Kanalerneuerung in Berge stockt

Problembaustelle: Hellweg bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt

+
Die Baustellenampel ist noch eine Weile erforderlich: Wegen der Bauarbeiten bleiben der Hellweg und die Hohenzollernstraße für den Autoverkehr weiterhin gesperrt. Frei ist nur die Fahrbeziehung Schellingstraße/Hellweg.
  • schließen

Auf der Problembaustelle in Berge geht es nur langsam voran. Die Neuverlegung von Leitungen dauert an. Der Hellweg sollte Ende August eigentlich freigegeben werden. Daraus wird nichts. Er bleibt gesperrt.

Berge – Die Erneuerung der Mischwasserkanalisation in der Hohenzollernstraße hat noch gar nicht richtig begonnen, aber zieht sich weiter in die Länge. Der sprichwörtliche „Salat“ an Leitungen ist noch nicht abschließend entwirrt oder, genauer, so umverlegt worden, dass Platz für die neuen Kanalrohre ist.

Aus der vor zwei Wochen angekündigten Öffnung der bislang gesperrten Kreuzung und der Freigabe des Hellwegs wird erst einmal nichts. „Daran ist gar nicht zu denken“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm. „Es stehen noch viele Arbeiten an.“ Wann es soweit ist, lässt sich derzeit schlecht abschätzen. Demnach bleibt die Straße auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Für die Erneuerung des Mischwasserkanals der Hohenzollernstraße hatte der Lippeverband im Frühjahr eine Bauzeit von Ende April bis Dezember anvisiert. Baustart war im Einmündungsbereich zum Hellweg, der seitdem gesperrt ist. Ursprünglich sollte der Verkehr Ende Mai schon wieder fließen und die eigentliche Kanalerneuerung in der Hohenzollernstraße beginnen. Doch, was sich im Laufe der ersten Arbeiten zeigte: sowohl Leitungen der Telekom als auch der Stadtwerke Hamm liegen den neuen Rohren im Weg. Das war den Planern im Vorfeld so nicht bekannt.

Baustelle Hellweg in Berge: Verzögerungen

Die Leitungen müssen nun neu „geordnet“ werden. Die Stadtwerke hatten anfangs etwas dagegen, weil sie teils noch nicht alt waren und eine Neuverlegung unnötig Kosten und Arbeit verursachen würde. Es geht um Leitungen für Wasser, Strom und Erdgas.

Zu nass für Erdarbeiten: Das immer wieder regnerische Wetter verzögert das Verlegen der Leitungen im Bereich der Kreuzung Hellweg/Hohenzollernstraße/Schellingstraße.

Die Arbeiten dauern an. Offenbar sorgen auch Abstimmungsprozesse für Verzögerungen. Ein Unternehmen schachtet aus, die Stadtwerke kommen und binden ihre Leitungen an oder eben auch nicht, „weil die Baufirma noch nicht freigelegt hat“, sagt die Stadtwerkesprecherin. Verfüllungen von Baugruben, die Verlegung des Fußweges und weitere „unterschiedliche Arbeiten“ seien noch zu erledigen.

Baustelle Hellweg in Berge: Faktor Wetter

Was den Baufortschritt schon in den vergangenen Monaten verlangsamte, bleibt ein unberechenbarer Faktor. „Das Wetter spielt eine große Rolle“, sagt sie. „Wenn es nass ist, kann nicht ausgeschachtet werden.“ Daher sei nicht abzuschätzen, wann der Hellweg wieder freigegeben werden könne.

Solange bleibt der Hellweg im Bereich der Einmündung Hohenzollernstraße für den Autoverkehr gesperrt. Gegenüberliegend regelt eine Baustellenampel die Verbindung Schellingstraße/Hellweg

Baustelle Hellweg in Berge: Kosten

Beim Lippeverband wartet man indes auf den Abschluss der Leitungsverlegung. Danach soll die Baugrube geschlossen, die Fahrbahn wiederhergestellt und die Sperrung aufgehoben werden. Die Erneuerung des Kanals der Hohenzollernstraße muss vor allem zeitlich neu geplant werden. Im Juli erklärte der Lippeverband, dass die Maßnahme voraussichtlich erst im April 2024 fortgesetzt werden könne.

Für die Arbeiten waren ursprünglich 970 .000 Euro kalkuliert worden. Kosten durch Verzögerungen und Leitungsverlegungen kommen oben drauf. Wie hoch sie ausfallen, ist nicht bekannt, wie auch, wer sie in welcher Höhe übernimmt. Von den Stadtwerken heißt es aber: „Es gibt eine Einigung.“

Kommentare