Zugpreise

Preisschock in den Niederlanden: Änderungen treffen Urlauber

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Ab 2025 müssen sich Urlauber, die gerne in den Niederlanden mit dem Zug fahren, auf eine Erhöhung der Preise gefasst machen. Rund elf Prozent mehr soll dann ein Ticket kosten.

Hamm - Wer denkt, Deutschland ist das einzige Land mit einer problematischen Eisenbahn-Situation, sollte weiterdenken. Denn auch in anderen Ländern ist das Gras nicht immer so grün, wie es scheint. So mag es stimmen, dass die Züge in den Niederlanden verlässlicher und pünktlicher fahren als ihre deutschen Varianten. Dafür müssen die Reisenden im NRW-Nachbarland mit hohen Preisen rechnen, wenn sie in die Bahn steigen. Jetzt der Schock: 2025 wird man für ein Ticket noch wesentlich tiefer in die Tasche greifen müssen.

Preisschock in den Niederlanden: Änderungen treffen auch Urlauber

Wer also im Niederlande-Urlaub mit dem Zug mal eben einen Ausflug in eine andere Stadt machen möchte, wird sich ab 2025 umschauen. Um rund elf Prozent mehr soll eine Fahrkarte der Nederlandse Spoorwegen (NS) – dem niederländischen Pendant der Deutschen Bahn – insgesamt im Schnitt teurer werden.

Das berichtet unter anderem der niederländische Nachrichtensender NOS. Die insgesamt rund elf Prozent Preissteigerung setzt sich zusammen aus einer direkten Preiserhöhung der Tickets seitens der NS um 8,7 Prozent. Dazu komme noch ein Inflationsausgleich. Prognostiziert wird für das Jahr 2025 eine Inflation von 2,5 Prozent.

Die Nederlandse Spoorwegen reagiert mit den drastisch höheren Preisen für Tickets auf anhaltende Verluste des Unternehmens. So sollen die NS im ersten Halbjahr 2024 ein Minus von 33 Millionen Euro gemacht haben. Das Unternehmen begründet die ungünstige Lage mit einem veränderten Reiseverhalten seit der Corona-Pandemie.

Preisschock bei der niederländischen Bahn: 500 Stellen fallen weg

Dass es nicht bereits 2024 zu einer Steigerung der Zugfahrpreise gekommen war, lag daran, dass das Kabinett auf Antrag des Repräsentantenhauses einmalig 120 Millionen Euro zur Unterstützung der Nederlandse Spoorwegen freigegeben hatte. Als weitere Maßnahme, um Kosten zu sparen, streicht die NS 500 Arbeitsplätze. Gefeuert werden soll allerdings niemand. Die Stellen von Arbeitern, die in den Ruhestand gehen oder den Job wechseln, sollen aber nicht neu besetzt werden.

An den niederländischen Küstengebieten gibt es ein erhöhtes Vorkommen einer Chemikalie. Der Vorwurf: Die Regierung habe nicht klar genug gewarnt. Und fahren bald weniger Urlauber in die Niederlande? Die Mehrwertsteuer soll erheblich steigen. Campingplatzbetreiber fürchten einen Rückgang an Besuchern.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Dylan Nieuwland / ANP

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