perseiden 2024

Perseiden-Höhepunkt: Wo Sie in NRW den besten Blick auf Sternschnuppen haben

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In diesen Tagen stehen die Chancen für Sternschnuppen besonders gut. Der Perseiden-Schauer feiert seinen Höhepunkt. Doch wo in NRW kann das Spektakel am besten sehen?

Hamm - Endlich ist es wieder so weit: Der Höhepunkt der Perseiden steht bevor. Zahlreiche Sternschnuppen tanzen dann über den Nachthimmel in NRW. Die Frage aller Fragen: Wo gibt es den besten Blick auf das Perseiden-Spektakel? Und wo lassen sich die meisten Sternschnuppen sehen?

Was man zu den Perseiden-Sternschnuppen 2024 wissen muss 

► Was sind die Perseiden? Die Perseiden sind ein Meteorstrom, der jedes Jahr im August für einen Sternschnuppenregen sorgt. „Sie entstehen durch die Auflösungsprodukte des Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne Staub hinterlassen hat“, sagt der DWD.

► Wann erreichen die Perseiden 2024 ihren Höhepunkt? Zwischen dem 9. und 13. August sind wieder besonders viele Sternschnuppen am Himmel zu sehen. Astronomen erwarten die meisten Meteore am kommenden Montag, 12. August. Die beste Sicht bietet sich in den Morgenstunden gegen 2.30 Uhr. Bei optimalen Bedingungen gibt es dann alle zwei, drei Minuten einen Meteor zu sehen, erklärt die Max-Planck-Gesellschaft.

Perseiden 2024: Worauf sollte man achten, um viele Sternschnuppen zu sehen?

Die wichtigste Regel beim Perseiden gucken: Je dunkler die Umgebung und je weiter der Blick schweifen kann, umso heller und umso häufiger sieht man die Sternschnuppen. Denn gerade in Großstädten wie Dortmund, Duisburg oder Köln gibt es durch die zahlreichen beleuchteten Gebäude, hellen Leuchtreklamen und beleuchteten Straßen eine massive Lichtverschmutzung.

Sternschnuppen der Perseiden (Bildmitte) sind in der Nähe von Nettersheim in der Eifel am Nachthimmel zu sehen.

Perseiden-Schauer: Sternschnuppen sehen im Sternenpark Eifel

Die perfekten Orte in NRW, um möglichst viele Sternschnuppen zu sehen, sind also beispielsweise Felder und Wiesen mit Natur drumherum. Noch besser: Der Sternenpark Eifel, hier steht nicht nur eines der größten Teleskope der Welt, hier ist es auch so dunkel, dass Besucherinnen und Besucher sogar die Milchstraße erkennen können. Der Sternenpark hat zudem neun weitere „Sternenblicke“ benannt. Das sind weitere Orte in der Eifel, wo sich ein „Blick in die Sterne“lohnt.

Die „SternenBlicke“ im Nationalpark Eifel

Vogelsang „Sternenpark“
Vogelsang Besucherparkplatz
53937 Schleiden

Hellenthal „Kosmisches Wetter“
Am Weißen Stein
53940 Hellenthal

Dahlem „Sternenstaub“
Gerichtsstraße
53949 Dahlem

Nettersheim „Zeitreise“
Urftstraße
53947 Nettersheim

Nideggen „Nachtnatur“
Hubertushöhe 64
52385 Nideggen

Blankenheim „Lebensräume“
Hochstraße 25
53945 Blankenheim

Monschau „Nachtschwärmer“
Zum Brüchelchen
52156 Monschau

Bad Münstereifel „Radioteleskop“
Parkplatz Radioteleskop
53902 Bad Münstereifel

Mechernich „Mondnacht“
Hubertuskapelle Floisdorf
53894 Mechernich

Heimbach „Kosmos Energie“
Pseudostraße 7
52396 Heimbach

Doch nicht nur in der Eifel kann man in den folgenden Tagen viele Sternschnuppen sehen. Auch im Rest von NRW gibt es besondere Orte, an denen es gute Voraussetzungen gibt.

