Kölner Karneval

Strafen möglich: Welche Karnevalskostüme problematisch sein könnten

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Polizist, Soldat oder Ritter? Beim Kölner Karneval können einige Kostüme schnell zum Problem werden. Auch Bußgelder können drohen.

Köln – Die Auswahl an Kostümen für den Kölner Karneval ist grenzenlos – zumindest theoretisch. Denn in Wirklichkeit sind viele Verkleidungen und sogar bestimmte Accessoires nicht erlaubt. Selbst traditionelle Kostüme können schnell zu Schwierigkeiten führen. Unter bestimmten Umständen drohen sogar Bußgelder. Aber welche Verkleidungen sollte man beim Kölner Karneval 2024 eher meiden?

Bestimmte Kostüme sind verboten. Es drohen hohe Bußgelder und sogar Gefängnisstrafen (Symbolbild).

Diese Kostüme sind an Karneval unter Umständen problematisch

  • Ritter
  • Pirat
  • Polizist
  • Soldat
  • Terrorist

Kölner Karneval: Kostümklassiker wie Polizist kann schnell zum Problem werden

Zwar gibt es keine grundsätzlichen Verkleidungsvorschriften oder Kostüm-Gesetze, allerdings könnten einzelne Kostüme aufgrund von bestimmten Paragrafen zu einer Ordnungswidrigkeit oder sogar einer Straftat werden. Dazu gehören beispielsweise Verkleidungen als Ritter, Pirat oder Polizist und Soldat. Und dabei ist eine Verurteilung „gar nicht so unwahrscheinlich“, erklärt Rechtsanwalt Christian Solmecke gegenüber 24RHEIN. 

Karnevalsfans, die sich als Polizist oder Soldat verkleiden möchten, sollten beim Kauf des Kostüms genau hinschauen. Denn das Kostüm darf nicht zu authentisch wirken. „Karnevalsfans sollten keinesfalls echte Uniformen tragen, sondern nur solche, die schnell als Kostüme erkennbar sind“, so der Solmecke weiter. Ist das Kostüm einer echten Uniform zum Verwechseln ähnlich oder sogar eine originale Dienstuniform, ist es verboten. Es droht eine Geldstrafe oder sogar eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. „Dadurch soll verhindert werden, dass es zu Verwechslungen mit ‚echten‘ Polizeibeamten in Uniform kommt“, so das Fachportal Bußgeldkatalog.org.

