Karneval

Polizei, Malteser und Ordnungsamt Warstein mit Rosenmontags-Bilanz

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Im Rahmen der Anpassung des Sicherheitskonzeptes positionierte der Betriebshof einen kleinen Müllwagen in Warstein auf der Bilsteinstraße, um die Durchfahrt zu sperren.
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Viel war im Vorfeld auch über das Thema Sicherheit gesprochen, unter anderem sperrte ein Müllwagen die Bilsteinstraße. Wie das Fazit ausfiel und wo eine Navi-Panne ebenfalls für zusätzliche Sicherheit sorgte.

Warstein - Die Kehrmaschinen des Betriebshofes drehten am Dienstagmorgen bereits ihre Runden und machten das Stadtgebiet wieder Konfetti-frei. Mit zwei tollen Rosenmontagszügen in Belecke sowie von Suttrop nach Warstein erlebten tausende Narren in den Fußgruppen, auf den Wagen und an den Straßen die Höhepunkte des heimischen Karnevals. Viel war im Vorfeld auch über die Sicherheit gesprochen worden, nicht zuletzt aufgrund der Attentate in Magdeburg und München, die in Mannheim am Montagvormittag eine traurige Fortsetzung erlebten, als erneut ein Pkw in eine Menschengruppe fuhr, zwei Menschen starben und viele verletzt wurden.

Die Polizei war – wie hier in Belecke – mit „ausreichend Kräften“ im Einsatz. Tätig werden mussten die Beamten, abgesehen von der Absperrung, nicht.

Glücklicherweise gab es in Warstein keine Zwischenfälle, wie Josef Pieper als Fachbereichsleiter Bürgerdienste, zu denen auch das Ordnungsamt der Stadt gehört, schilderte. Noch am späteren Nachmittag des Rosenmontages habe er mit Roswitha Wrede und Thimo Roderfeld als Leitung des Ordnungsamtes telefoniert: „Alles ist zur vollsten Zufriedenheit aller verlaufen.“

Lediglich eine Körperverletzung in Rüthen

Die Polizei war „mit ausreichend Kräften“, so Pressesprecher Marco Baffa-Scinelli, in Suttrop, Warstein und Belecke unterwegs – auch mit zivilen Beamten, „um im Notfall schnellstmöglich eingreifen zu können“. „Es war gar nichts“, schildert Baffa-Scinelli mit Blick auf die Einsatzstatistik. Einzig eine Körperverletzung stehe zu Buche, die habe aber in Rüthen stattgefunden: „Aus polizeilicher Sicht war es absolut zufriedenstellend.“

In guter Kooperation mit der GWK haben wir das als sinnvolle Ergänzung zum Sicherheitskonzept angesehen.

Josef Pieper, Fachbereichsleiter Bürgerdienste

Neben der Polizei, die Zufahrten zu den Umzügen abriegelte, unterstützte die Mobile Funkhilfe Kreis Soest die Absicherung. In Warstein kam ein kleinerer Müllwagen des Betriebshofes hinzu, der auf der Bilsteinstraße hinter der Einmündung in den Rüllweg, auf Höhe der ehemaligen Metzgerei Wrede positioniert war und die Straße sperrte. „In guter Kooperation mit der GWK haben wir das als sinnvolle Ergänzung zum Sicherheitskonzept angesehen“, so Pieper. Ansonsten habe es lediglich kleinere Anpassungen des Konzeptes gegeben. Der Lkw, der während des Umzuges im Kreuzungsbereich Nicolaiweg/Auf‘m Bruch stand, war übrigens kein Teil des Sicherheitskonzeptes, wie Pieper erklärte. Auch wenn er vielleicht zur Sicherheit beitrug, weil kein Vorbeikommen mehr möglich war: „Der Fahrer hatte die Umleitungs-Beschilderung nicht beachtet und sich auf sein Navi verlassen. Er hatte sich einfach verfahren.“

Platz für Rettungsfahrzeuge

Grundsätzlich sei es einfach wichtig, so Pieper, dass auch die Zuschauer „Augen und Ohren offenhalten“, um beispielsweise im Notfall Platz für Rettungsfahrzeuge zu machen. Das habe am Montag in Warstein beispielsweise auch funktioniert, als Rettungskräfte durch die Innenstadt zum schweren Unfall auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte eilten.

Mit 14 Einsatzkräften begleiteten die heimischen Malteser den Rosenmontagszug in Belecke.

Mit 14 Kräften war auch die Ortsgruppe des Malteser-Hilfsdienstes Warstein/Anröchte beim Belecker Rosenmontagszug im Einsatz. Geschäftsführer Manfred Heimann bilanzierte kurz und knapp: „Es war fast gar nichts.“ Lediglich zwei Schnittwunden und ein verstauchter Knöchel waren zu behandeln. Mit einem Rettungswagen, einem Krankentransportwagen, einem „Sanitäts“-Gerätewagen, einem Mannschaftstransportwagen sowie einem Führungsfahrzeug waren die Malteser im Einsatz.

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