VonDaniel Schröderschließen
Die Soester Fußgängerzone ist bald um ein Fachgeschäft ärmer. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters äußert sich zum Grund der Schließung und zur Zukunft der Mitarbeiter.
Soest – Jetzt also doch: Die Soester Filiale von Stoffe Werning fällt der Firmeninsolvenz zum Opfer. Schon bald gehen in dem Geschäft in der Soester Fußgängerzone die Lichter aus. Holger Voskuhl, Kommunikationsberater des Münsteraner Insolvenzverwalters, bestätigte gegenüber unserer Redaktion: „Die Filiale wird voraussichtlich Ende April geschlossen.“
Stoffe Werning schließt: Zukunft der Mitarbeiter noch unklar
Der Soester Standort habe aus Gesellschaftersicht nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. „Es gab keinen Investor, der den Standort übernehmen wollte“, so Voskuhl. Unklar sei noch die Zukunft der Mitarbeiter. Für die Werning-Filialen, die nicht geschlossen werden, soll ein Sanierungsplan zur Weiterführung entwickelt werden.
„Bei den Mitarbeitern handelt es sich größtenteils um Teilzeitkräfte. Ob sie bei einem Nachfolger angestellt werden können, hängt davon ab, was zukünftig passiert“, so der Sprecher.
Stoffe Werning schließt: 13 Standorte sollen bleiben
Stoffe Werning ist – beziehungsweise war – als Fachgeschäft ein Umschlagplatz für Stoffe aus Baumwolle, Jersey, Filz, Nadeln, Reißverschlüsse oder Schnittmuster an der Brüderstraße. Anfang Februar war für den Nordhorner Filialisten mit mehr als 20 Standorten das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Für schwarze Zahlen sollen zukünftig 13 Standorte bleiben – einer von ihnen in Lippstadt.
Der Standort in Hamm war bereits im Januar geschlossen worden. In der Soester Filiale gibt es seit dieser Woche einen Räumungsverkauf. „Wir machen verkleinert weiter, und der Onlineshop bleibt auch bestehen“, hieß es von Stoffe Werning.
