Sonnenstrom vom Silbersee

Schwimmendes Solarkraftwerk in Haltern ist das größte Deutschlands

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Der größte schwimmende Solarpark in Deutschland treibt auf einem NRW-See. Auf einer Fläche so groß wie mehrere Fußballfelder wird grüner Strom produziert.

Haltern – Wer am Silbersee in Haltern (NRW) spazieren geht, dem fällt beim Blick auf das Wasser etwas auf: Auf dem Silbersee III treibt etwas. Kein Schwimmer, kein Schiff, sondern ein ganzer Solarpark. Allerdings nicht irgendeiner: Die Photovoltaik-Anlage ist die größte Schwimmende ihrer Art in ganz Deutschland.

Größter schwimmender Solarpark Deutschlands in NRW: Extra Wellenbrecher nötig

Rund 5800 Solarmodule erzeugen auf dem Baggersee eine Leistung von 3,1 Megawatt. Die Quarzwerke GmbH betreibt die Anlage und nutzt den Strom werktags selbst; am Wochenende wird er in das öffentliche Netz eingespeist. Bei den Modulen handele es sich nach Angaben des Unternehmens um hocheffiziente und lichtdurchlässige Komponenten aus Glas.

Das größte schwimmende Solarkraftwerk Deutschlands ist seit mehr als einem Jahr in Haltern in Betrieb.

Die Technik soll eine besonders gute Stromausbeute liefern, dabei aber relativ wenig Schatten im See werfen. Das ist wichtig für die Ökologie. Ein 300 Meter langer Wellenbrecher schützt die Anlage zudem vor Stürmen und Wellen.

Größter schwimmender Solarpark Deutschlands in NRW: Stromproduktion auf 1,8 Hektar

Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Eigentümer des Sees hat für das Projekt 1,8 Hektar Wasserfläche zur Verfügung gestellt, was etwa der Größe von zwei Fußballfeldern entspricht. Damit die Anlage zuverlässig über Wasser bleibt, werden 2.230 Schwimmkörper verwendet, so das Unternehmen. Diese seien mit insgesamt 24 Spezialankern in Tiefen von 13,5 bis 23 Metern verankert, um sicherzustellen, dass die Anlage exakt an dem dafür vorgesehenen Ort schwimmt.

Die PV-Anlage auf dem Silbersee III in Haltern ist gut zwei Fußballfelder groß. Sie nimmt rund 2,3 Prozent der Oberfläche des Sees ein.

Größter schwimmender Solarpark Deutschlands in NRW: 1100 Tonnen CO2 eingespart

Mit einer Nennleistung von etwa 3,1 Megawatt-Peak produziert die schwimmende Photovoltaik-Anlage dem Unternehmen zufolge jährlich etwa 3 Millionen Kilowattstunden Strom. Dadurch könnten die Quarzwerke jedes Jahr rund 1100 Tonnen CO2 einsparen.

Rund 5800 Solarmodule erzeugen eine Leistung von 3,1 Megawatt. Die Quarzwerke GmbH nutzt den Strom werktags selbst, am Wochenende fließt er in das öffentliche Netz.

Solaranlagen werden nicht nur immer beliebter, sondern bei Neubauten zur Pflicht. NRW plant eine umfassende Solarpflicht für Gebäude. Was das Gesetz für Hausbesitzer und Hausbauer bedeutet.

Im Tagebau Hambach will RWE einen gigantischen See erschaffen. Der wird Naherholungsgebiet und Stromlieferant in einem. Doch es gibt auch massive Kritik am Projekt, berichtet 24RHEIN.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jochen Tack

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