- VonPia Sofie Bartmannschließen
Es kann eigentlich nur wieder besser werden: Nach verregneten Sommerferien gibt es auf der Wasserski-Anlage in Hamm-Haaren eine neue Attraktion.
Haaren – Wie die Freibäder hat auch die Wasserski-Anlage in Hamm in den Sommerferien einen Rückgang der Besucher verzeichnet. Schuld daran sei vor allem das schlechte Wetter der vergangenen Wochen, heißt es von den Betreibern. Doch auch ein verändertes Urlaubsverhalten der Bürger, die nach der Pandemie wieder mehr verreisen, sei bei den Zahlen deutlich spürbar. Ein „Feature Swap“, ein sogenannter Rampen-Tausch, soll das Wasserski-Vergnügen bis zum Ende der Saison noch weiter aufwerten. Am Donnerstag wurde die neue Rampe geliefert.
„Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Leute wieder mehr in den Urlaub fahren. Meist ist es in den ersten drei bis vier Wochen recht ruhig und die letzten beiden Ferienwochen sind dann gut gefüllt. Das ist dieses Jahr leider ausgeblieben“, sagt Geschäftsführerin Verena Padberg.
Gerade Familien mit Kindern würden es sich bei schlechtem Wetter lieber zweimal überlegen, ob sie an den Baggersee fahren oder lieber Hallenbäder besuchen. „Dabei ist es gerade bei schlechtem Wetter eine gute Idee herzukommen. Dann muss man nicht überall Schlangestehen. Und nass wird man eh“, schmunzelt Padberg.
Wasserski-Anlage in Hamm: Ferienkurse gut angenommen
Die angebotenen Ferienkurse seien jedoch trotz der Wetter-Schwierigkeiten von den Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen worden. „Unsere Kurse dauern von Montag bis Donnerstag und gehen über zwei Wochen. Die meisten kommen immer wieder und sind daher auf schlechtes Wetter eingestellt“, erklärt sie. Rund 13 Kurse mit je 25 Plätzen gibt es im Sommer. Kinder zwischen acht und 18 Jahren dürfen teilnehmen.
Innerhalb der Saison, die von Mai bis September läuft, hat der Baggersee täglich geöffnet. Im Oktober, März und April dann zweimal pro Woche.
„Auch in der ersten Herbstferienwoche gibt es wieder zwei Kurse“, so Padberg. Derzeit gebe es noch einige freie Plätze. Einen regelrechten Ansturm habe es in diesem Jahr auf die vier Grillplätze gegeben, die vor allem in Kombination mit den Bahnen oft gebucht würden.
Wasserski-Anlage in Hamm: neues Konzept „Feature Swap“
Mit einer neuen Idee wollen die Verantwortlichen außerdem in diesem Jahr wieder Abwechslung in ihre Wasserski-Bahnen bringen. „Schon im Frühjahr haben wir einige neue Rampen angeschafft. Kürzlich bekamen wir dann die Anfrage einer Wakeboard-Anlage in Duisburg, ob wir Interesse an einem Tausch hätten“, erklärt Padberg.
Das hatte sie und so hat nun auch das neue Konzept „Feature Swap“ die Wasserski-Anlage in Hamm für sich entdeckt hat. „Die Rampen sind sehr teuer, deshalb ist die Idee des Austauschs mit den Kollegen wichtig“, sagt auch Betriebsleiter Roman Dürksen. „Alle Rampen sind unterschiedlich aufgebaut.
Die Neue mit Namen „Nico Signature 4“ hat eine Welle im hinteren Teil, die eine sanftere Landung möglich macht. Derzeit ist sie in Deutschland sehr selten, deshalb ist der Tausch für uns besonders interessant.“ Über die Bewerbung des „Feature Swaps“ in den sozialen Medien könne der Bekanntheitsgrad der Anlage in Hamm so noch einmal steigen. „Man kennt sich in der Szene. Unsere Bahnen sind groß und vielseitig. Aus ganz Deutschland kommen die Leute zu uns“, freut sich Dürksen.
Wasserski-Anlage in Hamm: Hoffen auf warmen Herbst
Vor dem Tausch sei es wichtig, die Rampe zu säubern. In Millimeterarbeit wird sie auseinandergeschraubt, aufgeladen und per Radlader zum Anhänger transportiert, wo sie mit Spanngurten gesichert wird - harte Arbeit, die die Helfer aber gerne auf sich nehmen.
Das Team der Wasserski-Anlage hofft nun auf einen warmen Herbst, damit die letzten Wochen der Saison noch richtig ausgekostet werden können. „Immerhin kann sich dieses Jahr niemand über einen zu niedrigen Grundwasserspiegel beschweren“, nimmt Dürksen das Regenwetter mit Humor.
