Airbus A350 Kurt Schumacher

Regierungsflieger muss in Köln/Bonn notlanden – wegen einer Gans

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Der Airbus A350 der Deutschen Flugbereitschaft wollte eigentlich direkt von Leipzig nach Chile reisen.
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Auf dem Weg nach Chile musste der Airbus A350 der Bundesregierung am Flughafen Köln/Bonn notlanden: Der Ort war dabei kein Zufall.

Köln – So hatte sich das Bodo Ramelow wohl nicht vorgestellt: Der Ministerpräsident von Thüringen musste seine Chile-Reise nach einer Notlandung am Flughafen Köln/Bonn ungewollt später starten. Der Airbus-Regierungsflieger „Kurt Schumacher“ war kurz nach dem Start am Sonntag (9. Oktober) mit einem Vogel zusammengeprallt. „Leider hat uns eine unvorsichtige Gans von Leipzig nach Köln abgedrängt“, teilte Ramelow auf Twitter mit. Dass die Wahl für die Landung auf Köln fiel, hat einen bestimmten Grund.

Regierungsflugzeug Kurt Schumacher
Flugzeug-TypAirbus A350-941 (S/N 416)
Kennung/Kennzeichen10+03

Flughafen Köln/Bonn: Regierungsflieger muss wegen Vogel notlanden – Luftwaffe hilft

Eigentlich wollte der Regierungsflieger „Kurt Schumacher“ von Leipzig direkt nach Südamerika fliegen, doch ein Unfall mit einer Gans verhinderte dies. Kurz nach dem Start am Sonntagabend sei eine Gans „quasi mit der Nase“ gegen den Airbus A350 geflogen, teilte die zuständige Luftwaffe mit. Da die Crew den möglichen Schaden nicht beurteilen konnte, erfolgte die Notladung am Kölner Airport.

Der einfach wie logische Grund: Der Flughafen Köln/Bonn in dem Moment der naheliegendste Airport war. Zudem befindet sich dort auch noch die Heimatbasis der Regierungsmaschinen. Denn die zuständige Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung hat ihren Sitz am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn.

„Kleiner Vogel, große Wirkung. Leider konnte aufgrund von Vogelschlag beim Start die Reise von Bundesratspräsident Bodo Ramelow nicht wie geplant beginnen“, teilte die Thüringer Staatskanzlei mit. Nach der Landung wurden der Regierungsflieger geprüft. Da dabei keine Schäden entdeckt wurden, wurde am Montagnachmittag (10. Oktober) die Reise von Köln/Bonn nach Chile fortgesetzt. Bodo Ramelow ist in der Hauptstadt Santiago de Chile als amtierender Bundesratspräsident mit einer Delegation des Bundes unterwegs. Zuvor war er vom chilenischen Politiker Álvaro Elizalde eingeladen worden.

Flugzeuge der Bundesregierung: Wo sind Flieger stationiert?

Der Flughafen Köln/Bonn ist aktuell noch der offizielle Sitz der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung. Dementsprechend sind dort auch alle Regierungsflieger stationiert. Diese nutzen offizielle deutsche Vertreter wie Bundeskanzler, Bundespräsident oder auch einzelne Minister für ihre Geschäftsreisen. Da viele Politiker aber in Berlin sitzen, soll der Sitz Flugbereitschaft in Zukunft an den BER-Flughafen verlegt werden.

