Mitarbeiter (43) verstorben

Spendenaufruf nach tödlichem Unfall im Phantasialand – mehr als 20.000 Euro für Witwe gesammelt

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Ende März verstarb im Phantasialand ein Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten. Ein Spendenaufruf für seine Witwe brachte nun über 20.000 Euro ein.

Update vom 2. April, 16:20 Uhr: Etwas über eine Woche ist die schreckliche Tragödie, bei der im Phantasialand ein Mitarbeiter (43) sein Leben verlor, nun her – und noch immer beschäftigt sie den Freizeitpark sowie die Angehörigen gleichermaßen. Nun konnten Hinterbliebene des verstorbenen Mitarbeiters jedoch eine schöne Nachricht verkünden: Durch einen Spendenaufruf, den die Schwäger des Verunglückten für dessen Witwe starteten, kamen rund eine Woche nach Veröffentlichung mehr als 20.000 Euro zusammen. Das gab Kampagnen-Initiator André Baars am 28. März via „GoFundMe“ bekannt.

„Tatsächlich war es uns möglich, bis heute , die Kampagne vor meiner Schwester geheim zu halten. Als wir ihr dann heute vom großartigen Erfolg berichteten konnte sie es nicht glauben. So wird ihr eine große finanzielle Belastung abgenommen und dadurch hat sie eine Sorge weniger. Meine Freude über den Erfolg können nicht in angemessene Worte gefasst werden“, schreibt Baars. Das Geld werde für Umbaumaßnahmen am Haus des Verstorbenen und seiner Witwe gebraucht, am Nachmittag des 2. April stand der Spendenstand bei 23.711 Euro. Über 900 Spenden gingen ein.

„In der heutigen Zeit ist es leider keine Selbstverständlichkeit mehr, anderen (fremden) zu helfen. Und dennoch konnte eine wahnsinns Summe gesammelt werden. Ich kann einfach nur ein „Danke“ an jeden einzelnen, auch im Namen meiner Schwester, richten“, so der Initiator weiter.

Nach Phantasialand-Tragödie: Spendenaufruf für Witwe gestartet

Erstmeldung vom 28. März, 15:49 Uhr: Brühl – Diese Tragödie schockiert ganz NRW: Am 25. März wurde ein Mitarbeiter des Freizeitparks Phantasialand bei Wartungsarbeiten von einer Achterbahn am Kopf erfasst und tödlich verletzt. Das teilte die Bezirksregierung Köln als für den Arbeitsschutz zuständige Behörde am Dienstag (26. März) mit. Das Phantasialand in Brühl (Rhein-Erft-Kreis) äußerte sich kurze Zeit später auf Facebook, betrauerte den Tod des „geliebten Kollegen“, der eine „klaffende Lücke in die Phantasialand-Familie“ reiße. Nun haben sich auch Verwandte des Verstorbenen zu Wort gemeldet – und einen emotionalen Spendenaufruf gestartet.

Nach tragischem Phantasialand-Unfall – Hinterbliebene starten Spendenaufruf

Seit dem 26. März ist die Spendenkampagne unter dem Titel „Phantasialand-Unfall Hinterbliebene“ über das Portal „GoFundMe“ aktiv. Organisiert wird sie laut Eigenaussage von den „Brüdern der Ehefrau“ des verstorbenen Mitarbeiters Sascha (43†). Organisator André Baars aus Brühl gibt dort einen Einblick in das Seelenleben der Familie. „Am 25.03.2024 änderte sich das Leben für unsere Schwester drastisch. Sie muss gerade das durchleben, wovor sich jeder von uns fürchtet“, schreibt er über den Moment, in dem zwei Polizeibeamte die Nachricht des tragischen Todes überbrachten.

„Sascha brannte für seinen Beruf“ – Verstorbener hinterlässt trauernde Familie

Bei Wartungsarbeiten an der Achterbahn „Taron“ im Phantasialand ist am 25. März ein 43-jähriger Mann verstorben (Symbolbild/IDZRNRW-Montage).

„Sascha brannte für seinen Beruf. Er war beim Aufbau von ‚Taron‘ beteiligt. Es war sein ‚Baby‘. Jede Schraube kannte er. Mit Leidenschaft erzählte er immer, voller Stolz, von seiner Arbeit. Die Leidenschaft war nur schwer zu übersehen“, heißt es weiter. Der 43-Jährige lasse eine „trauernde Ehefrau, eine Tochter, eine Enkelin und weitere trauernde Familienmitglieder“ zurück. Und weiter: „Aus diesem Grund wenden wir uns, als Brüder der Ehefrau und Schwäger von Sascha an die Öffentlichkeit.“

Spendenaufruf nach tödlichem Phantasialand-Unfall – Geld wird für Bauarbeiten gebraucht

Denn: Vor einigen Jahren hatten sich der Verstorbene und seine Ehefrau den Wunsch von Eigentum verwirklicht, nun stünden jedoch Bauarbeiten an der Hausfassade an. „Durch den plötzlichen Wegfall eines Einkommens sind die Kosten für die Ehefrau nicht zu handlen, sodass die Befürchtung besteht, das gemeinsam Aufgebaute zu verlieren“, schreibt der Organisator. Deshalb würden auch sämtliche Spenden „zu 100 % an die Ehefrau von Sascha“ gehen. Und bereits zwei Tage nach Kampagnenstart zeigt sich, dass viele Menschen bereit sind, die Familie nach dem furchtbaren Schicksalsschlag finanziell zu unterstützen.

Zwei Tage nach Kampagnenstart – Spendenziel von 20.000 Euro fast erreicht

Gegen 14:30 Uhr am 28. März waren bereits rund 17.900 Euro zusammengekommen, das Spendenziel von 20.000 Euro liegt damit nicht mehr weit entfernt. Und auch im Kommentarbereich der Kampagne sprechen viele den Hinterbliebenen Mut zu. „Aufrichtiges Beileid. Möge die Familie viel Kraft in diesen Tagen finden“, ist dort unter anderem zu lesen. (mo)

Rubriklistenbild: © Phantasialand & Jonas Walzberg/dpa

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