VonKatharina Heynschließen
Festnahmen, Waffen, Drogen und Bargeld – das ist die Bilanz der Razzia von Polizei und Zoll. Zwei Männer befinden sich in Untersuchungshaft.
Münster - Großer Schlag gegen den Drogenhandel: Am Sonntag, 17. März, nahmen Kräfte der Polizei Münster und des Zolls zwei mutmaßliche Drogenschmuggler in Münster (NRW) vorläufig fest. Der Festnahme gingen fast sieben Monate Ermittlungsarbeit vor. Die beiden Männer hatten in den Niederlanden rund 24 Kilo Marihuana im Wert von rund 120.000 Euro in einen kleinen Lkw geladen.
Razzia gegen Drogenhändler: Waffen und eine halbe Million Euro entdeckt
Nach Angaben der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) standen die Männer bereits seit Jahren in Verdacht, mehrfach im Jahr Marihuana und Kokain im zweistelligen Kilogrammbereich geschmuggelt und mit den Drogen gehandelt zu haben. Ermittelt wurde gegen die beiden 55 und 61 Jahre alten Männer aus Münster bereits im August 2023. Für den Schmuggel sollten sie einen eigens dafür präparierten Klein-LKW verwendet haben.
Die Festnahme der Männer gelang auf frischer Tat: Polizei und Zoll erwischten den 55-Jährigen in den Niederlanden, wie er rund 24 Kilogramm Marihuana im Wert von rund 120.000 Euro in den Klein-Lkw lud und sich mit der illegalen Ware auf den Weg nach Münster machte. Wenig später konnte auch der 61-jährige Tatverdächtige ebenfalls in Münster festgenommen werden.
Versteckt in Eimern: Ermittler finden eine halbe Million Euro Bargeld
Im Anschluss durchsuchten die Ermittler die Wohnungen der Männer und ihrer Rauschgiftabnehmer. Im Garten des 61-Jährigen fanden sie knapp 450.000 Euro – versteckt in Eimern – unter der Erde. Neben dem Bargeld stellten die Fahnder in den Wohnungen auch mehrere Schusswaffen sicher.
Bei dem älteren Mann fanden die Beamten eine AK 47 Kalaschnikow, eine HK 53 (Heckler und Koch) mit Zielfernrohr, eine MP 2A1 (Uzzi) und ein Plastikfass mit Munition und Handgranaten. Beschlagnahmt wurden ebenfalls mehrere hundert Gramm Marihuana und ein Kilogramm Ecstasy-Tabletten – teils ebenfalls im Garten vergraben.
Am Wohnort des 55-Jährigen stießen die Fahnder auf einen verdeckten Kriegsbunker. Diesen hatte der Mann wohl schon vor einigen Jahren mit gesicherten Eingangstüren ausgerüstet, so die Polizei Münster. Bei der Durchsuchung des Bunkers wurde Verpackungsmaterial entdeckt, in dem zuvor weitere 20 Kilogramm Marihuana verpackt wurden. Nach ersten Erkenntnissen soll der Tatverdächtige in dem Bunker die Drogen gelagert haben.
Ermittler beschlagnahmen mehrere Waffen
Die Ermittlungen brachten die Einsatzkräfte auch auf die Spur mutmaßlicher Cannabisabnehmer. Neben den Wohnungen der zwei Männer wurden auch die Wohnungen zweier mutmaßlichen Abnehmer durchsucht. Hier beschlagnahmten die Ermittler ebenfalls scharfe Schusswaffen und Munition, rund 100 Gramm Marihuana, weitere Kleinmengen Cannabis, 4.000 Euro Bargeld sowie eine „Russische Langwaffe“.
Die 55- und 61-jährigen Männer befinden in Untersuchungshaft. Die beiden mutmaßlichen Drogenabnehmer erwartet ebenfalls ein Strafverfahren.
Am Anfang des Jahres sorgte eine stadtweite Razzia in Hamm für Aufsehen. Mehrere Betriebe wurden aufgrund von illegalen Aktivitäten zur Schließung gebracht. Auch im Münsterland kam es zu einer Razzia. Der Zoll hat eine Lkw-Spedition im durchsucht. Der Verdacht: illegale Beschäftigung von ausländischen Fahrern.
