Kölner Karneval 2023

Welche Kostüme an Karneval problematisch sein könnten

  • schließen

An Karneval sind bestimmte Kostüme verboten. Dazu zählen auch echte Kostümklassiker. Es drohen hohe Bußgelder und sogar Gefängnisstrafen.

Köln – Bei der Kostümfrage im Kölner Karneval ist der Fantasie keine Grenze gesetzt – eigentlich. Denn tatsächlich sind viele Kostüme und sogar bestimmte Accessoires verboten. Und auch echte Kostümklassiker können unter Umständen schnell zum Problem werden. Unter Umständen drohen gar Bußgelder von bis zu 10.000 Euro oder Gefängnisstrafen von bis zu 3 Jahren. Aber welche Kostüme sollte man beim Kölner Karneval 2023 besser vermeiden?

Welche Karnevalskostüme verboten sind und welche Strafen drohen

Viele Kostüme zum Kölner Karneval sind bunt, kreativ und ausgefallen – doch nicht alles ist erlaubt.

Zwar gibt es keine grundsätzlichen Verkleidungsvorschriften oder Kostüm-Gesetze, allerdings könnten einzelne Kostüme aufgrund von bestimmten Paragrafen zu einer Ordnungswidrigkeit oder sogar einer Straftat werden. Darunter fallen zum Beispiel Kostüme als Ritter, Pirat oder Polizist und Soldat.

Diese Kostüme sind an Karneval unter Umständen problematisch

  • Ritter
  • Pirat
  • Polizist
  • Soldat
  • Terrorist

Kölner Karneval 2023: Warum Polizeikostüm zum Problem werden kann

Karnevalsfans, die sich als Polizist oder Soldat verkleiden wollen, sollten beim Kostümkauf genau hinschauen. Denn das Kostüm darf nicht zu echt aussehen. Handelt es sich um ein Kostüm, das einer echten Uniform täuschend ähnelt oder sogar eine originale Dienstuniform ist, ist es verboten.

Es droht eine Geldstrafe oder sogar eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr. „Dadurch soll verhindert werden, dass es zu Verwechslungen mit ‚echten‘ Polizeibeamten in Uniform kommt“, heißt es beim Fachportal Bußgeldkatalog.org.

Karneval in Köln: Warum Piratenkostüm zum Problem werden kann – Bußgeld bis zu 10.000 Euro

Auch beliebte Kostüme wie zum Beispiel Ritter oder Pirat könnten unter Umständen zum Problem werden – zumindest wenn die Karnevalsfans bei ihrem Kostüm auch eine Waffe tragen. Zwar sind Attrappen von Waffen oder Schwertern grundsätzlich erlaubt, allerdings dürfen sie nicht zu echt aussehen.

Ist das der Fall, handelt es sich um sogenannte Anscheinswaffen. Und die dürfen laut §42a Waffengesetz nicht mitgeführt werden. „Verstößt jemand gegen diese Vorgabe, kann diese Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen“, so Bußgeldkatalog.org

Kölner Karneval: Verfassungswidrige Kostüme sind verboten – bis zu 3 Jahre Gefängnis

Auch verfassungswidrige Symbole und Kostüme sind an Karneval verboten, berichtet bw24.de. Darunter fallen entsprechende Verkleidungen als Dschihadist oder aber auch Kostüme mit nationalsozialistischer Ideologie, erklärt Bußgeldkatalog.org. No-Go dabei sind unter anderem ein Adolf-Hitler-Kostüm oder das Tragen von Hakenkreuz und Abkürzungen wie WP (= „White Power“), SGH (= „Sieg Heil“) und B & H (= „Blut und Ehre“).

Werden diese Symbole oder Abkürzungen als Kostüme getragen, handelt es sich um einen Straftatbestand. Es drohen Geldstrafen oder eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren.

Karneval in Köln: Das sind die Kostümtrends für den 11.11.

