Tierschutzverein Iserlohn

Schlangenbesitzer wächst Zucht über den Kopf: 70 Futtermäuse landen im Tierheim

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Einem Schlangenbesitzer wuchs die eigene Zucht der Futtermäuse über den Kopf. 70 Mäuse landeten jetzt im Tierheim Iserlohn. Weitere 100 könnten folgen.

Iserlohn - Einem Schlangenbesitzer, der seine Futtermäuse selbst züchtet, ist die Sache offenbar über den Kopf gewachsen. So schildert es der Tierschutzverein Iserlohn (NRW). „Der Besitzer hat sich an uns gewandt und wollte sich Hilfe holen, da die Zucht etwas aus dem Ruder gelaufen ist“, erklärt Sabine Hammer vom Tierschutzverein Iserlohn auf Nachfrage von wa.de. Die Mäuse vermehrten sich schnell. „Wenn man drei Futtermäuse hat und eine wirft, dann hat man schnell 14“, erläutert Hammer. Die Zucht wurde dem Schlangenbesitzer zu viel.

Schlangenbesitzer wächst Zucht über den Kopf: 70 Futtermäuse landen im Tierheim

Die Tierschützerin erklärt, dass daraufhin eine Behörde eingeschaltet wurde, die in dem Fall tätig wurde. Das Resultat: Die Mäuse, die in den Aquarien saßen, wurden zur Vermittlung mitgenommen. Rund 70 Mäuse hat der Tierschutzverein übernommen. „Wenn diese vermittelt sind, können wir die nächsten dort herausholen“, sagt Hammer. Es sollen sich noch weitere Hundert Mäuse in der Wohnung des Schlangenbesitzers finden.

70 der Futtermäuse sind derzeit im Tierheim Iserlohn untergebracht.

Unterstützung für den Tierschutzverein

Wer den Tierschutzverein unterstützen möchte und einige Mäuse abnehmen kann, wird gebeten, sich telefonisch unter 02371 41293 oder per E-Mail an tierheim@tierheim-iserlohn.de zu melden.

70 Futtermäuse landen im Tierheim: Verein sucht dringend Leute, die Mäuse übernehmen

So viele Mäuse im Tierheim unterzubringen ist nicht einfach. „Wir haben die Mäuse bereits nach Mädels- und Böckchengruppen getrennt, aber das sorgt für Probleme“, erzählt die Tierschützerin. Die Böcke fangen an, sich zu kloppen – und einige der weiblichen Mäuse sind noch trächtig. „Deswegen wäre es uns eine große Hilfe, wenn uns jemand schnell einige Böcke abnehmen könnte“, so Hammer. Der Verein sucht dringend Leute, die kleine Mäusegruppen abnehmen und auch bereit wären, die Böcke zu kastrieren.

Immer wieder müssen Tierschützer Tiere aus Wohnungen und Häusern befreien. Tierschützer retteten in Dortmund vor einiger Zeit mehrere Katzen aus einer Laube, nachdem Nachbarn über einen Verwesungsgeruch klagten. Kürzlich wurden in Lippstadt 178 verwahrloste Katzen aus einer Wohnung gerettet. 24 von ihnen hat das Tierheim Bielefeld übernommen.

Rubriklistenbild: © Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung e.V.

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