Sternschnuppen sehen auf bequemen Liegen im Sauerland

Im Sauerland ist es das Sternendorf Meinkenbracht. Der Stadtteil von Sundern im Hochsauerlandkreis liegt auf einer Hochebene, was dafür sorgt, dass es kaum störende Lichteinflüsse gibt. An zwei Plätzen in Dorfnähe wurden sogar spezielle Liegen aufgestellt, die zum Beobachten des Sternenhimmels einladen.

Zeit für Wünsche: Sternschnuppen flitzen über den Nachthimmel

Sternschnuppen sind flüchtige Erscheinungen am Nachthimmel und ein ganz besonderer Anblick. Wie die Meteore entstehen, wie man sie am besten beobachtet und wann die besten Meteorströme zu sehen sind.
Sternschnuppen sind flüchtige Erscheinungen am Nachthimmel und ein ganz besonderer Anblick. Wie die Meteore entstehen, wie man sie am besten beobachtet und wann die besten Meteorströme zu sehen sind. © Imago/Zoonar
Die Erde kreist um die Sonne und kreuzt dabei regelmäßig Staubspuren, die Kometen auf ihrer Bahn um die Sonne im Weltall hinterlassen haben. Das Staubteilchen oder Steinchen verglüht in der Erdatmosphäre und regt Luftteilchen zum Leuchten an – eine Sternschnuppe huscht über den Nachthimmel.
Die Erde kreist um die Sonne und kreuzt dabei regelmäßig Staubspuren, die Kometen auf ihrer Bahn um die Sonne im Weltall hinterlassen haben. Das Staubteilchen oder Steinchen verglüht in der Erdatmosphäre und regt Luftteilchen zum Leuchten an – eine Sternschnuppe huscht über den Nachthimmel. © imago/imagebroker
Schätzungen zufolge fallen jeden Tag mehrere hundert oder gar tausende Tonnen Meteorstaub auf die Erde – längst nicht jede dieser Sternschnuppen ist mit bloßem Auge zu sehen, da sie teils auch tagsüber fallen.
Schätzungen zufolge fallen jeden Tag mehrere hundert oder gar tausende Tonnen Meteorstaub auf die Erde – längst nicht jede dieser Sternschnuppen ist mit bloßem Auge zu sehen, da sie teils auch tagsüber fallen. © imago/Cavan Images
Grundsätzlich kann man also immer das Glück haben, eine Sternschnuppe zu sehen. Doch es gibt Zeiten im Jahr, da lohnt es sich besonders, nach Meteoren Ausschau zu halten.
Grundsätzlich kann man also immer das Glück haben, eine Sternschnuppe zu sehen. Doch es gibt Zeiten im Jahr, da lohnt es sich besonders, nach Meteoren Ausschau zu halten. © imago/Cavan Images
Dazu zählt zum Beispiel der Sommer. Vor allem die Monate Juli und August sind Sternschnuppen-Monate. Im Juli sind zahlreiche kleine Sternschnuppenströme aktiv, so dass zu jeder Nachtzeit Sternschnuppen über den Himmel flitzen können.
Dazu zählt zum Beispiel der Sommer. Vor allem die Monate Juli und August sind Sternschnuppen-Monate. Im Juli sind zahlreiche kleine Sternschnuppenströme aktiv, so dass zu jeder Nachtzeit Sternschnuppen über den Himmel flitzen können. © Richard Brian/dpa
Im August hat der bekannteste aller Sternschnuppenströme sein Maximum: Die Meteore der Perseiden, auch „Laurentius-Tränen“ genannt, erreichen um den 12. August ihren Höhepunkt. Um die 100 Sternschnuppen kann man dann pro Stunde sehen – beste Beobachtungsbedingungen vorausgesetzt.
Im August hat der bekannteste aller Sternschnuppenströme sein Maximum: Die Meteore der Perseiden, auch „Laurentius-Tränen“ genannt, erreichen um den 12. August ihren Höhepunkt. Um die 100 Sternschnuppen kann man dann pro Stunde sehen – beste Beobachtungsbedingungen vorausgesetzt. © IMAGO/Zoonar
