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Hochwasser am Rhein – so ist die Lage in NRW

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Wer derzeit in NRW den Rhein entlang spazieren möchte, muss auf nasse Füße aufpassen: In etlichen Städten herrscht derzeit Gefahr durch Hochwasser.

Köln – Spaziergänge entlang des Rheins sind für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen in ihrer Freizeit unverzichtbar – wer dieser Tage jedoch am Fluss vorbeischlendert, muss aufpassen, dass sie oder er keine nassen Füße bekommt. Denn: Der Rhein steigt derzeit teils rapide an, in einigen Städten entlang seines Flusslaufs wird bereits vor Hochwasser gewarnt. Mit unterschiedlichen Auswirkungen für die verschiedenen Städte in NRW.

Rheinpegel steigt: Fotos zeigen das Hochwasser in Köln

Hochwasser am Rhein in Köln. Nur noch die Baumkronen und die Spitzen einiger Straßenschilder sind noch zu erkennen.
Der aktuelle Wasserpegel des Rheins liegt bei 7,14 Meter (Stand 20. November). Großteile des Uferbereichs am Rhein sind vollständig überflutet. (Foto von Montag, 20. November) © Oliver Berg/dpa
Rhein Hochwasser in Köln beim Pegel von 693 cm aus Sicht des Deutzer Rheinufers auf die Innenstadt von Köln.
Bei Hochwasser kann auch der untere Teil des Rheinboulevards in Deutz gesperrt werden. Am Donnerstag, 16. November, betrug der Pegel bereits 5,73 Meter. Zum Zeitpunkt des Fotos (Sonntag, 19. November) misst der Pegel 6,96 Meter. © Marc John/Imago
Rhein Hochwasser in Köln beim Pegel von 693 cm aus Sicht des Deutzer Rheinufers auf die Innenstadt von Köln.
Der Wasserpegel des Rheins ist am Sonntag, 19. November so hoch, dass die unteren Stufen des Rheinboulevards in Deutz nicht mehr zu erkennen sind. Die Treppen führen nun in den Rhein. © Marc John/Imago
Rhein Hochwasser in Köln beim Pegel von 693 cm aus Sicht des Deutzer Rheinufers auf die Innenstadt von Köln.
Bereits am Sonntag (19. November), mit 6,96 Metern sind Teile des Rheinboulevards überflutet. Auch die Parkplätze an der Bastei sind überschwemmt. © Marc John/Imago
Aufgrund des Hochwassers sind entlang des Rheins im Bereich Bayenthal die Wege überschwemmt.
Aufgrund des Hochwassers sind am Sonntag (19. November) im Bayenthal die Wege entlang des Rheins überschwemmt. Spaziergänger mussten hier ausweichen. © 24RHEIN
Zahlreiche Wege wurden am Rhein durch das Hochwasser überschwemmt.
Zahlreiche Wege wurden am Rhein durch das Hochwasser überschwemmt. (Bild vom 18. November 2023) © 24RHEIN
Wasser am Rheinufer
Auch an Gehwegen in der Nähe der Mühlheimer Brücke ist das Hochwasser am Sonntag, (19. November) zu spüren.  © 24RHEIN
Hochwasser am Rhein in Köln. Straßen und Gehwege sind überflutet. Ein Schiff auf dem Rhein.
Die erste Hochwassermarke (6,20 Meter) wurde bereits überschritten. Seit Samstag dürfen die Schiffe auf dem Rhein nur noch auf der Flussmitte und mit geringerer Geschwindigkeit fahren. (Foto von Montag, 20. November) © Oliver Berg/dpa

Hochwasser Köln: Erste Hochwassermarke überschritten; Auswirkungen auf Schifffahrt drohen

In Köln warnen Absperrungen am Rhein bereits vor Hochwasser.

In der Millionenstadt Köln beispielsweise lag der Pegel am Montagabend (20. November) gegen 16:30 Uhr bereits bei 7,15 Metern. Zur Einordnung: Bereits ab einer Höhe von 4,50 Metern spricht man in Köln von Hochwasser. Der stark gestiegene Pegel sorgte bereits dafür, dass Parkplätze in Rheinnähe überschwemmt wurden, Campingplätze am Rhein geschlossen werden mussten und eine große Hochwasserschutzzentrale eingerichtet wurde. Für den Schiffsverkehr auf dem Rhein bei Köln gibt es erst ab der Marke von 8,20 Metern gravierende Einschränkungen: Ab dieser Grenze wird die Schifffahrt eingestellt.

