Konzept geplant

Neue Pläne für Weiberfastnacht – gegen das Chaos auf der Zülpicher Straße

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In Köln könnte es an Weiberfastnacht 2024 eine Veranstaltung im unmittelbaren Umfeld der Zülpicher Straße geben – um den Jecken-Strom zu entzerren.

Köln – Die Bilder vom Sessionsauftakt am 11.11. in Köln machten einmal mehr deutlich, dass es im Kölner Karneval so wie bisher nicht weitergehen kann. Bereits in den frühen Morgenstunden war die beliebte Zülpicher Straße komplett überfüllt, der Grüngürtel wurde durch weiterziehende Jecke in Mitleidenschaft gezogen – und die Aufräumarbeiten beschäftigten die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) noch tagelang. An Weiberfastnacht 2024 könnte es jedoch eine Veränderung geben: Derzeit wird eine Alternativ-Veranstaltung für die feiernde Masse im Umfeld der Zülpicher Straße diskutiert.

Weiberfastnacht 2024 in Köln
Datum:8. Februar 2024 (Donnerstag)

Alternativ-Veranstaltung für den Karneval in Köln geplant – Stadt und Karnevalisten arbeiten zusammen

„Im Rahmen einer Dringlichkeitsentscheidung hat die Oberbürgermeisterin zusammen mit einem Ratsmitglied entschieden, weiter mit der Karnevalsgesellschaft „Die Grosse von 1823“ an der Umsetzung einer Veranstaltung in unmittelbarer Nähe zum Zülpicher Viertel an Weiberfastnacht zu arbeiten. Hierzu wurden Mittel in Höhe von 320.000 Euro bewilligt. Die Förderung der geplanten dezentralen Veranstaltung erfolgt nach der Allgemeinen Fördermittelrichtlinie der Stadt Köln“, teilt die Stadt mit. Doch wie soll diese Veranstaltung konkret aussehen?

Pläne für Alternativ-Veranstaltung an Karneval – neues Konzept für die Schaafenstraße?

In unmittelbarer Nähe zur Zülpicher Straße könnte es an Weiberfastnacht 2024 eine Alternativ-Veranstaltung geben (Symbolbild).

„Die Karnevalsgesellschaft „Die Grosse von 1823“ plant ganz konkret eine für jeden frei zugängliche, und damit kostenfreie und offene Fläche auf dem Hohenstaufenring zwischen der Schaafenstraße und der Schaevenstraße. Vor dem Hintergrund der wenigen verbleibenden Wochen wurde vereinbart, dass das programmatische Konzept sehr kurzfristig entwickelt wird. Außerdem sollen angrenzende Feierbereiche, wie beispielsweise die Schaafenstraße möglichst nicht beeinträchtigt werden“, heißt es weiter. In der Vergangenheit war gar eine Karnevals-Bühne auf der Schaafenstraße ins Gespräch gebracht worden.

„Umfassendes Sicherheitskonzept“ für Alternativ-Veranstaltung an Karneval notwendig

