Amtliche Unwetterwarnungen

„Land unter“: Schwere Gewitter und heftiger Starkregen sorgen in Teilen von NRW für Verwüstung

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  • Svenja Jesse
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    Hannah Decke

Das Unwetter richtete am Samstag in vielen Teilen von NRW deutliche Schäden an. Bei einer Veranstaltung im Freien gab es Verletzte.

Update vom 1. Juni, 12.30 Uhr: In Hückelhoven im Kreis Heinsberg räumte die Feuerwehr am Samstag wegen des Unwetters eine Veranstaltung unter freiem Himmel mit rund 5000 Besuchern. Elf Menschen wurden dort durch Hagel leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Die amtliche Warnung vor starkem Gewitter des Deutschen Wetterdienstes wurde für die Kreise und Städte in Nordrhein-Westfalen um 12.30 Uhr aufgehoben.

Update vom 1. Juni, 10 Uhr: Die amtliche Warnung vor starkem Gewitter des DWD wurde für einige Kreise bis 12.30 Uhr verlängert. Es besteht eine Gefahr durch umherfliegende leichte Gegenstände, vereinzelte, rasche Überflutungen von Straßen und Unterführungen sowie Aquaplaning. Ein Aufenthalt im Freien sollte vermieden werden.

Update vom 1. Juni, 7.15 Uhr: Die starken Gewitter in Nordrhein-Westfalen setzen auch den Bewohnern von Krefeld zu. „Wir haben Land unter“, erklärte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse Agentur. Es habe zahlreiche Notrufe wegen überfluteter Keller, blockierter Straßen und umgestürzter Bäume gegeben. Zwar wurden zunächst keine Verletzten gemeldet, dennoch waren Feuerwehr und Polizei stark gefordert und mussten zahlreiche Notrufe abarbeiten, wie die Sprecherin mitteilte.

Im Süden Nordrhein-Westfalens führte heftiger Starkregen am Samstag zu überfluteten Kellern und Straßen. In Erftstadt stand das Wasser laut Polizei etwa einen halben Meter hoch, und viele Keller liefen voll. Der gesamte Ort mit etwa 50.000 Einwohnern war zeitweise ohne Strom, bis das Problem behoben werden konnte.

Feuerwehrleute arbeiten mit Pumpen gegen mit Regenwasser voll gelaufene Keller. Zum Teil ist der Strom ausgefallen und manche Straßen sind überflutet. Ein Starkregen hat in kurzer Zeit sehr viel Niederschlag gebracht.

Unwetter in NRW: DWD gibt Warnung für Sonntag heraus

Der Deutsche Wetterdienst warnt auch am Sonntagmorgen, 1. Juni, in einigen Teilen von NRW vor starkem Gewitter. „Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 15 l/m² und 25 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h (17 m/s, 33 kn, Bft 7)“, so die Experten. Betroffen sind vor allem die östlichen als auch einige südliche und westliche Kreise und Städte in NRW. Die Warnung gilt laut jetzigem Stand bis 9 Uhr.

Laut der Meteorologen sollen die letzten Schauer und Gewitter am Mittag langsam abziehen. Voraussichtlich am Nachmittag und Abend bilden sich in einigen Teilen jedoch erneut einzelne starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Schwere Gewitter und heftiger Starkregen sorgen in Teilen von NRW für Verwüstung

Update vom 31. Mai, 20:13 Uhr: Unwetter mit heftigem Starkregen und Hagel haben in Teilen von NRW für Verwüstung gesorgt. Besonders im Süden von Nordrhein-Westfalen waren die Auswirkungen des Unwetters spürbar.

Starkregen und Hagel in NRW: Mehrere Einsätze der Feuerwehr

Im Kreis Euskirchen und dem Rhein-Erft-Kreis hat der Starkregen zu überschwemmten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Verletzt wurde jedoch niemand, wie die zuständigen Behörden der Deutschen Presse Agentur (dpa) berichteten. In Erftstadt habe es an rund 100 Gebäuden Einsätze gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher der dpa. Im Kreis Euskirchen sprach die Polizei von vergleichsweise wenig Einsätzen: In einigen Straßen und Kellern stehe ein bisschen Wasser, heißt es.

