Bauprojekt

Start für Westentor-Umbau rückt näher: Busse müssen weichen

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Stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt: Die geplanten Bauarbeiten am Westentor haben Auswirkungen auf den Busverkehr.
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Das Westentor ist Nadelöhr für den Busverkehr – und soll deutlich attraktiver werden. Nun zeichnet sich ab, was bei der Neugestaltung auf Anwohner und Fahrgäste zukommt.

Hamm – Das Westentor, ein besonders stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt in der Stadt Hamm, soll in Kürze neu gestaltet werden. Über den Stand der Planungen, einschließlich der Auswirkungen auf den ÖPNV, informiert jetzt Stadtbaurat Andreas Mentz. Es soll, wie er auf Anfrage unserer Zeitung sagte, ein „funktionaler, offener und attraktiver Stadtraum entstehen, der auch den Belangen des Klimawandels durch hohe ökologische Standards gerecht wird“.

Baustart voraussichtlich im September

Das alles war jedoch nicht einfach. Denn: Planung und Umsetzung der Neugestaltung an dieser zentralen Stelle erforderten umfangreiche Abstimmungen der verschiedenen Projektpartner, insbesondere mit den Stadtwerken Hamm. Wie Mentz sagte, müsse zum Beispiel die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Bus, aber auch mit dem Fahrrad und zu Fuß gesichert sein. Immerhin: Der Baustart ist inzwischen in Sicht.

So soll das Westentor demnächst aussehen.

Die Ausschreibung der Bauarbeiten am Westentor läuft dem Ende entgegen. Noch bis Mitte Juli können Unternehmen ihre Angebote einreichen. „Der Baubeginn wird in Abhängigkeit vom Erfolg der Ausschreibung nach den Sommerferien 2024 – voraussichtlich im September – erfolgen“, so Peter Gawin, Leiter des Tiefbauamtes, am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss, wo die Neugestaltung ebenfalls Thema war. Insgesamt gehe man von etwa einem Jahr Bauzeit aus.

Intensive Begleitung der Anrainer

Mehr Informationen gab es im Ausschuss aber nicht. Auch von den Ausschussmitgliedern kamen keine Fragen. Klar ist aber, dass eine umfangreiche Baumaßnahme an einem zentralen Ort zu Einschränkungen führen wird. Daher soll die Maßnahme mit einer intensiven Begleitung der Anrainer und der Bürger verbunden werden.

Sobald der Auftrag vergeben ist und ein verbindlicher Baubeginn feststeht, werden die Anrainer erneut in einem gemeinsamen Abstimmungs- und Infotermin detailliert informiert. Dann können zum Beispiel Fragen zur Durchgängigkeit oder zu den Auswirkungen auf die Geschäfte beantwortet werden. Ergänzend dazu werden am Westentor die Bürger sowie Anrainer durch ein erweitertes Baustellenmarketing zukünftig aktuell informiert.

Umleitungen und Ausfälle

Auf den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) wirkt sich die Maßnahme nach Angaben der Stadtwerke wie folgt aus: Die Busse, die aus Richtung Osten/Süden kommen, werden ab Antonistraße über die Oststraße und den Nordenwall weiter über den Westenwall in Richtung Hauptbahnhof fahren. Die Linienbusse 7/9/27 werden ab der Weststraße ebenfalls den Hauptbahnhof Hamm anfahren, Busse auf dem Linienweg über die Brüderstraße entfallen. In Richtung Osten/Süden werden die Busse über die Neue Bahnhofstraße und den Südring geführt. Während der laufenden Baumaßnahme erfolgt die Linienführung ersatzweise über die Friedrichstraße.

Besonders im Auge hat die Stadt auch mögliche archäologische Funde, zumal das Westentor in der Geschichte Hamms eine „bedeutende Rolle spielt“. Daher werden die Bauarbeiten durch eine archäologische Baubegleitung flankiert. Die Ausschreibung für die archäologische Baubegleitung ist zwischenzeitlich aber erfolgt, so dass auch diese Leistung kurzfristig vergeben werden und beginnen kann.

Nach den ursprünglichen Planungen sollte der Umbau des Westentors schon Anfang 2024 beginnen.

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