VonMick Oberbuschschließen
Die Brauerei Hellers in Köln stellt nach dem Sommer 2024 die Produktion ihrer Bier-Sorten ein. Auch Kölsch wurde seit 33 Jahren in der Roonstraße gebraut.
Köln – Auf dem Kölsch-Markt herrscht derzeit und bereits seit Monaten eine Menge Bewegung – sei es der Markteintritt der neuen Kölsch-Sorte Rut-Wieß Kölsch oder die Ankündigung, dass künftig kein Böll Bier mehr in Kölner Kneipen ausgeschenkt wird. Nun hat sich auch die Kölner Brauerei Hellers mit Neuigkeiten an ihre Followerschaft gewandt – gute Nachrichten hat Chefin Anna Heller allerdings nicht im Gepäck. „Ich muss mich heute mit der traurigen Nachricht an euch wenden, dass wir nach 33 Jahren die Produktion unserer Hellers-Biere in der Roonstraße einstellen müssen“, erklärt sie in einem Video auf Social Media.
| Hellers Brauhaus | Roonstraße 33, 50674 Köln |
| Hellers Volksgarten | Volksgartenstraße 27, 50677 Köln |
Hellers-Chefin verkündet Brauerei-Aus – „haben viel hin und her gerechnet“
Damit wird in der Straße unweit der stets belebten Zülpicher Straße im Stadtbezirk Köln-Innenstadt künftig weder Kölsch, noch Wiess, Pils, Weizen oder Ähnliches produziert. Zu den Gründen erklärt die Hellers-Chefin: „Wir haben viel hin und her gerechnet, aber die gestiegenen Rohstoffpreise und der wahnsinnig hohe Investitionsstau lassen uns keine andere Möglichkeit, als die Produktion einzustellen“, sagt Heller, mit der ein oder anderen Träne im Auge. „Es ist einfach nicht mehr wirtschaftlich für uns, auch wenn wir bis zu Schluss die Hoffnung hatten, es schaffen zu können.“
Trotz Aus für Hellers-Biere: Brauhaus und Volksgarten in Köln weiterhin geöffnet
Brauerei Heller braut Bio-Biere seit 1991
► In der Brauerei Heller wurden seit 1991 Biere in Bio-Qualität gebraut, alle Biere der Brauerei Heller tragen das Bio-Siegel (DE-ÖKO-013).
► „Alles begann mit dem naturtrüben Wiess, welches als das Ur-Bier der Stadt Köln gilt. Natürlich ist das Kölsch mittlerweile nicht mehr aus dem Portfolio der Brauerei wegzudenken. Ergänzt wird das Sortiment durch diverse andere Sorten“, erklärt die Brauerei selbst.
► Noch bis Ende des Sommers, wenn die Brauerei schließt, gibt es die Biersorten Kölsch, Wiess, Pils naturtrüb, Leicht und saisonal Weizen sowie Bock.
Quelle: www.hellers.koeln
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wolle man helfen, neue Jobs zu finden – „da mache ich mir aber keine Gedanken, weil wir die coolsten und besten überhaupt haben“, sagt Heller. Eine winzige, gute Nachricht gibt es dennoch: Das Hellers Brauhaus sowie der Volksgarten werden auch künftig geöffnet bleiben. Nur eben ohne die Hellers-Biere, die zum Ende des kommenden Sommers letztmalig gezapft werden sollen. „Wir haben die Hoffnung, dass ihr bis dahin alle nochmal vorbeikommt und uns leertrinkt“, so Heller. „Wir sind traurig, ihr wahrscheinlich auch. Danke für 33 Jahre – und auf ein Neues, was auch immer da jetzt kommt.“ (mo)
Rubriklistenbild: © C. Hardt/Panama Pictures/Imago & Hellers Köln/Facebook

