Vergabe Deutzer Kirmes

Posse um Deutzer Kirmes 2024: Stadt Köln wiederholt Ausschreibung

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Das Vergabeverfahren bei der Deutzer Kirmes wird neu ausgeschrieben. (Archivbild)
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Die Stadt Köln schreibt die Vergabe der Deutzer Kirmes neu aus. Damit nimmt sie eine Entscheidung zurück, gegen die zwei Veranstalter vor dem Verwaltungsgericht geklagt hatten.

Update vom 21. Dezember, 14:11 Uhr: Es war der Aufreger im Herbst: Seit über 50 Jahren veranstaltet die Gemeinschaft Kölner Schausteller (GKS) die Deutzer Kirmes. Doch nach der Deutzer Herbstkirmes 2023 sollte dann erst einmal Schluss sein. Stattdessen hat die Stadt Köln die Ausrichtung der Kirmes erstmals einem Schausteller aus Leverkusen zugesprochen – zum Leidwesen der Kölner Schausteller.

Nun rudert die Stadt Köln mit ihrer Entscheidung zurück. Das Vergabeverfahren wird neu ausgeschrieben. „Mit der Wiederholung des Verfahrens berücksichtigt die Stadt Köln, dass das Verwaltungsgericht Köln nach der Klage eines im ersten Auswahlverfahren unterlegenen Bewerbers die Auffassung vertrat, im Hinblick auf das Transparenzgebot müsse in einem Auswahlverfahren ein angemessener Grad an Öffentlichkeit hergestellt werden“, erklärt die Stadt den Schritt.

Bewerberinnen und Bewerber haben bis Freitag, 2. Februar 2024, Zeit, ihre Unterlagen vollständig einzureichen, heißt es weiter. „Bei Zulassung mehrerer Bewerbungen mit gleicher Eignung entscheidet das Los.“

Drama um Deutzer Kirmes 2024: Stadt bekommt Kritik für Vergabeverfahren

Erstmeldung vom 19. Dezember: Bereits Anfang November haben die Kölner Schausteller aufgrund der Kirmes beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Stadt Köln eingereicht. Der Vorwurf: „Das damalige Verfahren ist einfach nicht rechtmäßig abgelaufen. Vieles ist wirklich sehr merkwürdig gelaufen“, sagt GKS-Vorsitzende Tanja Hoffmann gegenüber 24RHEIN.

Auch ein weiterer Veranstalter hat Klage eingereicht. Das teilt eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts gegenüber 24RHEIN mit. In der vergangenen Woche hat darum ein sogenannter Erörterungstermin zwischen den jeweiligen Parteien stattgefunden. Laut Hoffmann wurde bei dem Termin noch einmal festgestellt, dass es massive Fehler bei dem Verfahren im letzten Jahr gegeben hat.

Vom Verwaltungsgericht wird das offiziell nicht bestätigt, auch weil der Termin nicht öffentlich ist. Aber: „Das Gericht geht seitdem davon aus, dass es zu keiner weiteren Verhandlung kommt.“ Die Stadt kündigt für den Nachmittag ein Statement an.

Deutzer Kirmes 2024: Vergabe wird neu ausgeschrieben

Fest steht: Die Stadt Köln rudert mit ihrer Entscheidung vom Herbst, einem Veranstalter aus Leverkusen die Zusage für die Deutzer Kirmes zu geben, zurück. Das bestätigt Stadtsprecherin Simone Winkelhog gegenüber 24RHEIN. Die Konsequenz: Die Vergabe für die Osterkirmes 2024 sowie die Herbstkirmes 2024 wird neu ausgeschrieben.

Die Stadt soll bereits beiden Veranstaltern schriftlich mitgeteilt haben, dass alle Enscheide im Fall der Vergabe zur Deutzer Kirmes zurückgenommen werden. „Wir warten jetzt stündlich auf die Informationen der Stadt, welche Unterlagen wir wie neu einreichen müssen“, sagt die GKS-Vorsitzende Tanja Hoffmann.

Der Schritt, vor Gericht zu ziehen, sei den Kölner Schaustellern nicht leicht gefallen. Man habe jedoch keine andere Lösung gesehen, so Hoffmann weiter. „Wir sind auch jetzt noch auf eine gute Zusammenarbeit aus und hoffen, dass das auch künftig wieder möglich ist.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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