Auftakt in den Straßenkarneval

Weiberfastnacht-Bilanz: Wildpinkler, Platzverweise und Straftaten

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Die Stadt Köln hat eine erste Bilanz zu Weiberfastnacht 2023 gezogen. Die Zülpicher Straße war bereits um 11 Uhr dicht, es gab diverse Wildpinkler.

Köln – Weiberfastnacht 2023 bot wieder Bilder wie beim Kölner Karneval vor der Corona-Pandemie – volle Straßen im Zülpicher Viertel, schunkelnde Jecken am Alter Markt und überall „Kölle Alaaf“. Damit einher gingen jedoch nicht nur fröhliche und betrunkene Gesichter – sondern auch einige Verstöße gegen die geltenden Regeln, wie die Stadt Köln mitteilt. Diese hat eine erste Bilanz zum Auftakt in den diesjährigen Straßenkarneval veröffentlicht.

Die schönsten Fotos vom Karneval – so feiert Köln von Weiberfastnacht bis Rosenmontag

Zuschauer am Straßenrand warten beim Rosenmontagszug in Köln auf die Kamelle.
Am Straßenrand warten die jungen und alten Jecken auf die Kamelle - mit offenen Tüten sind sie bereit.  © Christoph Hardt/IMAGO
Christoph Kuckelkorn (l) und Sportreporterin Laura Wontorra fahren auf dem Präsidentenwagen des Festkomitees beim Rosenmontagszug in Köln mit.
Natürlich darf Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, beim Rosenmontagszug durch Köln nicht fehlen. Gemeinsam mit Sportreporterin Laura Wontorra fahren die beiden auf dem Präsidentenwagen.  © Oliver Berg/dpa
Die Maus auf dem Karnevalsumzug in Köln.
Die Maus lässt sich den Rosenmontagszug in Köln auch nicht entgehen.  ©  Political-Moments/Imago
Die Spieler vom 1. FC Köln Timo Hübers, Dejan Ljubicic, Lukas Berg beim Rosenmontagszug in Köln.
Vom 1. FC Köln sind beim Rosenmontagszug durch Köln auch Spieler mit dabei. Unter anderem Timo Hübers, Dejan Ljubicic und Lukas Berg (von links).  © Herbert Bucco/ IMAGO
Die Altstädter beim Rosenmontagszug in Köln.
Volle Straßen, tausende Besucher und Sonnenschein: Der Rosenmontagszug 2023 in Köln. © Guido Schiefer/Imago
Zuschauer auf der Tribüne beim Rosenmontagszug in Köln.
Die Zuschauer auf den Tribünen des Rosenmontagszugs in Köln greifen nach den Kamelles, die von den Festwagen abgeworfen werden.  © political moments/Imago
Die Jungfrau Agrippina vom Kölner Dreigestirn fährt auf einem Festwagen des Kölner Rosenmontagszug.
Auf eine der letzten Festwagen des Rosenmontagszug in Köln ist Jungfrau Agrippina vom Kölner Dreigestirn. Mit ihr fährt auch Bauer Marco.  © Oliver Berg/ dpa
Die Blauen Funken beim Rosenmontagszug in der Südstadt.
Die ersten Wagen im Rosenmontagszug sind am Ziel angekommen.  © Guido Schiefer/Imago.
Der Rosenmontagszug 2023 in Köln.
Ein Hingucker: Übergroße, aufgeblasenen Puppen in Karnevalsuniformen laufen den Rosenmontagszug 2023 in Köln mit. © 24RHEIN
Jecken laufen an Rosenmontag über die Deutzer Brücke in Köln.
Die ersten Jecken und Wagen ziehen beim Rosenmontagszug in Köln über die Deutzer Brücke.  © Rolf Vennenbernd/dpa
Holger Kirsch, Zugleiter, hält auf der Tribüne am Ottoplatz in Köln-Deutz eine Rede zur Eröffnung des Rosenmontagzugs.
Der Zugleiter Holger Kirsch hält eine Rede zur Eröffnung des Rosenmontagzugs in Köln. Pünktlich um 10 Uhr startet der Zoch auf der Schäl Sick.  © 24RHEIN
Ein Mottowagen auf dem Kölner Rosenmontagszug 2023.
Ein Mottowagen des Rosenmontagszugs in Köln, der auf die Energiekrise und das Ausschalten der Beleuchtung des Kölner Doms aufmerksam machen soll. © Political-Moments/imago
Jecken feiern am Rosenmontagzug in Köln.
Die Sonnenstrahlen am Morgen treffen die glücklichen Jecken. Endlich findet der Rosenmontagszug in Köln wieder statt.  © Oliver Berg/dpa
Eine Frau beim Rosenmontagzug in Köln trägt einen Hut, auf dem „Alaaf“ steht.
Kölle Alaaf: Die Zuschauer bejubeln den Rosenmontagzug in Köln.  © Oliver Berg/dpa
