Sommerflair am Bauzaun: „Anker und Herz“ öffnet bald
VonMarkus Hanneken
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Die Bauarbeiten in der Hafenstraße in Hamm sollen der Eröffnung des Beachclubs „Anker und Herz“ nichts anhaben. Die Vorbereitungen laufen, die Vorfreude wächst.
Hamm - Obwohl große Teile der Hafenstraße zwischen dem Kreisverkehr und der Bahnbrücke weiterhin von Bauarbeiten begrenzt werden, soll in Hamm in Kürze der Beachclub „Anker und Herz“ eröffnen. Der Interessenkonflikt zwischen dem Gastronomen Karsten Plaß, der Termindruck verspürt, und den Stadtwerken, die dort Fernwärmerohre verlegen, ist beigelegt. „Mir wurde von der Unternehmensleitung zugesichert, dass unser Gelände ab 1. Juni öffentlich zugängig sein wird“, sagte Plaß am Dienstag. Er will sich aber vor allem wegen der Terminkollision mit dem Champions-League-Finale einige Tage mehr Vorbereitung gönnen. Aktueller Eröffnungstermin ist jetzt der 7. Juni.
Weil der betreffende Stadtwerke-Bauabschnitt „so gut wie fertig“ ist, kann das Plaß-Team seit Dienstag klar Schiff machen. Die große graue Bier-Turbine – „das schwierigste Teil“ – stehe bereits am Platz. Der funktionslose gelbe US-Schulbus wird noch ziellos von A nach B geschoben. „Wir brauchen ja den kompletten Platz für die Malle-Partys“, die voraussichtlich ausverkauft sein werden. Außerdem müssen ja noch die eigenen Versorgungsleitungen verlegt werden.
Beachclub „Anker und Herz“: improvisieren am Provisorium
Dass der Straßenrandstreifen während der Sommermonate wohl nicht nutzbar sein werde, ist sicher das größte Problem. Denn direkt an der Hafenstraße wird wie üblich der Eingang zur Beachbar sein. Eigentlich würde man ihn gern auf die Wasserseite verlegen, doch das erlaube das dort verantwortliche Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) nicht, so Plaß. So müsse man diesmal eben noch stärker als üblich „am Provisorium improvisieren“. Das gilt auch für die unverzichtbaren Parkplätze, auch wenn viele Besucher mit dem Rad oder Bus kommen. So werde man in der verbliebenen Zeit neue Flächen einrichten und ausweisen, „was natürlich auch im Interesse der umliegenden Firmen ist“.
Als „Katastrophe“ bezeichnet der Pirates-Wirt darüber hinaus die Personalsituation. Neben seinen drei Festangestellten habe er rund 50 Leute im Verteiler, die aber oft nur kurzfristig und in verschieden großer Zahl tatsächlich verfügbar seien. Bei einer witterungsabhängigen Location ein tägliches Hoffen und Bangen. Vor allem wenn man weiß, dass der Bedarf an bestimmten (Party-) Tagen bei insgesamt über 100 liege.
Im März erstand Karsten Plaß ein historisches Haus. Darin befindet sich die Kneipe „Pirates“, ein Eckpfeiler der Südstraße. Plaß‘ Plan soll die Meile verändern.