Gewitter mit Starkregen haben im Süden NRWs für Überschwemmungen gesorgt.

Am Abend wurden die amtlichen Unwetterwarnungen des deutschen Wetterdienstes aufgehoben. In der Nacht zu Sonntag sollen jedoch erneut Unwetter aufkommen. Dabei sei erneut mehrstündiger Starkregen mit 30, örtlich auch unwetterartigen 40 Litern pro Quadratmetern in drei bis sechs Stunden möglich.

Update vom 31. Mai, 17.48 Uhr: Die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel für weite Teile des Märkischen Kreises, Sauerlands und die Region zwischen den Kreisen Euskirchen und dem Rheinisch-Bergischen-Kreis wurde bis 19 Uhr verlängert. Gewarnt wird nun auch für den Kreis Soest. Für folgende Städte und Gemeinden gibt es zudem eine amtliche Warnung vor Starkregen:

Update vom 31. Mai, 16.39 Uhr: Die amtliche Unwetterwarnung wurde auf weitere Teile Nordrhein-Westfalens ausgeweitet. Warn-App Nina hat eine Warnung bis 17.30 Uhr vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel für folgende Orte veröffentlicht:

  • Märkischen Kreis
  • Hochsauerlandkreis

Update vom 31. Mai, 15.35 Uhr: Nun sind weitere Teile von NRW von der amtlichen Unwetterwarnung betroffen. Der DWD warnt in der Zeit von 15.30 Uhr bis 16 Uhr für folgende Orte vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel:

  • Bonn
  • Kreis Euskirchen
  • Köln
  • Oberbergischer Kreis
  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Rhein-Sieg-Kreis

Update vom 31. Mai, 13.55 Uhr: Nun hat der Deutsche Wetterdienst eine erste amtliche Unwetterwarnung für den Samstag herausgegeben. Die Meteorologen warnen vor starkem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel. Betroffen sind Aachen, der Kreis Euskirchen und der Rhein-Sieg-Kreis. Die Unwetterwarnung gilt von 13.40 Uhr bis 15.30 Uhr.

DWD gibt amtliche Unwetterwarnung für Teile von NRW heraus

Update vom 31. Mai, 9.10 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat am Samstagmorgen eine „Vorabinformation Unwetter“ für den südlichen Teil von NRW herausgegeben. Im Zeitraum 13 bis 22 Uhr kann es lokal zu schweren, teils unwetterartigen Gewittern kommen. Örtlich ist auch Starkregen möglich. Die Vorabinformation gilt für:

  • Aachen
  • Bonn
  • Kreis Düren
  • Kreis Euskirchen
  • Hochsauerlandkreis
  • Köln
  • Märkischer Kreis
  • Oberbergischer Kreis
  • Kreis Olpe
  • Kreis Paderborn
  • Rhein-Erft-Kreis
  • Rhein-Sieg-Kreis
  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Kreis Soest

Der DWD weist darauf hin, dass am Samstagmorgen noch Unsicherheiten hinsichtlich der Schwerpunkte der Unwetter sowie deren räumliche Ausdehnung bestehen.

Unwetter-Gefahr am Samstag über NRW – Schwerpunkt im Süden

[Erstmeldung] Hamm - Das Wetter im Mai war zuletzt geprägt von ständigem Umschwung: wochenlange Trockenheit, ein kurzer Temperatursturz mit Frost, dann wieder frühlingshafte Temperaturen mit unwetterartigen Regenfällen und kurz vor seinem Ende zeigte sich der Monat dann rund um Christi Himmelfahrt wieder von seiner freundlichen Seite. Doch der Mai verabschiedet sich mit einem Knall – im wahrsten Sinne des Wortes. Am Samstag, 31. Mai, wird die Luftmasse über NRW feuchter. Unwetter drohen.

