VonMarkus Hannekenschließen
Karsten Plaß hat ein historisches Haus erstanden. Darin befindet sich die Kneipe „Pirates“, ein Eckpfeiler der Südstraße. Plaß‘ Plan soll die Meile verändern.
Hamm – Karsten Plaß hat ein etwa 300 Jahre altes Haus gekauft. Warum das eine Meldung wert ist? Weil es zur Südstraße gehört und darin die kultige Kneipe „Pirates“ untergebracht ist. Und weil es vor allem der erste belastbare Planungsschritt ist hin zu dem seit zehn Jahren geplanten Neubau auf der Meile in Hamm.
Sie erinnern sich? Im April 2014 sah dieser Freizeit- und Partyneubau in der Planung noch wie ein riesiges Piratenschiff aus, kurz vor und während Corona immerhin noch wie ein mehrteiliger, aber nach außen eher klassischer Komplex aus Kneipe, Terrassen-Biergarten und Veranstaltungssaal. Alles hätte der Meile sicher gut zu Gesicht gestanden.
Dazwischen und danach bestimmte ein Füllhorn an vor allem unerwarteten Problemen die Diskussion. Während deutlich sechsstellige Eurobeträge für Entwürfe regelrecht pulverisierten. Doch Plaß, der zwischenzeitlich an der Hafenstraße den Beachclub „Anker & Herz“ erfolgreich etablierte, wollte nicht aufgeben.
„Historischer Moment für das Pirates und für die Meile“
Am Mittwochmorgen unterzeichnete der umtriebige Gastwirt in Hamm den Kaufvertrag für eben jenes Grundstück samt denkmalgeschütztem Gebäude, das als „Pirates“ bekannt und beliebt ist. „Dies dürfte heute morgen wohl ein historischer Moment für das ‘Pirates’ und für die Meile und für das nächtliche Gastronomieangebot in Hamm gewesen sein“, postete Plaß kurz darauf bei Facebook. Der „Grundstein für Weiteres“ sei gelegt.
Dieses „Weitere“ entspreche allerdings „vielleicht noch zehn Prozent“ des Stands vor Corona, sagt Karsten Plaß. Zuviel habe sich in den vier Jahren verändert, aktuell gehöre dazu auch die schwierige Zinslage. Außerdem will er nach wie vor den Platz links neben dem „Pirates“ und einen Teil des Parkraums dahinter kaufen. Dafür stünden nun Verhandlungen mit der Stadt an – sicherlich auch unter Berücksichtigung der noch ungeklärten Zukunft des Krankenhauses. Es gehe um vernünftige Schnittmengen, „was wer kann und will“, meint Plaß. Immerhin wolle die Stadt ja auch, „dass hier etwas Positives passiert“.
Wann das spruchreif werden könnte? Es gebe „noch paar Termine im April, dann schauen wir weiter“.
Gegenüber des „Pirates“ tut sich schon jetzt einiges: Unlängst eröffnete der Nachfolger des Cheyenne, schon bald folgt der „Meilenstein“ aufs „Havanna“.
