Schnelles Internet ohne Wenn und Aber

Versprochen: Von Uentrop aus kommt Glasfaser flächendeckend nach Hamm

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Das Interesse war groß: Marile Wirland vom Eon-Vertrieb erklärte den rund 400 Interessierten, wie der Glasfaserausbau ablaufen soll.
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Das Uentroper Dorf hat die Glasfaser schon. Nun setzt die Eon-Tochter Westconnect zum flächendeckenden Ausbau in Hamm an. Großes Interesse bestand an einer Infoveranstaltung für den nächsten Bauabschnitt im Stadtbezirk Uentrop.

Uentrop – Auf großes Interesse stieß die Infoveranstaltung des Energieversorgers Eon am Dienstagabend im Hammer Kurhaus. Den 400 Hammern ging es allerdings nicht um die Versorgung mit Erdgas oder Strom, sondern um die stabile Highspeed-Verbindung ins Internet über die Glasfaser.

„Diese moderne Infrastruktur passt gut in unser Angebot. Der Glasfaserausbau durch unsere Tochter Westconnect ist genau so wichtig geworden wie die Energieträger. Wir sind schon lange, seit 15 Jahren dabei“, betonte Marile Wirland. Und die Projektmanagerin Vertrieb im Essener Konzern unterstrich, dass die aktuellen Ausbaugebiete Werries und Mark nicht die letzten in der Stadt Hamm sein werden.

„Wir werden die Stadt flächendeckend ausbauen!“, sagte sie. Das ist ein Versprechen und das beabsichtigt Eon offenbar auch zu halten, wenn ein Mitbewerber seine Leitungen in die Straße gelegt hat. „Stand jetzt, ist dieses so genannte Überbauen vorgesehen“, erklärte Wirland. Es sei ein eigenwirtschaftlicher Ausbau geplant. Eine Mindestvermarktungsquote gebe es in Hamm nicht. Die gab es aber noch beim Ausbau im Uentroper Dorf. Dort hat Westconnect die Glasfaser weitgehend schon gelegt.

Glasfaserausbau in Hamm: 12.437 mögliche Kunden

Dass die Übertragungstechnik per Lichtimpuls die Zukunft ist, bestritt niemand im Publikum. Fragen hatten die Bewohner des Hammer Ostens angesichts des attraktiven Angebots dennoch einige. Ob denn Ostwennemar auch ausgebaut würde, weil in der Projektbeschreibung doch nur von Mark und Werries gesprochen werde. Die Fragen war mit der Ankündigung der Eon-Infoveranstaltung bereits aufgekommen, weil Werber derzeit auch in anderen Stadtteilen von Haus zu Haus ziehen, so wie in Hamm-Osten. Die Antwort gaben Wirland sowie eine Karte auf der Leinwand. Dort waren die Ausbaugebiete von Uentrop bis zur Höhe Hohefeldweg und Birkenallee grün markiert.

6.205 Adressen ermittelten die Essener in dem Bereich, 12. 437 mögliche Kunden. Wer dort wohnt und bis zum 31. August eine Grundstückeigentümererklärung unterzeichnet, bekommt in naher Zukunft die Glasfaser direkt in den eigenen Keller gelegt. Und zwar in jedem Fall, ob das Haus in einer Sackgasse oder im hinteren Teil eines Grundstücks liege.

Glasfaserausbau in Hamm: Einwilligung

Probleme könnte es geben, wenn das eigene Heim mit anderen an einer Privatstraße liege, erfuhr ein Nachfrager. „Es müssen dann alle einwilligen, so weit ich weiß“, sagte Wirland und erhielt juristische Expertise aus dem Saal. Auch werde das Grundstück in den Urzustand zurückversetzt, ergänzte sie, der Konzern hafte als Auftraggeber für Schäden am Haus. Die Managerin gab sich überzeugt, dass das Eon-Angebot niemanden kalt lasse. Die Glasfaser werde schließlich kostenfrei verlegt, steigere den Wert des Eigentums.

Wer bis zum Ende des Vermarktungszeitraums am 31. August einen Tarif mitbuche, bekomme auch die Aktivierungsgebühr (400 Euro) geschenkt, konterte Wirland die Frage nach Beibehaltung des Vertrags mit dem alten Provider. „Unser Netz ist Open Access, also darf jeder Anbieter die Leitung nutzen. Sie sollten nur nachfragen, ob der unser Netz nutzen will.“ Den alten Router zu behalten wie auch der Verzicht auf das Netzabschlussgerät (ONT) sei ebenfalls möglich.

Glasfaserausbau in Hamm: Bauzeit

Zu den Bauzeiten, wann die schnelle Leitung stehe, wollte Wirland keine Aussage treffen. „Ich denke ein Jahr“, mutmaßte sie. Und sie verwies auf die im Netz installierte Verfügbarkeitsmaske. Die Webpräsenz hakte aber bei einem spontanen Test einiger Gäste. „Wenn ich sie aufrufe, komme ich nicht weiter, ohne gleich einen Vertrag anzuklicken, also mitzubuchen“, hieß es. Wirland und ihre Mitarbeiter versprachen, das Problem anzusprechen und ändern zu lassen.

Der Vermarktungsstart für die westlichen Stadtteile Hamms soll nach Unternehmensangaben auf der Internetseite bereits ab Herbst 2023 erfolgen, für Heessen mit dem 1. September und Bockum (1. November) werden schon konkrete Daten genannt.

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