VonMarvin K. Hoffmannschließen
In Dortmund kommt es zu einem schweren Zugunglück. Ein 30 Jahre alter Mann verliert dabei seinen Arm. Ein Detail ist besonders schockierend.
Dortmund – Ein offenbar schweres Unglück hat sich am Montagmorgen, 11. September, gegen 3.55 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof ereignete. Ein Mann verlor dabei einen Arm. Besonders schockierend: Beim Eintreffen der Rettungskräfte war er noch bei vollem Bewusstsein.
30-Jähriger im Dortmunder Hbf schwer verletzt: RE1 reißt ihm einen Arm ab
„Gegen 3.55 Uhr wurde das Bundespolizeirevier Dortmund durch die Feuerwehr Dortmund über einen Personenunfall am Bahnsteig zu Gleis 11 in Kenntnis gesetzt“, teilt die Bundespolizei mit. Demnach war ein 30-Jähriger unter den ausfahrenden RE1 geraten und zog sich dabei „schwerste Verletzungen“ zu. „Durch den Unfall wurde dem Verunglückten der linke Arm ab der Schulter abgetrennt. Nach der Erstversorgung wurde der indische Staatsangehörige in eine Unfallklinik gebracht“, heißt es. Die Feuerwehr hatte den Mann demnach aus dem Gleisbett geborgen – während er noch bei Bewusstsein war.
Unfall am Dortmunder Hbf: Lokführer sieht Arm im Gleisbett liegen
Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler lasse sich ein Fremdverschulden ausschließen. „Der Triebfahrzeugführer wurde zu dem Vorfall befragt. Dieser gab an, dass er um 3.54 Uhr aus dem Hauptbahnhof Dortmund abgefahren sei. Dabei habe er einen Arm im Gleisbett liegen sehen, woraufhin er umgehend eine Schnellbremsung eingeleitet habe. Von den rund 80 Reisenden wurde dabei niemand verletzt. Im Rückspiegel des Zuges habe er dann einen Mann auf dem Schienenkörper liegen sehen. Einen Schlag soll der Zugführer nicht verspürt haben. Der 47-jährige Bahnmitarbeiter wurde durch einen Stellvertreter abgelöst“, erklärt die Bundespolizei, die die Identität des verunfallten Mannes recht schnell feststellen konnte.
Hinweis der Redaktion
Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. In diesem Fall ist noch nicht klar, warum der Mann den Unfall mit der Bahn hatte. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B, bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).
Bundespolizei findet Reisepass und andere Gegenstände des Verunfallten im Dortmunder Hbf
„Im Bereich der Unglücksstelle fanden die Beamten ein Rucksack auf, in welchem sich der Reisepass sowie persönliche Gegenstände des Verunfallten befanden“, heißt es. Auch eine Videoauswertung habe demnach erste Hinweise zum Unfallhergang geliefert. Der Düsseldorfer sei „sicheren Fußes“ alleine über den Bahnsteig gelaufen und habe diesen in westliche Richtung verlassen. „Mögliche Ausfallerscheinungen, unter denen der Mann gelitten haben könnte, waren nicht zu erkennen. Dabei trug er seinen Rucksack sowie eine Tüte“, erklärt die Bundespolizei.
Durch den Vorfall kam es zu starken Beeinträchtigungen und Verspätungen im Bahnverkehr rund um Dortmund (NRW). Warum sich der 30-Jährige in den Gefahrenbereich begeben hat, sei derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Die dauern noch an.
In Geseke ist außerdem ein Zug entgleist. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Lokführer ist bei dem Zugunglück ums Leben gekommen. Und Bei in Köln wurde ein Bahn-Mitarbeiter bei einem Zug-Unfall von einem Regionalexpress erfasst und schwer verletzt, berichtet 24RHEIN. Rettungskräfte mussten den Mann reanimieren.
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