Eurofighter, Tornado, A350: Diese Flugzeuge gibt es bei der Bundeswehr

Deutsche Tornado-Kampfjets auf dem Rückflug aus dem Irak
Der Jagdbomber Panavia 200 Tornado hat bald ausgedient, da die Maschinen des bis 1998 produzierten Flugzeugs so langsam das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Den Flieger gibt es bei der Bundeswehr in drei Varianten: Tornado IDS (Basisversion), Tornado ECR (bewaffnete Aufklärungsversion), Tornado Recce (unbewaffnete Aufklärungsversion). Das gemeinsam von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelte Mehrkampfflugzeug soll in Zukunft unter anderem durch F-35A aus amerikanischer Produktion ersetzt werden. © Luftwaffe/dpa
Ein Eurofighter startet auf dem Flugplatz Laage bei Rostock zu einem Übungsflug
Der derzeit modernste Kampfjet in den Reihen der Bundeswehr: der Eurofighter Typhoon. Bis zu 2.901,78 km/h schnell wird das gemeinsam von Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien entwickelte Flugzeug. Bis 2025 soll die vierte Tranche des Kampfjets ausgeliefert werden und damit die Eurofighter der Tranche 1 (Indienststellung: 2004) in den Beständen der Luftwaffe ersetzen. © Jens Büttner/dpa
Der Airbus A350-900 „Konrad Adenauer“ vor der Dienstreise von Bundeskanzler Olaf Scholz nach Lateinamerika am Flughafen Berlin-Brandenburg
Der Airbus A350-900 ist derzeit der größte und modernste Regierungsflieger der Bundeswehr. Insgesamt drei Exemplare des Großraumjets sind für die Flugbereitschaft im Einsatz. Ihre prestigeträchtigste Aufgabe ist der VIP-Transport des politisch-parlamentarischen Führungspersonals. © Kay Nietfeld/dpa
Ein roter Teppich wird vor dem Airbus A340 der Flugbereitschaft der Bundeswehr auf dem Flughafen Adisumarmo (Surakarta) in Indonesien ausgerollt
Die Airbus A340-300 war das Vorgängermodell die A350-900 bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Nachdem es im Jahr 2018 zu vermehrten technischen Problemen mit den Großraumjets kam, wurde die Anschaffung der Nachfolger beschlossen. Die A340-300 bleibt derzeit allerdings noch parallel zum Nachfolgemodell im Dienst, nicht zuletzt deswegen, da noch nicht alle A350-900 mit einer vollumfänglichen Regierungskabine ausgestattet sind. © Raphael Huenerfauth/photothek/imago
Eine Airbus A400M vor dem Abflug vom Fliegerhorst Wunstorf, um Hilfsgüter für Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien auszuliefern
Das Transportflugzeug Airbus A400M dient der Verschickung von Personal und Material. Bis zu 114 Soldaten finden in der Maschine Platz, die aber auch schwereres Gerät wie den Schützenpanzer Puma transportieren kann. Mit den Maschinen wurden auch Hilfsgüter für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien im Februar 2023 ausgeflogen. © Moritz Frankenberg/dpa
Ein Transportflugzeug C-130J der Israeli Air Force wirft Frachtkisten an Fallschirmen über Israel ab
Das Transportflugzeug C-130J gibt es sowohl in der Tankerversion KC-130J als auch in der Transportversion C-130J-30 Super Hercules. Die Transportversion bietet Platz für bis zu 128 Personen oder 92 Fallschirmjäger oder acht Frachtpaletten und kann auch auf kurzen Pisten und auf unbefestigtem Untergrund starten und landen. Die Tankerversion kann Jets und Hubschrauber am Boden und in der Luft auftanken. Das Bild zeigt eine C-130J der Israeli Air Force im Einsatz © Ofer Zidon/imago
Eine Airbus A319CJ auf dem Flugfeld von oben
Die Airbus A319CJ ist ein weiteres Flugzeug in den Diensten der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Seit Sommer 2010 verfügt sie über zwei Corporate Jetliner dieses Typs. Die Maschinen werden für VIP-Transporte des politisch-parlamentarischen Führungspersonals auf Kurz- und Mittelstreckenflügen eingesetzt und bieten Platz für bis zu 44 Personen. © Norbert Thomas/Bundeswehr
Ein Regierungsflieger Airbus A321-231 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung bei einer „Touch & Go“-Landeübung auf dem Flughafen Leipzig / Halle bei Schkeuditz
Die Bundeswehr bezeichnet die Airbus A321-231 auch als „deutsche Air Force One“. Obwohl das Flugzeug auch Verwundete und Kranke befördern kann, ist seine Hauptaufgabe der VIP-Transport des politisch-parlamentarischen Führungspersonals auf Kurz- und Mittelstreckenflügen. Der Regierungsflieger kann bis zu 82 Passagiere, davon zwölf VIPs, transportieren. © Christian Grube/imago
T-38-Maschinen der US Air Force vor einem Sonnenuntergang
Die Maschinen vom Typ Northrop T-38C Talon stehen zwar in den Diensten der Bundeswehr, befinden sich jedoch auf der Sheppard Air Force Base in Texas in den USA. Für deutsche Piloten ist die Northrop T-38C Talon ein Schulflugzeug für den Flug im Überschallbereich, für dessen Nutzung sie in die USA reisen müssen. Das Foto zeigt T-38-Maschinen der US Air Force. © ZUMA Wire/imago
Eine Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr landet am Flughafen Hamburg Airport
Das Flugzeug Global 5000 kommt ausnahmsweise mal nicht von Airbus, sondern vom kanadischen Hersteller Bombardier. Es befördert kleinere VIP-Delegationen von bis zu 13 Personen auf Kurz- und Mittelstreckenflügen, in der Regel innerhalb Europas. © Kevin Hackert/imago
Ein Ölaufklärer DO 228 LM fliegt vor der Küste Deutschlands
Die Marine nutzt den Ölaufklärer DO 228 LM. Mit diesen Maschinen unterstützt sie das Havariekommando in Cuxhaven und Bundesverkehrsministerium im Kampf gegen Umweltkatastrophen: Mit Kameras und Sensoren können sie bei Tag und Nacht Verschmutzungen auf der Wasseroberfläche erkennen und diese melden. Damit helfen sie nicht nur bei Havarien, sondern gehen auch gegen illegale Müll- und Ölentsorgung durch Schiffe vor. © Matthias Döhler/Bundeswehr

Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums: Was steht am Flughafen Köln/Bonn?

Der Flughafen Köln/Bonn ist seit Jahren einer der wichtigsten Standorte der Luftwaffe in Deutschland. Diese Flugobjekte sind dort stationiert:

  • Großraumflugzeuge: ein Airbus A350 „Kurt Schumacher“, zwei Airbus A340 und ein Airbus A310 MRTT (Multi Role Tanker Transport)
  • Standardrumpfflugzeuge: zwei Airbus A319, ein Airbus A321, zusätzlich ein weiterer Airbus A319 „Offener Himmel“
  • Geschäftsreiseflugzeuge: vier Bombardier Global 5000 und drei Bombardier Global 6000
  • Hubschrauber: drei Eurocopter Cougar AS-532

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