Start der Sanierung

Von Wasserschaden bis Wärmelücken: Bernhardhaus erhält ein Update

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Freuen sich, dass es am Bernhardhaus endlich los geht: (von rechts) Architekt Wilhelm Teigelkötter, Norbert Quante (Geschäftsführer) und Tobias Buschulte von der Firma Müller.
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Die lang ersehnte Sanierung des Bernhardhauses hat begonnen. Was das Maßnahmenpaket beinhaltet und wie teuer es wird.

Kirchwelver – Die Gerüste lassen es erahnen: Es geht los. Die Sanierung des Bernhardhauses ist seit dem 7. März in vollem Gange.

Jedoch mit Verzögerung. Denn schon im September 2023 waren die Räume des zur Pfarrei St. Maria in Welver gehörenden Pfarrheims leer geräumt worden, um den Weg für die anstehenden Arbeiten freizumachen. Seitdem herrschte am und im Bernhardhaus zunächst Stille.

Aber jetzt ist schon aus Entfernung der Schlagbohrer zu hören. „Wir hatten ja eigentlich geplant, eher zu beginnen“, sagt Norbert Quante, Geschäftsführer des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde. Da es jedoch Probleme gab, eine ausreichende Zahl an Angeboten von Firmen einzuholen, kam es zu Verzögerungen. „Die sind ja Gegenstand für die Genehmigung durch das Erzbischöfliches Generalvikariat“, erklärt Quante.

Bernhardhaus erhält ein Update: Feuchtigkeit im Wandbereich gefunden

„Wir haben ja im Grunde genommen zwei kleine Teilmaßnahmen, die jedoch parallel durchgeführt werden“, erklärt Architekt Wilhelm Teigelkötter aus Hamm. Zum einen gehe es um die Beseitigung von Wasserschäden im Innenausbaubereich. An der Fassade auf der Wetterseite des Hauses sei durch die ausführende Firma Müller Feuchtigkeit im hinteren Wandbereich gefunden worden. „Das ist Gott sei Dank nur marginal“, erklärt Teigelkötter. Neben Müller seien weitere Firmen aus dem nahen Umkreis mit den Arbeiten beauftragt worden.

Mit dem Errichten des Gerüsts rund um das Bernhardhaus ist die Sanierung des Gebäudes gestartet. Das Paket beinhaltet zwei Teilmaßnahmen, die zeitgleich durchgeführt werden sollen. Im Sommer 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Zum anderen gehe es um die energetische Ertüchtigung des rund 40 Jahre alten Gebäudes, durch die Erhöhung der Wärmedämmung im Außenwandbereich. Sämtliche Türen und Fenster sollen im Zuge der Maßnahme ausgetauscht werden. Eingebaut sollen wieder Holzfenster – jedoch mit einem höheren Wärmestandard als die alten. Auch die Dachflächenfenster sollen durch welche mit höherem Wärmeschutz ausgetauscht werden. Die Balkenlage soll im Rahmen der Energetischen Sanierung des Gebäudes ertüchtigt werden.

Bernhardhaus erhält ein Update: Kosten für Maßnahmen im sechsstelligen Bereich

Auch die Heizung im Bernhardhaus soll ein Update erfahren. Weil aber zum Zeitpunkt der Antragstellung noch unklar war, wie sich die Situation auf dem Markt entwickeln wird bezüglich Wärmepumpen und Regenerativer Energien sei dieses Projekt zunächst hinten angestellt worden. „Dass wir das machen, steht aber eigentlich außer Frage“, so der Architekt. Eine Energieberatung sei bereits erfolgt, sodass es für diese Maßnahme eine Förderung gibt.

Lediglich der Innenbereich des Bernhardhauses soll aufgearbeitet werden. „Wir verändern nichts am äußeren Erscheinungsbild“, betont Teigelkötter. „Das bleibt alles so.“

Zum Großteil werde das Projekt, für das zwischen 300. 000 und 400 .000 veranschlagt worden sind, von kirchlicher Seite mit einem sehr hohen Prozentsatz finanziert.

In rund drei Monaten - also etwa im Sommer 2024 - sollen die Arbeiten, wenn alles glatt läuft, abgeschlossen sein.

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