VonMarkus Hannekenschließen
Der Weg in das Projektgebiet Erlebensraum Lippeaue wird künftig sicherer und schöner sein als bislang. Das gilt zum Glück auch für die Querung der Münsterstraße.
Hamm - Die einstige Unterführung der Münsterstraße nördlich der Brücken ist im Zuge der Bauarbeiten für den Erlebensraum Lippeaue gesperrt worden. Das stört seit langer Zeit Radfahrer und Fußgänger, die weit Umwege in Kauf nehmen müssen, wollen sie nicht die meistens stark befahrene Straße in Hamm offensiv (und unerlaubt) queren. Für sie gibt es endlich Hoffnung.
„In Kürze“ sollen die Arbeiten für die Wiederherstellung des Tunnels erfolgen. Nach Angaben von Stadtsprecher Lukas Huster stehen sie im Zusammenhang mit der laufenden Überarbeitung des Weges zwischen der Münsterstraße und dem Bahndamm. Sobald alle Arbeiten abgeschlossen seien, werde der Bereich auch wieder zur Nutzung freigegeben. Das soll spätestens Mitte Juni vor der Eröffnung des Erlebensraums passieren.
Im Juni 2019 waren die Arbeiten für das Großprojekt zeitweise unterbrochen worden, weil im Bereich des Tunnels ein archäologisches Fundstück gefunden und ausgegraben wurde: ein Pfeiler einer Brücke, die zwischen dem 13. und dem 19. Jahrhundert erbaut worden war.
Fuß- und Radweg an der Münsterstraße frisch asphaltiert
Erst vor wenigen Tagen war oberhalb der Brücke auf der östlichen Straßenseite der Fuß- und Radweg generalüberholt worden. 16.000 Euro kostete diese Einzelmaßnahme, die allerdings keine Grundsanierung war.
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Eine solche sei auf dem Wegstück zwischen Mitteldamm und Jupp-Eickhoff-Weg aktuell nicht notwendig, der Unterbau sei noch intakt, erklärt Huster. Damit das möglichst lange so bleibe, sei die Deckschicht erneuert worden - „ein ganz übliches Verfahren in der Straßen- und Wegeunterhaltung“.
Erlebensraum-Eingangsplatz erhält besonderen Asphalt
Auch der große Eingangsbereich zum künftigen Auenpark wird in den kommenden Tagen nochmal zur Baustelle. Auf der an die Münsterstraße angrenzenden Plattform soll ein besonderer Asphalt aufgetragen werden. Nach Angaben des Stadtsprechers wird er dieselbe helle Farbe aufweisen wie der fast finalisierte asphaltierte Deichkronenweg. Auch die Wege in den Westen hinein haben diesen Asphalt beziehungsweise sollen ihn bekommen.
Der Farbasphalt werde auf dem gesamten Eingangsplatz oberhalb der treppenartigen Abgänge aufgebracht, der Einbau erfolge über die Firma Mennigmann, die bekanntlich den Auftrag für die Gesamtanlage hat. Sobald es die Witterung zulässt, sollen die Arbeiten beginnen.
Laut Huster sorgt die helle Färbung für eine weniger starke Aufhitzung im Sommer, was zum einen dem Klimaschutz zu Gute komme und zum anderen dafür sorge, dass zum Beispiel Insekten und Weichtiere nicht aufgrund der größeren Hitzeentwicklung verenden - wie auf dem schwarzen Asphalt.


