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Warsteiner Feuerwehr im Einsatz: Statt Pferdestall brennt lediglich ein Lagerfeuer

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Die Rettungskräfte können im Einsatzfall alle Baustellenampeln im Bereich der Hauptstraße auf Rot stellen, um den Bereich schnellstmöglich zu passieren.
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Die Feuerwehr eilte am Samstag nach Hirschberg – und lobt die Sonderregelung in der Hauptstraßen-Baustelle für Rettungskräfte bei Einsatzfahrten.

Warstein – Die erste Alarmierung ließ Schlimmes vermuten: Am frühen Samstagabend, 18. Oktober, wurden gegen 18.30 Uhr die Kräfte der Löschgruppe Hirschberg und anschließend auch aus Suttrop sowie die Drehleiter aus Belecke in den Hirschberger Rodelweg alarmiert, dort solle ein Pferdestall brennen. Ein Zeuge hatte dort eine intensive Rauchentwicklung festgestellt, daraufhin die Polizei alarmiert, die wiederum die Leitstelle der Feuerwehr informierte. Eine Rauchentwicklung vor Ort gab es tatsächlich, das Feuer war allerdings unter Kontrolle. Und auch kein Pferdestall stand in Flammen, stattdessen brannte ein Lagerfeuer in einer Feuerschale. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mussten nicht tätig werden und konnten wieder einrücken.

Im Notfall zählt jede Minute

Ein Lob gab es von der Feuerwehr im Anschluss mit Blick auf die Anfahrt zum Einsatzort. Denn wenn beispielsweise der Löschzug Belecke bei einem Einsatz im Warsteiner Süden unterstützen muss, andersherum der Löschzug Warstein ins Möhnetal eilt oder – wie am Samstagabend – die Löschgruppe Suttrop nach Hirschberg ausrückt, muss das Baustellen-Nadelöhr im Einmündungsbereich von Kreis- und Hauptstraße passiert werden. Langandauernde Rückstaus, wie sie im „regulären“ Verkehr an der Tagesordnung sind, können sich die Rettungskräfte natürlich nicht erlauben, wenn im Notfall jede Minute zählt.

Alle drei Ampeln gleichzeitig auf Rot

Stattdessen können jene Rettungskräfte alle drei Ampeln – aus Belecke, Warstein und Suttrop kommend – für die Dauer von drei Minuten gleichzeitig auf Rot stellen. Dann steht alles und die Fahrzeuge können die Baustelle passieren. Wenn Verkehrsteilnehmer demnach merken, dass gerade niemand fährt, könnten sich Rettungsfahrzeuge anbahnen. Auch die Polizei hatte kurz nach Beginn der Baustelle nachgebessert und Markierungen angebracht, damit der Rückstau auf der Hauptstraße im Einsatzfall nicht die Ausfahrt der Wache blockiert.

Vor wenigen Tagen war die Feuerwehr im Möhnetal im Einsatz. Dort brannte Unrat in einer Wanderhütte.

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