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Umstrittener Radweg-Ausbau in Nachrodt: Vertragsstrafen drohen

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Zwischen ehemals Rastatt und ehemals Böhland soll ein Radweg entstehen. Die Vorbereitungsarbeiten sollen „vermutlich ohne Beeinträchtigung des Verkehrs“ ausgeführt werden.
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Voraussichtlich kein „zeitliches Jahr“ werde die Baustelle dauern für den Radweg, den Straßen.NRW zwischen ehemals Böhland und ehemals Rastatt bauen will.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Ausschreibung soll dabei so ausgelegt werden, dass die Verträge entsprechende Vertragsstrafen vorsehen, wenn die Arbeiten nicht fristgerecht beendet sind. So berichtet es Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz in einer Sitzungsvorlage für die kommende Ratssitzung am Montag, 19. Juni, bei dem der Radweg auf der Tagesordnung steht.

Startschuss vielleicht diesen Herbst

Der Startschuss für die ersten Arbeiten könnte – wie berichtet – im Herbst dieses Jahres fallen und „vermutlich ohne Beeinträchtigung des Verkehrs“ erfolgen, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Die eigentliche Bauarbeiten werden dann voraussichtlich von März bis Oktober 2024 stattfinden. So wurde es bei einem Termin von Straßen.NRW, dem CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick, Vertretern der heimischen Politik sowie der Verwaltung Ende Mai besprochen. In der Sitzungsvorlage fasst Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz die Infos aus dem Treffen zusammen.

Erlaubnis nur begrenzt gültig

Wie berichtet, hatte damals Ludger Sieber von Straßen.NRW offengelegt, dass in Kürze die wasserrechtliche Erlaubnis vorliegen wird. „Und hierbei ist es so, dass diese nur einen begrenzten Zeitraum gültig ist.“ Siebert hatte erklärt, dass das Gesamtbaufeld circa 540 Meter lang ist, die Bauabschnitte aber so unterteilt werden sollten, dass die Baustelle nicht länger sei, als die „Baustelle“ der Brücke. Hierdurch würde sich eine grüne Welle schalten lassen und die Autofahrer könnten in einem Rutsch durch beide Baustellen fahren.“

Begünstigt würde der Bau des Radweges in der jetzigen Zeit dadurch, dass die Strecke momentan viele Baustellen habe und dadurch für den Umleitungsverkehr sehr unattraktiv sei. „Ebenso ist grade hilfreich, dass kaum Lkw die Strecke befahren, da die Brücke in Altena für Fahrzeuge größer 3,5 Tonnen gesperrt ist.“

Optimaler Zeitpunkt für Radweg-Bau

Nach Ansicht von Straßen NRW sei es aktuell der optimale Zeitpunkt, den Radweg zu bauen. Wenn die B 236 wieder besser befahrbar oder gar frei sei, würden wieder mehr Fahrzeuge durch Nachrodt fahren und dann würde es mit den Staus noch schlimmer. „So wissen schon viele Verkehrsteilnehmer, dass die Strecke keinen zeitlichen Vorteil gegenüber den offiziellen Umleitungen bringt und deshalb ist sie eher unattraktiv.“

Durch die „Verlegung“ der Ampel Richtung Altena würde sich der Stau auch Richtung Altena verschieben. Hier würde geprüft, ob eine Zuflussregelung im Bereich L 692/B 236 geschaffen werden kann.

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