Schüler der Europa-Schule nehmen an den Schull- und Veedelszöch (Schul-und Stadtteilzüge) teil.
Am Karnevalssonntag war der „Schull- und Veedelszöch“ das große Highlight in Köln. Dieser wird von den Kölner Schulen (wie hier die Europa Schule) ausgerichtet. © Oliver Berg/dpa
Lehrer als Städte verkleidet nehmen an den Schull- und Veedelszöch (Schul-und Stadtteilzüge) teil.
Neben vielen Schülerinnen und Schülern laufen beim „Schull- und Veedelszöch“ auch Lehrkräfte mit. © Oliver Berg/dpa
Traditionelles Funkenbiwak der Roten Funken auf dem Neumarkt Tanzende und feiernde Jecken.
Konfetti auf dem Neumarkt, wo am Karnevalssamstag viele Menschen beim Funkenbiwak dabei waren. © Political-Moments/Imago
Verkleidete Menschen feiern am Karnevalssamstag am Neumarkt.
Köln feiert Karneval – wie am Karnevalssamstag zahlreiche Menschen anlässlich des Funkenbiwaks am Neumarkt. © Political-Moments/Imago
Koelner Karneval: Traditionelles Funkenbiwak der Roten Funken auf dem Neumarkt.
Das Stippeföttche beim Traditionskorps der Blauen Funken beim Funkenbiwak am Karnevalssamstag am Neumarkt. © Political-Moments/Imago
Traditionelles Funkenbiwak der Roten Funken auf dem Neumarkt in Köln.
Eindrücke vom traditionellen Funkenbiwak am Neumarkt in Köln. © Political-Moments/Imago
Karnevalisten feiern in der Altstadt die Eröffnung des Straßenkarnevals auf dem Alter Markt.
Glitzer, bunte Perücken und aufwändiges Make-Up – auch das ist Karneval in Köln. © Rolf Vennenbernd/dpa
Jecken und Narren strömen in die Kölner Altstadt, um an Weiberfastnacht den Kölner Karneval zu feiern.
Karneval in Köln wird auch in den zahlreichen Kneipen in der ganzen Stadt gefeiert – wie hier an Weiberfastnacht in der Altstadt. © Christoph Hardt/Panama Pictures/Imago
Eine Karnevalistin feiern mit einem ausgestopften Murmeltier auf der Domplatte.
Mit einem ausgestopften Murmeltier war eine Karnevalistin an Weiberfastnacht in Köln unterwegs. © Rolf Vennenbernd/dpa
Jecken und Narren strömen in die Kölner Altstadt, um an Weiberfastnacht den Kölner Karneval zu feiern.
Köln feiert Straßenkarneval – nicht nur an Weiberfastnacht füllte sich die Altstadt. © Christoph Hardt/Panama Pictures/Imago
Vor dem Kölner Dom steht eine Gruppe an bunt verkleideter Jecken.
Bunt verkleidet sammeln sich die Jecken vor dem Kölner Dom an Weiberfastnacht. Die Stimmung ist ausgelassen.  © Oliver Berg/dpa
Karnevalisten gehen als Haltestelle verkleidet durch die Stadt.
Kreative Kostüme gehören zum Kölner Karneval dazu – diese Gruppe verkleidete sich an Weiberfastnacht als Haltestellen. © Oliver Berg/dpa
Verkleidete Karnevalisten feiern auf der Domplatte.
Rund um Weiberfastnacht sieht man in Köln teils kreativ verkleidete Menschen, die Karneval feiern.  © Rolf Vennenbernd/dpa
Karnevalisten feiern an Weiberfastnacht die Eröffnung des Straßenkarnevals auf dem Alter Markt.
Karnevalisten feiern an Weiberfastnacht die Eröffnung des Straßenkarnevals auf dem Alter Markt. © Rolf Vennenbernd/dpa
Menschen feiern am Chlodwigplatz in Köln den Kölner Karneval an Weiberfastnacht.
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Karnevalistinnen gehen als Popcorne verkleidet durch die Stadt.
Aber bitte mit Popcorn – so wie diese Frauen an Weiberfastnacht in Köln. © Oliver Berg/dpa
Jecken und Narren strömen in die Kölner Altstadt, um an Weiberfastnacht den Kölner Karneval zu feiern.
In ganz Köln wird bunt verkleidet gefeiert. Falls es regnen sollte, sind die Jecken passend ausgestattet.  © Christoph Hardt/IMAGO
Feiernde Jecken in Kostümen stehen an der Aachener Straße in Köln im Belgischen Viertel.
Auch im Belgischen Viertel rund um die Aachener Straße versammelten sich an Weiberfastnacht verkleidete Feiernde. © 24RHEIN
Jugendliche und Studierende feiern am Aachener Weiher unweit der Zülpicher Straße Weiberfastnacht und die Eröffnung des Straßenkarnevals.