Der stärkste Sternschnuppenstrom des Jahres liegt im Dezember: Das Geminiden-Maximum wartet mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde auf.
Der stärkste Sternschnuppenstrom des Jahres liegt im Dezember: Das Geminiden-Maximum wartet mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde auf. © imago/Sylvio Dittrich
Im Januar folgt direkt der nächste aktive Sternschnuppenstrom: Bis zu 110 Quadrantiden/Bootiden können dann pro Stunde zu sehen sein.
Im Januar folgt direkt der nächste aktive Sternschnuppenstrom: Bis zu 110 Quadrantiden/Bootiden können dann pro Stunde zu sehen sein. © Danny Lawson/dpa
Früher galt der November als Sternschnuppen-Monat. Die Leoniden waren in diesem Monat einst ein sehr aktiver Sternschnuppenstrom, doch das hat sich geändert. Alle 33 Jahre kann es jedoch noch zu einem Ausbruch kommen.
Früher galt der November als Sternschnuppen-Monat. Die Leoniden waren in diesem Monat einst ein sehr aktiver Sternschnuppenstrom, doch das hat sich geändert. Alle 33 Jahre kann es jedoch noch zu einem Ausbruch kommen. © Patrick Pleul/dpa
Doch wie beobachtet man Sternschnuppen am besten? Der Fokus sollte auf einem möglichst dunklen Beobachtungsort liegen, der einen freien Blick an den Himmel erlaubt. Denn die Sternschnuppen können überall am Himmel auftauchen.
Doch wie beobachtet man Sternschnuppen am besten? Der Fokus sollte auf einem möglichst dunklen Beobachtungsort liegen, der einen freien Blick an den Himmel erlaubt. Denn die Sternschnuppen können überall am Himmel auftauchen. © imago/Cavan Images
Außerdem sollte man folgendes für eine Sternschnuppen-Nacht bereitlegen: Eine Liegemöglichkeit (Decke oder Liege), warme Kleidung, warme Getränke – es kann auch in einer Sommernacht empfindlich kalt werden. Außerdem empfohlen: Geduld. Beobachtungsausrüstung wie ein Teleskop oder Fernglas sind dagegen nicht nötig.
Außerdem sollte man folgendes für eine Sternschnuppen-Nacht bereitlegen: Eine Liegemöglichkeit (Decke oder Liege), warme Kleidung, warme Getränke – es kann auch in einer Sommernacht empfindlich kalt werden. Außerdem empfohlen: Geduld. Beobachtungsausrüstung wie ein Teleskop oder Fernglas sind dagegen nicht nötig. © Marcus Führer/dpa

Wo finde ich den perfekten Ort, um Sternschnuppen in der Nähe zu sehen?

Auch weitere Orte eignen sich hervorragend für die Sternschnuppen-Jagd. Darunter vor allem Naturschutzgebiete, wie zum Beispiel das NSG Feuchtgebiet Handorf im Münsterland. Oder auch Parks und Halden. Dort kann man es sich dann auch mit Campingstühlen und Decken gemütlich machen. Die „Light Pollution Map“ zeigt dabei an, wie hell oder dunkel es in einzelnen Gegenden ist.

Sternschnuppen gucken in NRW: Das Wetter zum Perseiden-Höhepunkt

Dem Sternschnuppen-Schauen steht demnach nichts mehr im Wege. Bleibt nur noch eines zu hoffen: gutes Wetter. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sollte das allerdings kein Problem werden. Laut Prognose vom 8. August soll es in den kommenden Nächten überwiegend klar und niederschlagsfrei werden.

Rubriklistenbild: © Gero Helm/Imago

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