Fotos vom 11.11. in Köln: So voll war es an der Zülpicher Straße

Jecken drängen sich auf der Zülpicher Straße am Nachmittag des 11.11.
Auch am Nachmittag drängen sich Jecken auf der Zülpicher Straße dicht an dicht. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Unzählige Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Dicht gedrängt, größtenteils verkleidet – so feiern Tausende den 11.11. auf der Zülpicher Straße in Köln. © Thomas Banneyer/dpa
Unzählige junge Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Gerade am Zülpicher Platz und der Zülpicher Straße stehen tausende Menschen sehr eng gedrängt. © Thomas Banneyer/dpa
Verkleidete auf Absperrungen auf der Zülpicher Straße
Ein König und ein Batman machten es sich auf Absperrungen auf der Zülpicher Straße bequem.  © Christoph Reichwein/dpa
Jecken sammeln sich in einer Bahnunterführung im Zülpicher Viertel
Auch in Bahnunterführungen herrscht dichtes Gedränge. © 24RHEIN
Jecken auf der Zülpicher Straße laufen durch Müll
Auf den Straßen liegt bereits einiges an Müll.  © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Polizisten laufen durch Straßen voller Müll
Polizisten müssen ebenfalls leeren Kölsch-Fässern, Flaschen und sonstigem Müll ausweichen. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Jecken am Zülpicher Platz, überall liegt Müll
Der Zülpicher Platz gleicht einem einzigen Schlachtfeld voller Müll. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Leere Alkoholflaschen auf einem Zeitungskasten. Im Hintergrund Jecken beim Feiern.
Auf Zeitungskästen sammeln sich leere Flaschen, während die Jecken weiter durch die Straßen ziehen. © Thomas Banneyer/dpa
Karnevalisten stehen verteilt auf der ganzen Luxemburger Straße in Köln.
Da das Zülpicher Viertel abgesperrt ist, sammeln sich die Menschen auch immer mehr auf umliegenden Straße wie der Luxemburger. © 24RHEIN
Unzählige Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Die Zülpicher Straße ist am 11.11. in Köln wieder der große Feierhotspot. Seit dem Morgen sind alle Zugänge gesperrt. © Thomas Banneyer/dpa
Dichtes Gedränge auf der Zülpicher Straße in Köln – hier gibt es fast kein Durchkommen mehr.
Dichtes Gedränge auf der Zülpicher Straße in Köln – hier gibt es fast kein Durchkommen mehr. © Thomas Banneyer/dpa
Um 11.11 Uhr werden auf der Zülpicher Straße bengalische Fackeln gezündet, die Menge jubelt
Um 11.11 Uhr werden auf der Zülpicher Straße bengalische Fackeln gezündet, die Menge jubelt © Christoph Reichwein/dpa
Ein Mann tanzt Oberkörperfrei auf einem Laternenmast herum
Ein Mann tanzt Oberkörperfrei auf einem Laternenmast herum © Thomas Banneyer/dpa
Jecken strömen zu einem Zugang der Luxemburger Straße
Auch an den Zugängen zur Luxemburger Straße versammeln sich immer mehr Menschen. © 24RHEIN
Jecken in Scharen auf dem Weg zur Uniwiese
Immer mehr Jecken strömen in Richtung der Entlastungsflächen. © 24RHEIN
Feiernde auf den Entlastungsflächen
Schon jetzt sind die Entlastungsflächen gut ausgelastet. © 24RHEIN
Jecken versammeln sich um Dixi-Klos
Auch an den Toiletten brauchen Jecken Geduld.  © 24RHEIN
menschenmassen im Zülpicher Viertel
Im Zülpicher Viertel gibt es bereits kein Durchkommen mehr. © Thomas Banneyer/dpa
Verkleidete Menschenmassen auf der Zülpicher Straße
Auf der Zülpicher Straße versammelten sich schon früh viele Jecken, um zu feiern. © 24RHEIN
Ordner halten Feiernde zurück
Die Zugänge zur Zülpicher Straße wurden alle dicht gemacht.  © 24RHEIN
Viele junge Feiernde strömen zu einem Zugang der Zülpicher Straße
Bereits am Morgen strömten viele junge Menschen in Richtung Zülpicher Straße.  © 24RHEIN
Jecken stehen an einem Eingang zur Zülpicher Straße an
An den Zugängen zur Zülpicher Straße bildeten sich bereits früh lange Schlangen. © 24RHEIN
verkleidet Jecken drängen dicht an dicht auf der Zülpicher Straße
Entlang der Zülpicher Straße drängen sich immer mehr verkleidet Jecken dicht an dicht. © Thomas Banneyer/dpa
Auf einer Anzeigetafel steht „Zülpicher Viertel geschlossen“
Kurz nach 9:30 Uhr wurden wegen des großen Menschenandrangs bereits die Zugänge zum Zülpicher Viertel geschlossen. © 24RHEIN
Feiernde am Zülpicher Platz
Am Zülpicher Platz war es am Morgen ebenfalls schon sehr voll. © 24RHEIN

Um diese Veranstaltung letztlich durchzuführen, sei ein „umfassendes Sicherheitskonzept“ notwendig, „das ebenfalls mit dem bestehenden Sicherheitskonzept der Stadt Köln abgestimmt werden muss. Sobald diese Unterlagen vorliegen, kann eine Prüfung erfolgen. Die Genehmigung der Veranstaltung ist dabei nur bei geeigneten, allen Sicherheitsanforderungen genügenden Unterlagen möglich“, heißt es weiter. Eine Entscheidung über eine mögliche Alternativ-Veranstaltung im Kölner Karneval ist somit noch nicht getroffen, wird jedoch eingehend geprüft.

Neue Pläne für Kölner Karneval: OB Henriette Reker will kommende Wochen „intensiv nutzen“

„Die kommenden Wochen werden intensiv genutzt werden müssen, um eine Veranstaltung in der Kürze der Zeit noch zu realisieren. Klar ist, dass eine Veranstaltung nur nach einer intensiven Prüfung, insbesondere des Sicherheitskonzepts genehmigt werden kann. Dennoch freue ich mich sehr, dass mit der ‚Grossen von 1823‘ eine Karnevalsgesellschaft sich sehr konkret bereiterklärt hat, zusammen mit der Stadt an der Weiterentwicklung zu arbeiten“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Imago

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