Auch am Aachener Weiher in Köln wird an Weiberfastnacht gefeiert. Vor allem junge Menschen versammeln sich dort.  © Rolf Vennenbernd/dpa
Menschen versammeln sich auf dem Weg zur Uniwiese in Köln.
Die Menschen machen sich auf den Weg zur Kölner Uniwiese. Dort wurden zum Schutz der Grünfläche Plastikmatten und Bauzäune aufgestellt.  © Nadja Pohr/24RHEIN
Karnevalisten machen beim Rosenmontagszug in Köln Musik.
Alles pink war wohl das Motto dieser Gruppe, die in Köln Weiberfastnacht gefeiert hat. © NurPhoto/Imago
Eine bunt verkleidete Frau strahlt an Weiberfastnacht in Köln in die Kamera.
Schillerende Kostüme strahlen an Weiberfastnacht in Köln.  © Christoph Hardt/IMAGO
Kostümierte Jecken sind an Weiberfastnacht in Köln unterwegs.
Die Erdbeere – einer der Klassiker unter den Kostümen, die man immer wieder an Karneval sieht. © Gladys Chai von der Laage/Imago
Pünktlich um 11:11 fliegt Konfetti an Weiberfastnacht am Alter Markt in Köln durch die Luft.
Konfetti fliegt um 11:11 Uhr durch die Luft. Damit wurde der Straßenkarneval in Köln am Alter Markt feierlich von der Karnevalsgesellschaft Altstädter eröffnet.  © Rolf Vennenbernd/dpa
Das Traditionskorps Altstädter Köln 1922 eV mit Tanzpaar Jeanette Koziol und Jens Käbbe tanzen auf der Bühne.
Die Altstädter Köln mit ihrem Tanzpaar Jeanette Koziol und Jens Käbbe auf der Bühne am Alter Markt – hier wird der Straßenkarneval traditionell um 11:11 Uhr eröffnet. © Horst Galuschka/Imago
Henriette Reker (parteilos), Oberbürgermeisterin, steht an Weiberfastnacht bei der Eröffnung des Straßenkarnevals auf dem Alter Markt auf der Bühne.
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) spricht bei der Eröffnung des Straßenkarnevals in Köln. © Rolf Vennenbernd/dpa
Das Kölner Dreigestirn wird von Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rathaus in Köln empfangen.
Das Kölner Dreigestirn wird traditionell an Weiberfastnacht im Kölner Rathaus von Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfangen.  © Oliver Berg/dpa
Volle Zülpicher Straße an Weiberfastnacht 2023
Bereits kurz vor 11:11 sind die Straßen Richtung Zülpicher Platz überfüllt. Teilweise werden Zugänge abgesperrt.  © Thomas Banneyer/dpa
Menschen drängen sich an den Absperrungen nähe des Zülpicher Platzes durch.
Tausende Menschen drängen sich zwischen die Absperrungen in der Nähe des Zülpicher Platzes. Die Sicherheitskräfte haben einiges zu tun.  © Thomas Banneyer/dpa
Jecken feiern auf dem Alter Markt in Köln an Weiberfastnacht
Ob jung oder alt: Die Jecken feiern zusammen Weiberfastnacht in Köln.  © picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd
In bunten Kostümen feiern Jecken auf dem Alter Markt in Köln Weiberfastnacht
Auf dem Alter Markt in Köln herrscht große Karnevals-Freude. Die Jecken warten gespannt auf den Beginn des Straßenkarnevals um 11:11.  © picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd
Aus einer anderen Galaxie: Eine Gruppe silberner Aliens posiert vor dem Kölner Dom.
Aus einer anderen Galaxie: Eine Gruppe silberner Aliens posiert vor dem Kölner Dom. © IMAGO/Chai von der Laage
Pappnase für Rathausfigur: Jecken schmückten zu Weiberfastnacht eine historische Steinfigur in Köln.
Pappnase für Rathausfigur: Jecken schmückten zu Weiberfastnacht eine historische Steinfigur in Köln. © Oliver Berg/dpa
Orange trägt nicht nur die Müllabfuhr: Eine Gruppe Jecken verkleidet sich zu Weiberfastnacht als Aperol.
Orange trägt nicht nur die Müllabfuhr: Eine Gruppe Jecken verkleidet sich zu Weiberfastnacht als Aperol Spritztour. © Oliver Berg/dpa
Rosa-rote Blumen und schwarze Kuschelmäntel: Karnevalistinnen feiern vor dem Dom.
Rosa-rote Blumen und schwarze Kuschelmäntel: Karnevalistinnen feiern vor dem Dom. © Oliver Berg/dpa