Kostümtrends für den Karneval 2024 in Fotos

Ein Mann und eine Frau als rut-wieß verkleidet.
Ein echter Klassiker liegt auch in diesem Jahr wieder voll im Trend: Immerhin stehen die kölschen Farben „rut-wieß“ wirklich jedem Jeck in Köln. © Deiters GmbH
Ein Mann und eine Frau sind als Barbie und Ken verkleidet.
Das absolute Trendkostüm in dieser Karnevalssession dürfte aber vor allem eines sein: Barbie und Ken. Immerhin hat der Film schon jetzt Rekorde gebrochen. Doch auch hier gibt es jede Menge Möglichkeiten. Ob Stereotyp-Barbie, Rollschuh-Barbie oder ob Paarkostüm und Gruppenkostüm.  © Deiters GmbH
Vier Frauen sind verkleidet und stehen auf einer Rollschuhbahn.
Wer es lieber etwas auffälliger und glitzernder mag, kommt beim nächsten Kostümtrend auf seine Kosten: Auch in diesem Jahr sind die Metallic-Kostüme wieder sehr beliebt.  © Deiters GmbH
Verkleidete Mädchen vor dem Kölner Dom an Weiberfastnacht
DIY-Kostüme liegen in diesem Jahr ebenfalls wieder voll im Trend. Erlaubt ist, was die Kreativität hergibt. Wenn es besonders schnell und einfach gehen soll, bietet sich beispielsweise das Kostüm „Schaumbad“ an (Archivbild).  © Jörg Schüler/Imago
Eine Gruppe von mehreren Frauen hat sich als Flamingo verkleidet.
Ein weiterer Pluspunkt bei selbstgemachten Kostümen: Gruppenkostüme sind viel leichter umzusetzen – und beim Basteln kann bereits Kölsch getrunken werden. Das kann dann durchaus auch bei der Kreativität helfen.  © Christoph Hardt/Imago
Zwei Personen sind als Rennfahrer verkleidet und sitzen in einem Auto.
Wer an Karneval auf „Vollgas“ setzen möchte, liegt mit dem Rennfahrer-Kostüm ebenfalls im Trend  © Deiters GmbH
Mehrere Männer sind im 90er-Look verkleidet.
„Oh, my God, we‘re back again!“ Die 90er sind auch in diesem Jahr als Kostümtrend in die Session eingezogen. Egal ob High-School-Uniformen, „ClueLess“-Outfit oder „MTV Cribs“-Looks.  © Deiters GmbH
Eine Familie hat sich als Astronauten-Crew verkleidet.
Auch alles rund um das Thema Weltall liegt in diesem Jahr als Karnevalskostüm wieder voll im Trend. Dabei ist ganz egal, ob Astronaut oder Außerirdischer oder aber gekauft oder selbstgemacht.  © Deiters GmbH
Eine Gruppe Karnevalisten ist als „Ahoj Brause“ verkleidet.
Wer nachhaltig und kostengünstig unterwegs sein will, sollte noch einmal in seiner Karnevalskiste nachschauen. Kostümklassiker wie „Ahoj Brause“ oder „Flimm“ können in diesem Jahr ebenfalls wieder ausgeführt werden.  © Deiters GmbH
Ein Kleinkind ist als Pirat verkleidet.
Das gilt natürlich auch für Kostümklassiker wie „Pirat“ oder „Polizist“. Aber Achtung: Mögliche Kostümwaffen dürfen nicht zu echt aussehen. Denn dafür droht ein hohes Bußgeld. (Archivbild).  © Cavan Images/Imago
Ein kleiner Junge ist als Löwe verkleidet.
Für Kinder sind Tierkostüme nicht nur besonders niedlich. Verkleidungen als Löwe, Marienkäfer oder Maus liegen auch in diesem Jahr im Trend.  © Deiters GmbH

Auch populäre Kostüme wie Ritter oder Pirat könnten problematisch werden – zumindest wenn die Karnevalsfans zu ihrem Kostüm auch eine Waffe tragen. Attrappen von Waffen oder Schwertern sind grundsätzlich erlaubt, dürfen aber nicht zu realistisch aussehen.

Ist das der Fall, handelt es sich um sogenannte Anscheinswaffen. Und diese dürfen gemäß § 42a Waffengesetz nicht mitgeführt werden. „Verstößt jemand gegen diese Vorgabe, kann diese Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen“, lautet die Aussage von Bußgeldkatalog.org.

Kölner Karneval: Verfassungswidrige Kostüme sind verboten – bis zu 3 Jahre Gefängnis

Auch verfassungsfeindliche Symbole und Kostüme sind während des Karnevals verboten. Dazu gehören entsprechende Verkleidungen als Dschihadist oder auch Kostüme mit nationalsozialistischer Ideologie, erklärt Bußgeldkatalog.org weiter. Absolute Tabus sind unter anderem ein Adolf-Hitler-Kostüm oder das Tragen von Hakenkreuz und Abkürzungen wie WP (= „White Power“), SGH (= „Sieg Heil“) und B & H (= „Blut und Ehre“).

Wenn diese Symbole oder Abkürzungen als Kostüme getragen werden, handelt es sich um einen Straftatbestand. Es drohen Geldstrafen oder eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren. 

Karneval in Köln 2024: Clubs und Kneipen haben teilweise besonderen Dresscode

Aber nicht nur gesetzliche Vorschriften sollten Karnevalsfans dazu bewegen, auf bestimmte Kostüme zu verzichten. Auch viele Clubs und Kneipen in Köln haben mittlerweile einen Dresscode. 

Das Gute: Die Auswahl an bunten Kostümen ist grenzenlos. Und dabei gibt es auch viele „DIY“-Ideen, die schnell und einfach umsetzbar sind. Das Karnevalskostüm Schaumbad ist dabei mit nur wenigen Gegenständen besonders einfach zu basteln. Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von Redakteurin Johanna Werning sorgfältig geprüft. Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Imago

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