Eine Frau steht in einem bunten Kostüm vor dem Musik Express.
Das Kölner Karnevalsmotto „Ov krüzz oder quer“ gilt auch für das Kostüm. Diese dürfen „bunter und wilder als jemals zuvor sein“, so Deiters. © Niclas Ruehl/Deiters
Eine Frau im Karnevalskostüm.
Wie bereits in den vergangenen Jahren sind „fremde Galaxien“ auch in diesem Jahr im Trend.  © Julian Huke/Deiters
Ein Mann ist als Space Cowboys verkleidet.
Neben grünen Aliens sind auch Space Girls und Space Cowboys in metallischen Tönen und Stoffen im Trend.  © Niclas Ruehl/Deiters
Zwei Frauen haben sich als Aliens verkleidet und stoßen an.
Zu viel Glitzer und Metallic gibt es nicht. „Wir erwarten auch in diesem Jahr galaktische Kostüme rund um das Thema Alien, Sonne, Mond und Sterne“, erklärt Deiters. © Julian Huke/Deiters
Vier Personen sind verkleidet als Schokon und Flimm.
Und auch die Klassiker dürfen in diesem Jahr wieder nicht fehlen. Wie soll man sonst seine Liebe zu besonderen Getränken oder Süßigkeiten zeigen? © Julian Huke/Deiters
Zwei Männer sind als Senftuben verkleidet.
Und auch die Senftube kann im Kölner Karneval 2023 wieder getragen werden.  © Niclas Ruehl/Deiters
Zwei Frauen sind als Barbie verkleidet.
„Oh, my God, we‘re back again!“ Die 90er sind in den Karneval eingezogen. Egal ob High-School-Uniformen, „ClueLess“-Look oder Figuren wie Barbie und Ken. © Julian Huke/Deiters
Ein Mann ist als Kölnig verkleidet.
Den Karnevalsprinzen in Köln gibt es pro Session nur einmal. Den König allerdings häufiger. Das Kostüm gilt in diesem Jahr als echter Trend.  © Niclas Ruehl/Deiters
Eine Frau trägt die Farben „rut und wiess“ als Karnevalskostüm.
Auch die Kölschen Farben „rut und wiess“ liegen beim Kölner Karneval 2023 wieder im Trend.  © Niclas Ruehl/Deiters.
Ein Mann und zwei Kinder tragen einen 80er-Jahre Sportanzug als Karnevalkostüm.
Wer es sportlich mag, kommt beim 80er-Jahre Jogger auf seine Kosten. Vokuhila und Stirnband machen den Look komplett.  © Julian Huke/Deiters
Personen in Kostümen von Mario, Luigi und Prinzessin Peach blicken in die Kamera.
„It‘s a me, Mario!“, heißt es in diesem Jahr auch bei den Kostümtrends. Egal, ob Mario, Luigi oder Prinzessin Peach.  © Julian Huke/Deiters.

Was Karnevalsfans für Weiberfastnacht und Rosenmontag 2023 in Köln wissen müssen

► Weiberfastnacht fällt in diesem Jahr auf den 16. Februar. Rosenmontag ist am 20. Februar

► In Köln gibt es in der Session 2023 unzählige Karnevalsveranstaltungen. 24RHEIN hat den Überblick mit allen Events in der jecken Welt.

► Für den Kölner Karneval hat die Stadt besondere Sicherheitsregeln festgelegt.

► Karneval kompakt hat alle News rund um den Kölner Karneval.

Karneval in Köln 2023: Das Ding legt Dresscode für Weiberfastnacht fest

Doch nicht nur aufgrund von Gesetzen sollten Karnevalsfans auf das ein oder andere Kostüm verzichten. Auch viele Clubs und Kneipen in Köln haben in dieser Session wieder einen Dresscode. Kostüme, die die Kleidung von Einsatzkräften kopieren, sind unerwünscht, erklärt Claudia Wecker, Inhaberin vom Studentenclub „Das Ding“. „Karneval kommt es oft zu sehr unübersichtlichen Situationen und gerade im Dunkeln ist es oft herausfordernd, echte von falschen Einsatzkräften zu unterscheiden“, erklärt die Kölnerin. „Ich denke, Ihr braucht solche Kostüme nicht und Ihr habt soviel coolere und bessere Ideen!“ Auch in der Arbeit verkleiden sich viele gerne an Karneval – doch auch dabei gibt es einiges zu beachten.

24RHEIN hat einen Überblick, welche Kostüme beim Kölner Karneval 2023 im Trend liegen. Mit dabei ist auch die ein oder andere günstige Verkleidungsoption. Und auch selbst gemachte Kostüme sind in diesem Jahr im Trend. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

Kommentare