Das Wochenende startet laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vielerorts freundlich. Über der Mitte von Deutschland nehme das Gewitterrisiko im Tagesverlauf zu. Ab dem Nachmittag müsse dort mit „einzelnen, teils unwetterartigen Gewittern“ gerechnet werden. „Dabei sind örtlich Platzregen, Hagelschlag und Sturmböen möglich.“

Die Gewitter würden im Süden und Westen von NRW beginnen, im Norden hingegen sei die Gewitterwahrscheinlichkeit etwas geringer. Der Schwerpunkt liegt laut DWD im Süden des Bundeslandes. Bereits am Mittwoch gab es in NRW teils schwere Gewitter.

Gemeinsam gegen den Schlamm. Am Mittwoch trafen schwere Gewitter mit Starkregen Teile des Kreises Soest.

Starkregen, große Hagelkörner, Sturmböen: Unwetter in NRW möglich

Örtlich bestehe Unwetter-Gefahr durch Starkregen mit 30 bis 40 Litern pro Quadratmetern und großen Hagelkörnern bis drei Zentimetern. Auch seien schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich. Die Wetter-Experten vom DWD sagen einen Temperaturanstieg auf schwülwarme 24 bis 28 Grad voraus.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill mit mehr als 180 km/h über Deutschland hinweg. Auf dem Kindelsberg bei Kreuztal wurden Windgeschwindigkeiten bis 205 km/h gemessen. Elf Menschen starben in Folge des Orkans, sechs davon in NRW. Die Opfer kamen bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Wäldern ums Leben. Denn Kyrill richtete Schäden in Milliardenhöhe an. In NRW wurde vor allem in den Wäldern im Sauerland und Siegerland (Foto) die Kraft des Orkans deutlich.  © Bernd Thissen/dpa
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Nach Angaben der NRW-Landesregierung belief sich der Schaden im Wald auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Dieses Foto wurde in Meinerzhagen im Sauerland aufgenommen. © IMAGO/imageBROKER/Heinz-Dieter Falkens
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
An Pfingsten 2014 überzog das Sturmtief Ela vor allem Nordrhein-Westfalen. Es traten in einem Streifen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet Böen bis Orkanstärke auf, die zusammen mit einem großen Gewitterkomplex auftraten. © IMAGO / blickwinkel
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Am 9. Juni (Pfingstmontag) kamen zwischen 20 und 23 Uhr in Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld insgesamt sechs Menschen ums Leben. In ganz NRW gab es über 60 Verletzte, 30 davon schwer. Bei der Deutschen Bahn waren die Schäden nach eigenen Angaben deutlich stärker als bei Kyrill. Ein Festival in Essen musste evakuiert werden.  © IMAGO / Jochen Tack
Orkan "Friederike" hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens gewütet.
Wieder zu Todesopfern kam es im Jahr 2018 beim Orkan Friederike. NRW war am 18. Januar das erste und auch am stärksten betroffene Bundesland. In Emmerich wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Lippstadt starb ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall, in Sundern ein Feuerwehrmann im Einsatz. In Duisburg wurde Sirenenalarm ausgelöst.  © Arnulf Stoffel/dpa
Entwurzelte Bäume liegen in Bochum im Weitmarer Holz. Der Sturm Friederike hatte die Bäume entwurzelt.
Die Bevölkerung sollte sichere Räume aufsuchen. Auch die Wälder wurden wieder stark zerstört, wie hier in Bochum im Weitmarer Holz. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Erde im Flussbett des Rheins ist aufgrund der Dürre ausgetrocknet und aufgerissen.
Das Jahr 2018 war laut Deutschem Wetterdienst das bis dato wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vom April bis in den Oktober war es in Deutschland außergewöhnlich trocken und heiß. Selbst am 13. Oktober wurden in Tönisvorst in NRW noch 28,6 Grad erreicht. © Christophe Gateau/dpa
Biggesee Biggetalsperre der Pegel Wasserstand hat nach den letzten trockenen Monaten stark abgenommen