Karneval Köln 2023: Stadt zieht Bilanz zu Weiberfastnacht – über 200 Präventivgespräche

Und diesem nach zu urteilen hatten die rund 200 Ordnungsamt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie die Kräfte des Sicherheitsdienstes (rund 600 Personen) allerhand zu tun. Auch, wenn trotz Befürchtungen von Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) große Schlägereien oder andere Vorfälle ausblieben. Die vorläufige Bilanz der Stadt Köln liest sich en Detail wie folgt:

Weiberfastnacht 2023: Wildpinkler, Verstöße und Glasverbot in Zahlen

► 23 Personen des Sicherheitsdienstes wurden im Zülpicher Viertel von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsdienstes der Stadt Köln kontrolliert und abgelehnt, weil Dokumente nicht vorhanden oder unvollständig waren.

► 550 Mobiltoiletten, 140 Urinale, 20 Urinalrinnen und elf Toilettenwagen wurden in den Hotspots der Stadt aufgestellt – dennoch gab es insgesamt 118 Wildpinkler, die bei ihrem Vergehen erwischt wurden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.

► Insgesamt 31 Container zur Abgabe von Glasflaschen wurden aufgestellt, die Jecken entsorgten hier ihr Glas zum großen Teilm sehr bereitwillig.

► In der Altstadt führte das Ordnungsamt im Rahmen des Jugendschutzes 118 Präventivgespräche. Im Zülpicher Viertel waren es 90 Gespräche.

► 25 hilflose betrunkene Personen wurden im Zülpicher Viertel den Sanitätsdiensten übergeben, in der Altstadt war es eine.

► 26 Rettungswagen und 5 Notarzteinsatzfahrzeuge der Malteser, Johanniter, DRK, ASB, Firma Falck Deutschland und Feuerwehr Köln waren im Einsatz.

► In den Hotspots sind am Kwatier Latäng sieben Unfallhilfsstellen mit 170 Einsatzkräften stationiert. Bis 15 Uhr mussten hier 81 Hilfeleistungen und 40 Krankenhaus-Transporte durchgeführt werden.

► Der Regelrettungsdienst der Stadt Köln wurde seit heute Morgen zu 250 Einsätzen alarmiert. Die Feuerwehr absolvierte in diesem Zeitraum vier Feuerwehreinsätze und 17 technische Hilfeleistungen. Personenschäden gab es keine.

Quelle: Stadt Köln, Stand: 16. Februar, 19 Uhr

Weiberfastnacht: So feiern Tausende auf der Zülpicher Straße

Bunt verkleidete Menschen sind auf den Straßen in Richtung Züplicher Platz an Weiberfastnacht unterwegs.
Bereits am frühen Morgen an Weiberfastnacht füllte sich die Zülpicher Straße in Köln mit feierwütigen jungen Menschen. © Nadja Pohr/24RHEIN
Menschenmassen auf der Zülpicher Straße an Weiberfastnacht in Köln.
Feiernde Jecken an Weiberfastnacht in Köln. Bereits gegen 13 Uhr wurde 90 Prozent der Auslastung im Zülpicher Viertel erreicht. © