VonMirjam Ratmannschließen
Heute wird bei der STOAG in Oberhausen gestreikt. Welche Linien davon betroffen sind und welche Linien dennoch fahren.
Oberhausen – Erst streikte die Rheinbahn in Düsseldorf, nun trifft es neben der KVB in Köln am heutigen Dienstag, 14. Februar, auch die Stadtwerke Oberhausen (Stoag). Die Ruhrbahn in Essen und Mülheim wird ebenfalls bestreikt. Zusätzlich bleiben die Vestische Straßenbahnen im Kreis Recklinghausen, sowie die Busse und Bahnen der Bogestra in Bochum, Gelsenkirchen und Witten heute stehen.
„Der Streik beginnt am 14. Februar um 3:00 Uhr und endet nach 24 Stunden am Mittwoch, 15. Februar, um 3 Uhr morgens“, kündigten die Stadtwerke in einer Mitteilung an. „Es entfallen alle Fahrten der STOAG, Ruhrbahn Mülheim, Ruhrbahn Essen und der Vestischen“, heißt es weiter. Auch die Einsatzwagen im Schulverkehr fallen ersatzlos aus. Zum Betriebsbeginn am 15. Februar sollen wieder alle Busse und Bahnen regulär fahren.
STOAG-Streik am Dienstag: Die wichtigsten Fakten im Überblick
Der Streik beginnt am 14. Februar um 3 Uhr und endet am 15. Februar um 3 Uhr.
Alle Bahnen fallen aus, einschließlich der des Schulverkehrs.
Die drei STOAG-Kundencenter bleiben während des Streiks geschlossen.
Auch die Busse und Bahnen von Bogestra und Vestische bleiben vom 14. bis 15. Februar stehen.
Stoag-Streik: Was am Dienstag in Oberhausen fährt
Wie die STOAG mitteilte, werde man am Dienstag einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einrichten:
- Diese sollen auf der Linie 112 von der Haltestelle Landwehr an der Stadtgrenze zu Mülheim bis zum Sterkrader Bahnhof fahren. „Die Ersatzbusse verkehren im gleichen Takt wie sonst die Straßenbahn, auch der NE wird durch Busse ersetzt“, so eine Sprecherin der Stoag auf Nachfrage von wa.de. Ansonsten würden jedoch keine anderen Busse oder Bahnen von Subunternehmen eingesetzt werden.
- Der Revierflitzer, der normalerweise erst ab 21 Uhr zu buchen ist, fährt am Dienstag bereits ab 19 Uhr. Die Elektro-Autos „London-Taxi-Design“ können bis zu vier Personen befördern – ob sie das gleiche Ziel haben oder nicht.
- Außerdem werden die Linien 905, 906, 907, 908, 935 (teilweise), 939 und 995 der Duisburger Verkehrsgesellschaft aus Duisburg/BVR im Oberhauser Stadtgebiet fahren. Auch die NIAG verkehrt weiterhin mit den Linien 918 und 26. „Die Fahrzeiten sind der elektronischen Fahrplanauskunft zu entnehmen“, heißt es vonseiten der Stoag.
Stoag-Streik am Dienstag in Oberhausen: Fast ganzes Rhein-Ruhr-Gebiet betroffen
Die Warnstreiks im öffentlichen Personen-Nah-Verkehr hatten sich schon seit Wochen angekündigt, nun wird am Dienstag großräumig im Rhein-Ruhr-Gebiet und in ganz NRW gestreikt: Neben der Stoag streiken auch die Ruhrbahn in Essen und Mülheim, die KVB in Köln und die SWB sowie die RSVG in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. Laut Verdi werden sich sowohl die Streikenden der Stoag als auch die der Ruhrbahn am 14. Februar ab 07:45 Uhr am Betriebsgelände der Stoag in Oberhausen beziehungsweise der Ruhrbahn in Essen und Mülheim zu einer Streikversammlung treffen.
Streik bei der Stoag: Das gilt es zu wissen
- Am 14. Februar gibt es einen ganztägigen Streik bei der STOAG
- Der Streik beginnt um 3 Uhr. Ab da fallen für 24 Stunden alle Busse und Bahnen aus
- Ein Schienenersatzverkehr wird auf der Linie 112 von der Haltestelle Landwehr bis zum Sterkrader Bf. fahren
- Der Revierflitzer fährt am 14. Februar bereits am 19 Uhr
- Die Linien 905, 906, 907, 908, 935 (teilweise), 939 und 995 der Duisburger Verkehrsgesellschaft/BVR fahren. Auch die NIAG verkehrt weiterhin mit den Linien 918 und 26
Wie komme ich beim Streik zur Arbeit?
Aktuell werden nur die lokalen öffentlichen Verkehrsmittel bestreikt. Bedeutet: Die S-Bahnen und Regionalbahnen der Deutschen Bahn fahren weiterhin. Innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, VRR, können Kundinnen und Kunden, demnach auf Regionalexpress, Regionalbahn oder S-Bahn umsteigen, um zu Arbeit oder zur Schule zu kommen.
Einen Anspruch darauf, sein Geld zurückzuerhalten, wenn eine Bahn oder ein Bus am morgigen Dienstag ausfällt, hat man nicht. Denn bei einem Streik gilt auch die Mobilitätsgarantie nicht. Das bedeutet, dass die Stoag beim Ausfall einer Bahn kein Taxi zahlt.
Stoag-Streik: Das sind die Hintergründe
Eine größere Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr hatte sich in den vergangenen Wochen verstärkt angedeutet: Verdi fordert für die 2,5 Millionen Beschäftigen im öffentlichen Dienst eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro mehr. Der Beamtenbund dbb schließt sich dieser Forderung an. Die Kommunen haben diese Forderungen immer wieder als überzogen zurückgewiesen.
Daher kam es bereits am 10. Februar zu einer ersten Streikwelle, die unter anderem auch die Rheinbahn in Düsseldorf mit einschloss. Doch auch in anderen öffentlichen Betrieben wie zum Beispiel bei städtischen Kitas, in Bürgerbüros, bei der Kfz-Zulassungsstelle, Müllabfuhren und bei Bädern kam es bereits zu Einschränkungen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.
