Ab 7. Dezember

Bahnstreik in NRW: Alternativen für Pendler im Raum Köln/Bonn

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Die Deutsche Bahn wird ab Donnerstagabend bestreikt. Zahlreiche Regionalzüge und S-Bahnen fahren nicht. Diese Alternativen gibt es für Pendler in Köln.

Köln – Schon im November sorgte ein Streik der Lokführergewerkschaft GDL für massive Einschränkungen im Zugverkehr. Nun folgt Anfang Dezember der nächste Streik bei der Deutsche Bahn: Lokführer und weitere Beschäftigte legen ab Donnerstagabend (7. Dezember) für über 24 Stunden ihre Arbeit nieder. Besonders Pendler in NRW müssen sich auf etliche Ausfälle einstellen. Auf welche Alternativen können Reisende im Raum Köln umsteigen?

GDL kündigt Bahnstreik an: Das müssen Reisende wissen

Personenverkehr: Von Donnerstag, 7. Dezember, 22 Uhr bis Freitag, 8. Dezember, 22 Uhr

Güterverkehr: Von Donnerstag, 7. Dezember, 18 Uhr bis Freitag, 8. Dezember, 22 Uhr

Welche Züge fahren noch? Nur vereinzelte Züge in NRW fahren trotz Bahnstreik.

Bahnstreik ab Donnerstagabend (7. Dezember): Bahnen der KVB in und um Köln fahren

Reisende aus Köln können beim Streik am Donnerstag und Freitag für einige Strecken auf die KVB ausweichen (IDZRNRW-Montage).

Der Bahnstreik erschwert vielen Menschen den Weg zur Arbeit, zur Uni oder zum Termin. Für diejenigen, die aus Köln in umliegende Städte reisen müssen, bietet die KVB eine Reihe von Alternativen, da ihre Stadtbahnen vom Streik nicht betroffen sind.

Besonders die KVB-Linien 16 und 18 sind hier von entscheidender Bedeutung, denn mit diesen Bahnen kommen Fahrgäste beispielsweise nach Bonn, Brühl oder Hürth. Wer nach Bergisch Gladbach möchte, kann mit der KVB-Linie 1 durchfahren. Alternativ können Reisende auch mit dem Airport-Express-Bus SB60 der SWB vom Flughafen Köln/Bonn direkt nach Bonn fahren. Auch fahren die Bahn-Linien RE6, RB23, RB24, RB30 und RB39 über Köln und Bonn während des Streiks, allerdings nur eingeschränkt. Reisende können außerdem auf die Linien S6, S19 und S23 umsteigen – die Bahnen fahren hier aber nur im 60-Minuten-Takt.

Welche Bahnen im Großraum Köln trotz Streik fahren – und wo auch die KVB hinfährt

  • Bonn: mit der KVB-Linie 16 und KVB-Linie 18 über Bonn Hauptbahnhof und Bonn-Bad Godesberg
  • Brühl: mit der KVB-Linie 18 über Brühl-Süd, Brühl-Mitte, Brühl-Nord und Brühl-Vochem
  • Hürth: mit der KVB-Linie 18 über Hürth-Hermülheim
  • Bergisch Gladbach: mit der KVB-Linie 1 über Lustheide, Refrath, Kippekausen, Frankenforst, Neuenweg, Im Hoppenkamp und Bensberg
  • S6 (Essen – Köln): allerdings nur zwischen Essen HBF und Köln-Hansaring im 60-Minuten-Takt bis 20 Uhr
  • S19 (Düren – Au (Sieg): allerdings nur im 60-Minuten-Takt
  • S23 (Bonn – Euskirchen): allerdings nur im 60-Minuten-Takt bis 20 Uhr
  • RE6 (Köln – Minden)
  • RB23 (Bonn – Euskirchen): allerdings nur im 60-Minuten-Takt bis 20 Uhr
  • RB24 (Köln – Euskirchen/Kall): allerdings nur im 60-Minuten-Takt bis 21 Uhr
  • RB30 (Bonn – Walporzheim): allerdings nur im 120-Minuten-Takt zwischen Remagen und Walporzheim
  • RB39 (Bonn – Walporzheim): allerdings nur im 120-Minuten-Takt zwischen Remagen und Walporzheim

GDL bestreikt Deutsche Bahn

Grund für den Streik sind Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der GDL. Bereits im November hatte es in diesem Zusammenhang einen 20-stündigen Bahnstreik gegeben. Nachdem die GDL die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt hat, kommt es nun zum abermaligen Streik. Man rufe „bei der Deutschen Bahn AG, dem Transdev-Konzern, der AKN Eisenbahn GmbH, der City-Bahn Chemnitz GmbH und acht Unternehmen aus dem Personaldienstleistungsbereich […] zum Streik auf“, so die GDL in einer Mitteilung.

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Rubriklistenbild: © Wolfgang Maria Weber/imago & Horst Galuschka

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