Priesterjubiläum

Priester feiert sein Jubiläum in Kierspe

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Viele beglückwünschten Pastor Myrda nach der Messe zu seinem Priesterjubiläum und zu seinem Geburtstag.
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Von Polen nach Deutschland, vom Kellner zum Priester. Pastor Gregor Myrda blickt auf seinen Werdegang zurück und feiert mit vielen Wegbegleitern sein 25-jähriges Priesterjubiläum – und seinen Geburtstag.

Kierspe – „Wer Licht in die Welt bringen will, wird Elektriker oder Priester“, mit diesem Spruch warb das Bistum Essen um Geistliche und dieser Spruch sprach Pastor Gregor Myrda an.

Geboren wurde er 1960 in Oberschlesien. Er lebte in einem Land, in dem es verboten war, Deutsch zu sprechen. Bereits in Polen wollte er Priester werden, doch nachdem er zwei Wochen dort auf einem Priesterseminar war, meldete er sich wieder ab. 1981 flüchtete er aus Polen, kam über Umwege nach Dortmund, besuchte einen Sprachkurs und wurde Kellner bei der Bundesbahn. Er erlernte sodann den Beruf eines Drehers, heute Zerspannungsmechanikers. Priester werden wollte er aber immer noch.

„Ich wusste nicht, wo Kierspe liegt“

Er holte in Dortmund seine Hochschulreife nach und bewarb sich beim Bistum Essen. Gregor Myrda studierte in Bochum Theologie. Für die erste Teilprüfung brauchte er noch Latein und Altgriechisch, beide Sprachen beherrschte er nicht und erlernte sie in einem Crashkurs in Frankfurt. Am 21. Mai 1999 wurde er vom Essener Bischof Hubert Luthe zum Priester geweiht. Danach arbeitete er als Kaplan in Bochum und Hattingen, bevor das Bistum ihm vorschlug, nach Kierspe zu gehen. „Ich wusste nicht, wo Kierspe liegt“, gestand er. „Ich sah mir die Kirche an. Sie gefiel mir. Mittlerweile gefallen mir die Menschen hier auch“, betonte er.

Sein silbernes Priesterjubiläum feierte der Pastor zusammen mit Kollegen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben aber auch mit der Gemeinde.

Neben seiner Tätigkeit als Pastor in Kierspe und Meinerzhagen ist Pastor Gregor Myrda Aussiedlerbeauftragter im Bistum Essen für Menschen aus dem Osten. Er hört bei ihnen die Beichte ab, macht mit ihnen Wallfahrten und ist auch sonst für sie Ansprechpartner. Weiterhin gehört er zum Kreis der Mitarbeiter von Renovabis. Außerdem gehört er zum Leitungsteam der Pfarrei St. Maria Immaculata.

„Viel Freude und Dankbarkeit“

Gefragt, was über seine Entscheidung, Priester zu werden, heute denkt, sagte er: „Ich empfinde viel Freude und Dankbarkeit. Ich bin sicherlich kein wortgewandter Prediger oder größerer Theologe geworden, aber ich habe gelernt, mein Leben zu sehen, wie es wirklich ist. Und wer das Schöne in seinem Leben sieht, der wird Gott und den Mitmenschen dafür dankbar sein, der wird sein Leben auch lieben. Und so habe ich auch mein Leben als Priester lieben gelernt, sodass ich 25 Jahren nach der Priesterweihe immer noch dafür dankbar bin, dass ich mich auf diesen Weg habe rufen lassen.“

Eine Motivtorte mit Kelch und Hostie hatte eine Frau aus der Gemeinde für Gregor Myrda gebacken. Viele Stücke verteilte er unter seinen Gästen.

Gefeiert hat Myrda sein silbernes Priesterjubiläum an seinem Geburtstag am vergangenen Sonntag. Die Festpredigt hielt der Offizial im Kirchengericht Köln Dr. Peter Fabritz, der bereits bei seiner Prämiz (erste Messe nach der Priesterweihe) in Dortmund gepredigt hatte. Viele Wegbegleiter aus Bochum, Hattingen aber auch Kierspe und Meinerzhagen kamen zu seinem Festgottesdienst und verbrachten im Anschluss schöne Stunden mit ihm.

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