Wambelner Straße/Allener Straße

Unübersichtliche Kreuzung: Das plant die Stadt, um Sicherheit zu erhöhen

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Fahrbahnmarkierungen sollen die Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich in Oberallen erhöhen.
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Die Stadt Hamm kündigt Maßnahmen für den Kreuzungsbereich auf der Wambelner und Allener Straße an. Ob es ein weiteres Tempolimit geben wird, ist noch offen.

Allen/Wambeln – Es gibt erste Entscheidungen über Maßnahmen, die den Kreuzungsbereich Wambelner Straße/Allener Straße sicherer machen sollen. Zu möglichen Tempolimits auf der Wambelner Straße gibt es noch keine offiziellen Stellungnahmen. Beides geht es aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Bezirksfraktion hervor. Aktueller Auslöser der immerjungen Diskussion war ein Unfall mit Todesopfer.

Kreuzungsbereich: Sperrfläche wird aufgetragen

Eine Änderung der Vorfahrtsregelung wird es nicht geben. Die Wambelner Straße bleibt demnach Vorfahrtsstraße. Eine Überprüfung hatte die CDU gefordert. Für einen kurzen Zeitraum während der Vollsperrungen der Bundesstraße war die Allener Straße zur Vorfahrtsstraße geworden. Dazu gab es bei den Verkehrsteilnehmern geteilte Meinung. Manchen gefiel die neue Regelung besser, andere wünschten sich alsbald die alte zurück.

Aber es wird Veränderungen geben: „In der Mitte der Fahrbahn wird eine Sperrfläche aufgetragen, damit die Fahrzeuge in einem rechten Winkel auf die Wambelner Straße zufahren und somit bessere Einsicht in beide Richtungen besteht“, erklärt die Stadtverwaltung. Eine Umsetzung soll im neuen Jahr erfolgen. Dazu kündigt die Stadt zunächst eine Mitteilung an, die der Lokalpolitik noch einmal vorgestellt werde.

Geschwindigkeit: CDU will weitere Reduzierung

Auf der Wambelner Straße gilt seit einiger Zeit durchgängig Tempo 70, nachdem zuvor auf einigen Abschnitten auch 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden durfte. Doch auch die Reduzierung auf 70 ist der CDU nicht ausreichend. Sie beantragte, „eine signifikante Geschwindigkeitsreduzierung auf dieser kurvenreichen und gefährlich engen Straße, über die sich mittlerweile nicht nur der Ziel- und Quellverkehr zum Gewebegebiet in Scheidingen sondern auch der Umleitungs- und Schleichverkehr der Werler Straße zwängt.“

Konkreter bei der Einführung des Temoplimits wollte die CDU nicht werden. Das begründete der Fraktionsvorsitzende Heinrich Saarbeck: „Wir wollen, dass sich Verkehrsexperten intensiv mit dem Thema befassen und für die Bereiche, in denen es gefährlich ist, entsprechend die zugelassene Höchstgeschwindigkeit anpassen“, so Saarbeck.

Bezirksvertretung soll 2024 informiert werden

Denkbar wäre zum Beispiel Tempo 50 kurz vor und kurz hinter der genannten Kreuzung. „Zusammen mit dem Landesbetrieb Straßen-NRW besteht hier dringender Handlungsbedarf, um die Gefahr weiterer Unfälle zu minimieren“, so Saarbeck. Darauf antwortet die Stadt Hamm nicht selbst, sie hat diesen Antrag an den Landesbetrieb Straßen-NRW weitergeleitet und wartet nun auf eine Stellungnahme von dort.

In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung im Jahr 2024 werde sie darüber und auch über die anderen geplanten Maßnahmen im Kreuzungsbereich berichten. Diese Antwort der Stadt findet Saarbeck „mager“, er sei gespannt darauf, wann die Stellungnahme von Straßen-NRW eintreffe.

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