Aktueller WertVergleichswert
7,15 Meter (20. November, 17:15 Uhr)5,73 Meter (16. November, 16 Uhr)

Hochwasser Bonn: Erste Zufahrtsstraßen zum Rhein gesperrt – Geh- und Radwege überflutet

Auch in Bonn werden bereits Maßnahmen gegen das zunehmende Hochwasser ergriffen.

Auch in Bonn sind die Folgen des steigenden Rheinpegels bereits deutlich zu spüren. Dort lag der Pegel am Mittag bereits bei 6,75 Metern – Tendenz wie auch in Köln steigend. Der Scheitelpunkt von 6,80 Metern solle aktuellen Voraussagen zufolge allerdings nicht überschritten werden, so die Stadt. Dennoch kommt es bereits zu Einschränkungen: Einzelne Zufahrtsstraßen zum Rhein bei Bonn sind bereits mit Warnbaken gesperrt, „verschiedene Geh- und Radwege direkt an den Rheinufern sind überflutet worden“, erklärt die Stadt Bonn weiter.

Aktueller WertVergleichswert
6,75 Meter (20. November, 17:15 Uhr)6,56 Meter (19. November, 11 Uhr)

Hochwasser Düsseldorf: NRW-Landeshauptstadt trifft erste Maßnahmen – „zum Schutz der Stadt“

Auch in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf droht derzeit Hochwasser.

In der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf verzeichnete der Rheinpegel in den vergangenen Tagen einen starken Anstieg. Lag er vor exakt einer Woche am 13. November gegen 17 Uhr noch bei 3,50 Metern, hat sich der Wert des Rhein bei Düsseldorf am 20. November zur selben Uhrzeit fast verdoppelt und liegt nun bei 6,70 Metern. „Ab einer Pegelhöhe von etwa sechs Metern am Düsseldorfer Pegel werden durch den Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf erste Maßnahmen zum Schutz der Stadt eingeleitet“, so die Stadt. Dazu gehören unter anderem, dass die Auslassschieber der Düssel im Bereich der Altstadt geschlossen werden.

Aktueller WertVergleichswert
6,70 Meter (20. November, 17:15 Uhr)3,50 Meter (13. November, 17 Uhr)

Hochwasser Duisburg: Enormer Pegelanstieg in den vergangenen Tagen – Rekord noch weit weg

In Duisburg lag der Rheinpegel am Montag (20. November) zwischenzeitlich bei 8,13 Metern.

Der Rhein bei Duisburg verzeichnet dieser Tage ebenfalls einen enormen Anstieg. Lag der Pegel am 14. November um 13 Uhr noch bei 5,11 Metern, hat er sich am 20. November zur selben Zeit auf enorme 8,12 Meter erhöht. Bis zum höchsten Schifffahrtswasserstand ist es jedoch noch eine gute Weile hin: Wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtverwaltung des Bundes mitteilt, wurde dieser in Duisburg im Jahr 1950 mit 11,30 Metern erreicht.

Aktueller WertVergleichswert
8,12 Meter (20. November, 13 Uhr)5,11 Meter (14. November, 13 Uhr)

Hochwasser Rheinland-Pfalz: Ab Wochenmitte „deutlich fallende Wasserstände“ vorhergesagt

Auch in Andernach (Rheinland-Pfalz) müssen Spaziergänger auf nasse Füße infolge des Hochwassers achten.

Auch in Rheinland-Pfalz steigt der Rheinpegel rapide. In Andernach beispielsweise wurde am 20. November 2023 um 16:45 Uhr ein Wert von 6,60 Metern gemessen – am 15. November hatte der Pegelstand dort noch bei 4,82 Metern gelegen. Es gibt jedoch laut dem Landesamt für Umwelt in Rheinland-Pfalz Grund zur Hoffnung, dass sich dies in den kommenden Tagen ändert: „Ab Wochenmitte sind deutlich fallende Wasserstände vorhergesagt“, teilt das Landesamt mit.

Aktueller WertVergleichswert
6,60 Meter (Andernach, 20. November, 17 Uhr)4,82 Meter (Andernach, 15. November, 17 Uhr)

(mo)

Rubriklistenbild: © Marc John/Imago

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