Kühlturm in Voerde

Fotos der Mega-Sprengung – hier fliegt ein Kühlturm in die Luft

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Am 3. Dezember wurde um 11 Uhr der Kühlturm des Steinkohlekraftwerks Voerde gesprengt. Es kam zu einem lauten Knall, dann sackte der Turm zusammen.

  • Am heutigen Sonntag (3. Dezember) ist in Voerde (Kreis Wesel in NRW) ein 165 Meter hoher Kühlturm gesprengt worden.
  • Die Sprengung lief reibungslos ab; es gab einen extrem lauten Knall.
  • Seit sechs Jahren war das Steinkohlekraftwerk in Voerde, zu dem der Kühlturm gehörte, bereits stillgelegt.

Update vom 3. Dezember, 14:03 Uhr: Bei der Kühlturm-Sprengung in Voerde am Vormittag kam auch eine Drohne zum Einsatz, die teils spektakuläre Fotos von der Sprengung festhielt. Inzwischen ist das Gebiet um das ehemalige Steinkohlekraftwerk in Voerde übrigens wieder verlassen – im Gegensatz zu dem enormen Menschenauflauf zur Sprengung.

Kühlturm-Sprengung in Voerde: Das Spektakel in Bildern

Sprengun Kühlturm Part eins
Pünktlich um 11 Uhr wurde am 3. Dezember die Sprengung des Kühlturms gestartet. © Funke Foto Services/Imago
Kühlturm Sprengung Part zwei
Innerhalb von Sekundenschnelle sackte der Kühlturm zusammen. © Funke Foto Services/Imago
Sprengung Kühlturm Part zwei
Der Kühlturm thronte lange Zeit über dem Kohlekraftwerk in Voerde. © Funke Foto Services/Imago
Sprengung Kühlturm Part vier
Schon wenige Sekunden nach 11 Uhr war der Kühlturm dem Erdboden gleichgemacht. © Funke Foto Services/Imago
Sprengung Kühlturm Menschen
Die Sprengung des Turms zog in der Umgebung etliche Zuschauende an. © Funke Foto Services/Imago
Kühlturm des Kohle-Kraftwerks in Voerde gesprengt
Die Sprengung des Kühlturms ließen sich die Menschen in Voerde nicht entgehen. © Thomas Banneyer/dpa

Kühlturm in altem Kraftwerk in NRW gesprengt – nur noch Staub übrig

Update vom 3. Dezember, 11:02 Uhr: Die Sprengung ist vollbracht und erfolgreich über die Bühne gegangen: Dort, wo vor wenigen Minuten noch der Kühlturm stand, ist nun nur noch Staub zu sehen. Etwa sechs oder sieben Sekunden hat die Sprengung letztlich gedauert. „Sehr langsam ist er runtergegangen, aber sehr schön“, sagt eine Beobachterin, ein anderer: „Das ist schon besonders, sich so etwas hier am 1. Advent anschauen zu dürfen. Und jetzt fahren wir mit dem Fahrrad wieder schön nach Hause“, erklärt er.

Die Sprengung des Kühlturms ließen sich die Menschen in Voerde nicht entgehen.

Mega-Sprengung in NRW jetzt live im TV – es wird laut

Update vom 3. Dezember, 10:58 Uhr: In sicherer Entfernung zum Kühlturm haben sich etliche Menschen aus Voerde und Umgebung versammelt, um sich die Sprengung live anzusehen. Mit dabei sind neben Kameras und Winterjacken auch Heißgetränke, damit es sich bei Temperaturen um den Nullpunkt aushalten lässt.

Mega-Sprengung in NRW jetzt live im TV – WDR überträgt

Update vom 3. Dezember, 10:48 Uhr: Nur noch etwas mehr als zehn Minuten bis zur Sprengung des Kühlturms in Voerde; um 11 Uhr soll es losgehen. Der WDR ist bereits mit einer Lokalzeit-Sondersendung on air und will von der Sprengung unter anderem Bilder mit einer Drohne zeigen.

Mega-Sprengung in NRW heute live im TV – ab 11 Uhr

Erstmeldung vom 30. November, 21:49 Uhr: Voerde – Derzeit ragt er noch über Voerde am Niederrhein in NRW (Kreis Wesel), nordwestlich des Ruhrgebiets gelegen: Der 165 Meter hohe Kühlturm der Stadt. Am Sonntag jedoch wird er dies um 11 Uhr zum letzten Mal tun, denn er wird gesprengt. Und das kann man live im TV verfolgen: Der WDR übertragt die Sprengung am Sonntag, 3. Dezember, live ab 11 Uhr; bereits ab 10:43 Uhr ist die WDR Lokalzeit mit einer Sonderausgabe im TV dabei.

Kühlturm wird live im TV gesprengt – er war Teil des Steinkohlekraftwerks Voerde

  • Warum gab es den Turm? Der Turm war Teil des Steinkohlekraftwerks in Voerde und wurde sozusagen als Schornstein genutzt.
  • Welche Aufgabe hatte er? Als Teil des Steinkohlekraftwerks war er mit dafür verantwortlich, Haushalte und Industriebetriebe in der Region mit Strom zu versorgen.
  • Warum wird er gesprengt? Das Kraftwerk für Steinkohle wurde 2017 stillgelegt und wird seit 2020 abgerissen. Nun ist der markanteste Teil des Geländes dran.

Der 165 Meter hohe Kühlturm mit seiner kilometerweit sichtbaren Wasserdampfwolke wurde zur Landmarke in der Region. 1970 und 1971 ging er als Bestandteil des Steinkohlekraftwerks in Voerde in Betrieb. Das Kraftwerk mit gehörte zu den größten und leistungsstärksten des Betreibers Steag und versorgte die Region, also sowohl Haushalte als auch Industriebetriebe mit Strom. Doch seit das Kraftwerk 2017 stillgelegt wurde, hat der Turm seine Notwendigkeit verloren – und wird deshalb nun gesprengt, erklärt auch wa.de.

Der Kühlturm (breiter Turm hinten rechts) wird am 3. Dezember 2023 gesprengt.

Kühlturm im Steinkohlekraftwerk Voerde wird gesprengt – Abriss läuft seit 2020

Voerde
BundeslandNordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk/KreisDüsseldorf/Wesel
Einwohnerca. 36.000 Einwohnende
Stadtteile 11

Der Abriss läuft bereits seit 2020, nun ist also der markanteste Teil der Anlage dran. Damit verabschiedet man sich auch in Voerde von Steinkohle – und wird künftig auf andere Energiequellen setzen. Das geschieht übrigens auch an anderen Orten in NRW: Am Tagebau Hambach soll ein riesiger See entstehen – indem man nach Fertigstellung auch schwimmen kann. (ots/mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Funke Foto Services/Imago

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