Flächendeckend wurden neue Rekorde aufgestellt. In 9 der 15 größten deutschen Flüsse herrschte sehr lange extremes Niedrigwasser. © IMAGO / Rene Traut
Schnee-Chaos auf A2 in NRW
Im Februar 2021, mitten im Corona-Lockdown, wurde NRW regelrecht eingeschneit. Zudem sanken die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Auf der A2 bei Bielefeld war der Verkehr in der Nacht im Schnee-Chaos zum Stillstand gekommen. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten bei klirrender Kälte die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Rund um Bielefeld bildeten sich zwischenzeitlich mehr als 70 Kilometer Stau. © Festim Beqiri
Februar 2021: Rodeln am Kaiserberg in Duisburg
Selbst im Ruhrgebiet fiel so viel Schnee, dass gerodelt werden konnte – wie hier am Kaiserberg in Duisburg. © IMAGO / Funke Foto Services
Verwüstung und Tote: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in NRW
Die Jahrhundertflut im Sommer 2021 forderte in NRW 49 Todesopfer. Es gab zudem Dutzende Verletzte, unzählige Menschen wurden traumatisiert und verloren alles. Die Schäden werden auf 13 Milliarden Euro geschätzt. Es gab historische Höchststände bei den Flüssen und Bächen in NRW.  © David Young/dpa
Flut im Sommer 2021 in Hagen, 14. Juli
Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und auch eine Justizvollzugsanstalt mussten geräumt werden. Gemessen an der Opferzahl war das Hochwasser 2021 die schwerste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut im Jahr 1962. © IMAGO / Kirchner-Media
14.07.2021, Hagen, Deutschland, - PKW schwimmt in den Sturzfluten
Zunächst hatte es Hagen und das Sauerland getroffen. ©  IMAGO / Marius Schwarz
Flutkatastrophe, NRW, Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel
Danach den Kreis Euskirchen. ©  IMAGO / Xinhua
Flut 2021: In Erftstadt-Blessem (NRW) sind Häuser massiv unterspült worden und einige eingestürzt oder in eine nahe Kiesgrube gestürzt.
Und Erftstadt, insbesondere die Ortschaft Blessem. ©  IMAGO / Future Image
Eine Kirche in Lippstadt-Hellinghausen ist durch den Tornado abdeckt worden. Der komplette Turmhelm wurde herunter gerissen.
Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, vollkommen zerstörte Autos: Gleich drei Tornados fegten im Mai 2022 durch NRW. In Lippstadt waren binnen Minuten Teile der Innenstadt verwüstet. An einer Kirche stürzte der gesamte Dachstuhl des Turms in die Tiefe. Kurz darauf traf ein zweiter Tornado auf Paderborn. Er war noch verheerender als der erste. Es gab 43 Verletzte. Ein dritter Tornado fegte an diesem Tag durch Höxter.  © Daniel Schröder
Dürre Sommer 2022 Rhein Düsseldorf
Der Sommer 2022 war in Europa erschreckend trocken. Es war überdurchschnittlich warm, und es gab unterdurchschnittliche Regenmengen. Es war zudem der heißeste Sommer in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. In NRW wurden am 19. Juli Temperaturen über 38 Grad gemessen. In einigen Regionen fielen die Pegel von Gewässern auf sehr niedrige Werte ab. Am 16. August fiel der Pegelstand des Rheins in Emmerich erstmals auf null und lag zwischenzeitlich noch darunter.  © Federico Gambarini/dpa
Mai 2024: Tornado über Hagen richtet Schäden an
Im Mai 2024 richtet ein Tornado in Hagen enorme Schäden an. Der Wirbelsturm feht am Nachmittag über die Stadt hinweg, deckt Dächer ab und entwurzelt Bäume. © IMAGO/EinsatzReport24

Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Samstagabend ziehen in der Nacht zu Sonntag aus Westen weitere kräftige Schauer und Gewitter über NRW. Die Temperaturen sinken auf 17 bis 13 Grad ab. Tagsüber wird es laut DWD dann wechselnd bewölkt, vor allem in der Südosthälfte von NRW müsse mit Schauern und einzelnen, teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance

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