VonMick Oberbuschschließen
Wer derzeit in NRW den Rhein entlang spazieren möchte, muss auf nasse Füße aufpassen: In etlichen Städten herrscht derzeit Gefahr durch Hochwasser.
Köln – Spaziergänge entlang des Rheins sind für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen in ihrer Freizeit unverzichtbar – wer dieser Tage jedoch am Fluss vorbeischlendert, muss aufpassen, dass sie oder er keine nassen Füße bekommt. Denn: Der Rhein steigt derzeit teils rapide an, in einigen Städten entlang seines Flusslaufs wird bereits vor Hochwasser gewarnt. Mit unterschiedlichen Auswirkungen für die verschiedenen Städte in NRW.
Rheinpegel steigt: Fotos zeigen das Hochwasser in Köln




Hochwasser Köln: Erste Hochwassermarke überschritten; Auswirkungen auf Schifffahrt drohen
In der Millionenstadt Köln beispielsweise lag der Pegel am Montagabend (20. November) gegen 16:30 Uhr bereits bei 7,15 Metern. Zur Einordnung: Bereits ab einer Höhe von 4,50 Metern spricht man in Köln von Hochwasser. Der stark gestiegene Pegel sorgte bereits dafür, dass Parkplätze in Rheinnähe überschwemmt wurden, Campingplätze am Rhein geschlossen werden mussten und eine große Hochwasserschutzzentrale eingerichtet wurde. Für den Schiffsverkehr auf dem Rhein bei Köln gibt es erst ab der Marke von 8,20 Metern gravierende Einschränkungen: Ab dieser Grenze wird die Schifffahrt eingestellt.
| Aktueller Wert | Vergleichswert |
|---|---|
| 7,15 Meter (20. November, 17:15 Uhr) | 5,73 Meter (16. November, 16 Uhr) |
Hochwasser Bonn: Erste Zufahrtsstraßen zum Rhein gesperrt – Geh- und Radwege überflutet
Auch in Bonn sind die Folgen des steigenden Rheinpegels bereits deutlich zu spüren. Dort lag der Pegel am Mittag bereits bei 6,75 Metern – Tendenz wie auch in Köln steigend. Der Scheitelpunkt von 6,80 Metern solle aktuellen Voraussagen zufolge allerdings nicht überschritten werden, so die Stadt. Dennoch kommt es bereits zu Einschränkungen: Einzelne Zufahrtsstraßen zum Rhein bei Bonn sind bereits mit Warnbaken gesperrt, „verschiedene Geh- und Radwege direkt an den Rheinufern sind überflutet worden“, erklärt die Stadt Bonn weiter.
| Aktueller Wert | Vergleichswert |
|---|---|
| 6,75 Meter (20. November, 17:15 Uhr) | 6,56 Meter (19. November, 11 Uhr) |
Hochwasser Düsseldorf: NRW-Landeshauptstadt trifft erste Maßnahmen – „zum Schutz der Stadt“
In der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf verzeichnete der Rheinpegel in den vergangenen Tagen einen starken Anstieg. Lag er vor exakt einer Woche am 13. November gegen 17 Uhr noch bei 3,50 Metern, hat sich der Wert des Rhein bei Düsseldorf am 20. November zur selben Uhrzeit fast verdoppelt und liegt nun bei 6,70 Metern. „Ab einer Pegelhöhe von etwa sechs Metern am Düsseldorfer Pegel werden durch den Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf erste Maßnahmen zum Schutz der Stadt eingeleitet“, so die Stadt. Dazu gehören unter anderem, dass die Auslassschieber der Düssel im Bereich der Altstadt geschlossen werden.
| Aktueller Wert | Vergleichswert |
|---|---|
| 6,70 Meter (20. November, 17:15 Uhr) | 3,50 Meter (13. November, 17 Uhr) |
Hochwasser Duisburg: Enormer Pegelanstieg in den vergangenen Tagen – Rekord noch weit weg
Der Rhein bei Duisburg verzeichnet dieser Tage ebenfalls einen enormen Anstieg. Lag der Pegel am 14. November um 13 Uhr noch bei 5,11 Metern, hat er sich am 20. November zur selben Zeit auf enorme 8,12 Meter erhöht. Bis zum höchsten Schifffahrtswasserstand ist es jedoch noch eine gute Weile hin: Wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtverwaltung des Bundes mitteilt, wurde dieser in Duisburg im Jahr 1950 mit 11,30 Metern erreicht.
| Aktueller Wert | Vergleichswert |
|---|---|
| 8,12 Meter (20. November, 13 Uhr) | 5,11 Meter (14. November, 13 Uhr) |
Hochwasser Rheinland-Pfalz: Ab Wochenmitte „deutlich fallende Wasserstände“ vorhergesagt
Auch in Rheinland-Pfalz steigt der Rheinpegel rapide. In Andernach beispielsweise wurde am 20. November 2023 um 16:45 Uhr ein Wert von 6,60 Metern gemessen – am 15. November hatte der Pegelstand dort noch bei 4,82 Metern gelegen. Es gibt jedoch laut dem Landesamt für Umwelt in Rheinland-Pfalz Grund zur Hoffnung, dass sich dies in den kommenden Tagen ändert: „Ab Wochenmitte sind deutlich fallende Wasserstände vorhergesagt“, teilt das Landesamt mit.
| Aktueller Wert | Vergleichswert |
|---|---|
| 6,60 Meter (Andernach, 20. November, 17 Uhr) | 4,82 Meter (Andernach, 15. November, 17 Uhr) |
(mo)
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