- VonMechthild Wiesreckerschließen
Der Kinderkleider- und Spielzeugbasar in Drensteinfurt feierte seinen 60. Durchlauf mit einem Rekordangebot. Ein Teil des Erlöses kommt gemeinnützigen Zwecken zugute.
Drensteinfurt – Der Kinderkleider- und Spielzeugbasar im Frühjahr und Herbst ist eine Erfolgsgeschichte. Seit März 1993 freuen sich Familien über die Gelegenheit, günstige Kinderklamotten und Spielzeug zu erwerben – und zahlreiche heimische Institutionen über großzügige Spenden. Am Samstag fand der Basar zum 60. Mal statt – und das mit einem nie dagewesenen Angebot von 16.656 Artikeln.
Rekord beim 60. Basar in der Dreingauhalle: Mehr als 16.000 Artikel im Angebot
Wie gewohnt bildete sich schon vor dem Einlass eine lange Schlange wartender Besucher – ein deutliches Zeichen dafür, wie beliebt der Basar inzwischen ist. Ein besonders schönes Entgegenkommen: Schwangere mit einer Begleitperson durften bereits eine Stunde vor dem offiziellen Start in der Halle stöbern.
Als 1993 der erste Basar in der Kita St. Regina veranstaltet wurde, wuchs das Angebot ebenso stetig wie die Zahl der Anbieter und Besucher. Schon bald reichte der Platz in der Kita nicht mehr aus, sodass der Basar in die Kardinal-von-Galen-Grundschule umzog. 2014 musste er aufgrund geänderter Brandschutzbestimmungen erstmals in der Turnhalle stattfinden. Nur ein Jahr später durfte das Basarteam – seit Februar 2018 ein eingetragener Verein – die Dreingauhalle nutzen. Ein vorübergehender Umzug in die ehemalige Hauptschule war notwendig, als die Halle zur Unterbringung von Geflüchteten diente. Heute ist die Dreingauhalle fester Veranstaltungsort des Basars.
Auch wenn die Halle viel Raum bietet, stößt sie inzwischen an ihre Grenzen. „In diesem Jahr mussten wir 100 Anbieter aufgrund des begrenzten Platzes abweisen“, sagt Katrin Renk vom Basarteam. Dennoch sei man der Stadt sehr dankbar, die Halle nutzen zu dürfen. Besonders die großzügigen Parkmöglichkeiten wüssten viele Besucher, von denen etliche auch von auswärts kommen, zu schätzen.
Kinderkleider- und Spielzeugbasar: Ablauf wurde stetig verbessert
Der Ablauf wurde über die Jahre stetig verbessert und effizient organisiert. So geben Anbieter die Kleidung bereits nach Größen sortiert ab – das spart den Helfern beim abendlichen Aufbau viel Zeit. Als Dank für ihren Einsatz dürfen alle Helfer vorab einkaufen. Seit 2021 wird zudem die IT-Plattform „basarlino“ genutzt. QR-Codes auf den Etiketten sorgen für kürzere Wartezeiten an den Kassen und erleichtern die Auswertung nach Artikelanzahl, Käufern und Verkäufern.
Doch nicht nur Familien profitieren vom umfangreichen Angebot – auch viele Institutionen vor Ort. Von jedem verkauften Artikel wird ein fester Prozentsatz einbehalten und für gemeinnützige Zwecke im Ort verwendet. So konnte das Basarteam bislang die große Summe von 110.000 Euro verteilen – davon allein 35.000 Euro seit 2016.
„Das macht uns alle sehr glücklich“, betont Katrin Renk. „Es ist ein großer Erfolg, so viel Geld spenden zu können. Dass sich Kitas und Schulen dadurch Dinge leisten können, die sonst nicht möglich gewesen wären, ist einfach schön.“ Viele Spendenempfänger berichten dem Team sogar, wofür das Geld eingesetzt wurde.
Nächste Ausgabe findet im Herbst statt
Seit vier Jahren sind auch die Pfadfinder mit einem eigenen Stand vertreten. Sie verkaufen frisch gebackene Waffeln gegen eine kleine Spende. Der Erlös kommt in die eigene Kasse und wird für kleine Unternehmungen verwendet.
Rund 100 freiwillige Helfer sorgen für Auf- und Abbau sowie den reibungslosen Ablauf am Basarvormittag. Seit einigen Jahren unterstützt auch die Jugendfeuerwehr tatkräftig. „Wir sind allen Helfern dankbar – ohne sie könnte der Basar nicht stattfinden“, so Katrin Renk.
Der nächste Basar findet zum Herbstbeginn am 20. September statt.
Walstedde soll schöner werden und zum Verweilen einladen. Dafür plant der Heimatverein in diesem Jahr die Umsetzung eines großen Projektes.
