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Der Lioba-Tag ist immer ein ganz besonderer Schultag an der gleichnamigen Warsteiner Grundschule. Am Freitagvormittag waren Ballonteams zu Gast.
Warstein - Am Morgen wäre es sogar „Montgolfiade-Wetter“ gewesen, doch wenig später zogen die grauen Wolken über die Lioba-Grundschule am Schwarzen Weg. „Alles richtig gemacht“, dürfte sich das Lehrerkollegium gedacht haben, denn am Freitagvormittag wurde Lioba-Tag gefeiert. Eigentlich hätte die heilige Lioba, Missionarin und Klostergründerin des 8. Jahrhunderts, erst am Samstag Namenstag. Doch da ist die Grundschule natürlich geschlossen.
Für den diesjährigen Lioba-Tag hatte sich das Kollegium um Karin Scheithauer und Sibylle Heppelmann etwas besonders überlegt, während bereits am Vortag ein Schulgottesdienst mit Ludger Althaus in der Petrus-Kirche stattfand, den die Musik-AG der Grundschule mit einem kleinen Musical unterstützte. Die Klassen des ersten Schuljahres wanderten am Freitagvormittag zum Ini-Gutshof, das zweite Schuljahr war an den Tennisplätzen und auf den Spielplätzen unterwegs, die vierten Klassen erkundeten den Suttroper Diamantenpfad und die dritten Klassen durften vor Ort bleiben.
Sonst in den Jahren fahren die Ballon schon einmal morgens über den Schulhof. In diesem Jahr nicht, aber ganz ohne Ballone geht es ja auch nicht.
„Normalerweise besuchen sie jedes Jahr die Montgolfiade, aber die ist in diesem Jahr ja leider ausgefallen“, schilderte Heppelmann als stellvertretende Schulleiterin. Also holte das Kollegium mit den heimischen Ballonteams Rasmus/Brall, Schröer und „Wästertaler Wolkentänzer“ ein bisschen Montgolfiade in die regengeschützte Dreifachturnhalle. Das Turnhallendach verhinderte zwar „richtige“ Starts - der Modellbalon konnte so eben aufgerichtet werden - doch die Drittklässler waren mehr als begeistert. Sie durften in den Korb klettern, beim Aufrüsten des Modellballons zusehen und eine echte Ballonhülle von innen erkunden. „Dieser Tag ist immer etwas Besonderes für alle“, sagte Heppelmann.
Aktuell stehe im Sachkundeunterricht der Drittklässler das Thema Luft auf dem Stundenplan, am Morgen wurden bereits kleine Fallschirme für Spielfiguren gebastelt: „Da passen Heißluftballone natürlich super ins Thema.“ Auch wenn mancher Grundschüler die aufgeblasene Hülle anfangs für eine „riesige Hüpfburg“ hielt: „Sonst in den Jahren fahren die Ballone schon einmal morgens über den Schulhof. In diesem Jahr nicht, aber ganz ohne Ballone geht es ja auch nicht.“

