Wind, Laub, wenig Regen

Waldbrandgefahr in NRW steigt: Diese Regeln sollten dringend beachtet werden

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IN NRW steigt aufgrund des milden Klimas die Waldbrandgefahr. Um Brände zu vermeiden, sollten Waldbesucher einige Regeln unbedingt beachten.

Hamm – Der kommende Frühling macht vielen Menschen in NRW gute Laune. Die Tage sind länger hell, die Sonnenstrahlen werden immer wärmer und allmählich werden auch die grauen Regentage weniger. Doch kaum werden die Temperaturen milder, steigt auch wieder die Waldbrandgefahr. Der Deutsche Wetterdienst hat für einen Großteil NRWs Waldbrandgefahr der Stufe 3 ausgerufen.

Waldbrandgefahr in NRW steigt: Diese Regeln sollten dringend beachtet werden

Die anhaltende Trockenheit, viel Laub auf dem Waldboden und das auch zum Wochenende hin beständig sonnige Wetter bei gleichzeitig immer wieder auffrischendem Wind sorgen derzeit für eine erhöhte Waldbrandgefahr in NRW. Das teilte der Landesbetrieb Wald und Holz mit. Insgesamt liegt der Gefahrenindex für NRW noch bei Stufe 3, was für eine mittlere Gefahr steht – lokal kann jedoch bereits die Gefahrenstufe 4 erreicht werden.

Regional blicken Förster von Wald und Holz NRW mit Sorge auf die aktuelle Lage. Regeln zur Vermeidung von Waldbränden sollten „jetzt unbedingt berücksichtigt werden“, so die Experten. Insbesondere, da nicht jedem bewusst sei, dass die Gefahr bereits im Frühling – und nicht erst im Sommer – steigen kann. Wald und Holz NRW erinnert daher daran, dass sich das Risiko eines Waldbrandes durch richtiges Verhalten drastisch reduzieren lässt.

Ausbleibende Niederschläge, steigende Temperaturen und viel trockenes Laub auf dem Boden sorgen für eine steigende Waldbrandgefahr in NRW.

Rauchverbot im Wald und Gefahr durch parkende Fahrzeuge

Von März bis Oktober gilt in den Wäldern Nordrhein-Westfalens ein absolutes Rauchverbot. Zigaretten sollten auch nicht aus Autos oder Zügen geworfen werden. „Glimmende Kippen lösen immer wieder Waldbrände aus!“, warnt Wald und Holz NRW. Offenes Feuer ist im Wald sowie im Umkreis von 100 Metern – außer an ausgewiesenen Grillplätzen – gesetzlich verboten. Zudem müssen Rettungswege wie Waldwege und Waldzufahrten stets freigehalten werden.

Dass Feuer, Rauchen oder achtlos weggeworfene Zigaretten im Wald eine erhebliche Brandgefahr darstellen, liege auf der Hand, so die Experten. Doch vielen sei nicht bewusst, dass auch parkende Fahrzeuge eine Gefahr darstellen können. Autos dürfen deshalb nicht unerlaubt im Wald bewegt oder abgestellt werden. Jeder Autofahrer sollte bedenken, dass ein heißer Auspuff auf trockenem Gras, Laub oder abgestorbenen Ästen leicht ein Feuer entfachen kann.

„Wer mit dem Fahrzeug unterwegs ist, sollte daher auf die Vegetation achten und sein Fahrzeug am besten auf ausgewiesenen Parkplätzen außerhalb von Wald und Feld parken“, erklärt Dolgner von Wald und Holz NRW.

Was tun, wenn es doch brennt?

Wenn es im Wald dann doch nach Rauch riecht oder sogar die ersten Flammen lodern, „sollte nicht zögern und sofort die 112 anrufen“. Eigene Löschversuche sollten nur bei kleinsten Entstehungsbränden unternommen werden. Ist das Feuer erst einmal richtig entfacht, sind Löschversuche oft wenig hilfreich.

Stattdessen sollten alle den Gefahrenort zügig verlassen und einen Notruf absetzen. Dabei sei es sehr wichtige, auch wirklich die 112 zu wählen, so Dolgner. „Wird der Förster bei einem Waldbrand angerufen, kann der auch nichts anderes machen, als die Feuerwehr zu alarmieren“, so der Experte weiter.

Standort im Wald genau beschreiben

Beim Anruf bei der Feuerwehr sollten Waldbesucher ihren Standort zudem so genau wie möglich beschreiben. „Beschreibungen wie: Ich habe auf dem Wanderparkplatz xy geparkt und bin dann rechts in den Wald abgebogen und dem Spazierweg gefolgt, können für die Einsatzkräfte bereits sehr hilfreich sein“, erläutert Hartwig Dolgner von Wald und Holz NRW.

Die erhöhte Waldbrandgefahr im Frühjahr ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches, betonen die Experten. Dennoch sei nicht jedem bewusst, dass die Gefahr auch im Frühling schon steigen kann. Um Waldbrände zu vermeiden, sollten sich Waldbesucher daher dringend an die Regeln halten – dem Wald zuliebe. Schließlich lautet die Wetter-Prognose für NRW trocken, warm, sonnig – und das voraussichtlich bis Mitte April. 

Rubriklistenbild: © IMAGO / Andreas Franke

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