VonMick Oberbuschschließen
Nach dem tragischen Unfall im Phantasialand, bei dem ein Mitarbeiter starb, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft, ob Fremdverschulden vorliegt.
Brühl – Seit dem 28. März 2024 läuft im Phantasialand in Brühl (Rhein-Erft-Kreis in NRW) offiziell die neue Sommersaison – im Hintergrund schreitet jedoch auch die Aufarbeitung der großen Tragödie vom 25. März voran. Denn an diesem Tag wird ein 43-jähriger Mitarbeiter des Freizeitparks bei Wartungsarbeiten an der Achterbahn „Taron“ am Kopf erfasst, und verliert kurze Zeit später sein Leben. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt, wie Sprecherin Gianna Graf am Dienstag (2. April) auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilt.
Nach tödlichem Phantasialand-Unfall: Staatsanwaltschaft ermittelt
Tödlicher Unfall im Phantasialand
► Was ist passiert? Am 25. März ist ein Mitarbeiter des Freizeitparks Phantasialand bei Wartungsarbeiten an der Achterbahn „Taron“ am Kopf erfasst worden und daraufhin verstorben.
► Was ist über den Verstorbenen bekannt? Der Verstorbene wurde 43 Jahre alt und war laut Angehörigen beim Aufbau von „Taron“ beteiligt, es sei „sein Baby“ gewesen. Er hinterlässt eine trauernde Ehefrau, Tochter, Enkelin und weitere trauernde Familienmitglieder. Im Rahmen einer Spendenaktion wurden mehr als 20.000 Euro für die Witwe gesammelt.
► Wie geht es jetzt weiter? Auf Nachfrage teilte die Staatsanwaltschaft Köln am 2. April mit, dass nun ermittelt werden, ob eine Straftat bzw. strafrechtlich relevantes Verhalten im Raum stehen könnte. Demnach könne ein Fremdverschulden an dem Unfall derzeit noch nicht ausgeschlossen werden.
Demnach werde nun unter anderem geprüft, ob ein Fremdverschulden an dem Unfall vorliegen könnte. „Als Strafverfolgungsbehörde ermitteln wir, wenn eine Straftat bzw. strafrechtlich relevantes Verhalten im Raum stehen könnte“, so Graf. Dies sei für die Staatsanwaltschaft bei Arbeitsunfällen dieser Art gängige Praxis. Nähere Informationen zum Unfallhergang oder den näheren Umständen lägen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vor. „Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen“, erklärt die Sprecherin.
Tödlicher Unfall an Phantasialand-Achterbahn „Taron“ – Familie startet Spendenaufruf
Auch Berichte, nach denen kurz vor dem tödlichen Unfall ein Warnton, der ein Heranrauschen der Achterbahn signalisieren soll, ausgefallen sei, konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht bestätigen. Der Unfall hatte nicht nur bei Freizeitpark-Fans und dem Phantasialand selbst große Bestürzung hervorgerufen. So startete die Familie des verstorbenen 43-Jährigen kurz nach Bekanntwerden des schrecklichen Vorfalls einen Spendenaufruf für die Witwe des Mitarbeiters, der bereits kurz nach Veröffentlichung sein Spendenziel von 20.000 Euro erreichte.
Spendenaufruf nach Phantasialand-Tragödie: Witwe hat jetzt „eine Sorge weniger“
Am Gründonnerstag (28. März) bedankte sich der Initiator der Aktion, ein Schwager des Verstorbenen, bei den Spenderinnen und Spendern. „Tatsächlich war es uns möglich, bis heute , die Kampagne vor meiner Schwester geheim zu halten. Als wir ihr dann heute vom großartigen Erfolg berichteten konnte sie es nicht glauben. So wird ihr eine große finanzielle Belastung abgenommen und dadurch hat sie eine Sorge weniger. Meine Freude über den Erfolg können nicht in angemessene Worte gefasst werden“, schreibt er auf der Plattform „GoFundMe“. (mo)
Rubriklistenbild: © Steinach/Imago & Phantasialand

