Immobilie

Stadt Warstein plant Abriss von Brandimmobilie an Hauptstraße

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Das „alte Kino“ an der nördlichen Hauptstraße soll nach dem Brand abgerissen werden.
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Ende August 2022 brannte es in dem „alten Kino“, 2023 verkündete die Stadt, das Gebäude gekauft zu haben. Nun gibt es weitere Neuigkeiten zum geplanten Abriss.

Warstein - Wenige Tage vor Heiligabend 2023 konnte die Stadt Warstein eine Nachricht verkünden, die für einige wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk klang. Die Stadt hatte die Brandimmobilie an der nördlichen Hauptstraße, bekannt als „ehemaliges Rustica“ oder „altes Kino“, gekauft. Mit dem Hintergrund, auch diesen Hauptstraßenbereich nach dem Erfolg im Süden weiter attraktivieren zu wollen, indem sich die Abrissbagger der Brandimmobilie auf kurz oder lang annehmen.

Stadt Warstein plant Abriss von Brandimmobilie an Hauptstraße

Ende August 2022 hatte es in dem Gebäude an der Hauptstraße gebrannt, die komplette Feuerwehr der Stadt Warstein war damals fast 24 Stunden im Einsatz. Bewohnt war das Gebäude zu dem Zeitpunkt nicht, einige Jahre zuvor war im Erdgeschoss noch ein kleiner Asia-Imbiss zuhause. Das Feuer hatte damals vermutlich schon einige Zeit vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelodert, zog sich durch die Wände und Decken des einsturzgefährdeten Gebäudes, was die Löscharbeiten so schwierig gestaltete. Und eine Zukunft unwahrscheinlich. Wie sich später herausstellte, ging auch dieses Feuer auf die Kappe des später verhafteten Warsteiner Brandstifters. Es war Teil der Feuerteufel-Serie.

Doch seit der frohen vorweihnachtlichen Botschaft des Immobilienkaufes ist es ruhig um das Gebäude geworden. Nach wie vor sind einige Fenster und Eingänge mit Sperrholzplatten geschlossen, andere Fenster stehen offen, das Gebäude und Umfeld ist immer noch von dem Feuer gezeichnet. Seit wenigen Tagen gibt es aber Neuigkeiten. Denn der Städtebauförderantrag der Stadt Warstein wurde am 30. September durch die Bezirksregierung Arnsberg bewilligt.

Förderantrag bewilligt

Grünes Licht unter anderem für die Sanierung der nördlichen Hauptstraße und eben auch den Abriss der Brandimmobilie. „Es geht jetzt in die Ausschreibung, wir sind dabei, sie vorzubereiten“, schilderte Martin Kramme, Sachgebietsleiter Stadtentwicklung im Rathaus, auf Anfrage. Das, genauso wie der spätere Abriss, erfolge in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit weiteren Sachgebieten beziehungsweise Fachbereichen: „Das passiert natürlich nicht mal eben.“

Das macht ja auch gerade aufgrund der Verkehrsbelastung Sinn. In diesem Jahr wird dort nichts mehr passieren.

Martin Kramme Sachgebietsleiter Stadtentwicklung

Geplant sei, dass die Brandimmobilie im Zuge der Hauptstraßensanierung abgerissen werde, die in 2025 beginnt: „Das macht ja auch gerade aufgrund der Verkehrsbelastung Sinn. In diesem Jahr wird dort nichts mehr passieren.“ Es seien viele Faktoren, die aufeinander abgestimmt werden müssen, schildert Kramme. Nach dem Abriss soll dort dann keine neue Wohnfläche, sondern ein so genanntens Quartiersparken entstehen. Wie Sabine Leitner, Fachbereichsleiterin Bauen und Wohnen, im Rahmen des Immobilienkaufes in einer Pressemitteilung erklärte, könne so „ein zusätzlicher Baustein des innerstädtischen integrierten Entwicklungskonzepts umgesetzt und ein großer Schritt in Richtung verbesserter Attraktivität der nördlichen Hauptstraße“ gemacht werden. 14 Parkplätze und eine Grünanlage sollen dann dort entstehen, wo jetzt die Brandimmobilie steht. Noch steht.

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