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Der Volkstrauertag ist einer von mehreren Feiertagen im November. An dem Sonntag gelten in NRW bestimmte Regeln. Was erlaubt ist – und was nicht.
Hamm – Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag, der in Deutschland jedes Jahr zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen wird. Im Jahr 2024 fällt er auf den 17. November. Anders als andere Feiertage ist der Volkstrauertag stets an einem Sonntag, der für die meisten Menschen ohnehin arbeitsfrei ist. Allerdings ist er ein sogenannter stiller Feiertag mit strengeren Regeln und Bestimmungen, die für alle gelten. Wir geben einen Überblick, was in Nordrhein-Westfalen erlaubt und was nicht.
Volkstrauertag in NRW: Verbote und Regeln am stillen Feiertag
Die Einschränkungen an stillen Feiertagen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. In NRW sind die Verbote und Bestimmungen im „Gesetz über Sonntage und Feiertage“ geregelt. Am Volkstrauertag ist in der Zeit von 5 Uhr in der Früh bis 13 Uhr am Mittag folgendes nicht erlaubt:
- Märkte, gewerbliche Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen,
- sportliche und ähnliche Veranstaltungen einschließlich Pferderennen und -leistungsschauen sowie Zirkusveranstaltungen, Volksfeste und der Betrieb von Freizeitanlagen, soweit dort tänzerische oder artistische Darbietungen angeboten werden,
- der Betrieb von Spielhallen und ähnlichen Unternehmen sowie die gewerbliche Annahme von Wetten.
Da das Verbot in den genannten Bereichen bereits um 13 Uhr endet, sind etwa verkaufsoffene Sonntage, die in der Regel von 13 bis 18 Uhr dauern, durchaus möglich. Viele Städte verzichten am stillen Feiertag jedoch darauf. An den anderen Feiertagen im November – Allerheiligen am 1. November und Totensonntag, in diesem Jahr am 24. des Monats – sind die genannten Einschränkungen strenger; sie gelten dann bis 18 Uhr.
Volkstrauertag in NRW: Vieles bis 13 Uhr verboten, einiges sogar bis 18 Uhr
Darüber hinaus sind am Volkstrauertag in NRW von 5 Uhr morgens bis 18 Uhr am Abend – also fünf Stunden länger –verboten:
- musikalische und sonstige unterhaltende Darbietungen jeder Art in Gaststätten und in Nebenräumen mit Schankbetrieb,
- alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz.
Zum Hintergrund: Der Volkstrauertag wurde zum ersten Mal in den 1920er Jahren begangen – zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Debatten über den Zweck, den Namen und das Datum. Seit 1952 wird der Volkstrauertag deutschlandweit vor dem ersten Advent abgehalten, um der Opfer von Krieg und Tyrannei zu gedenken.
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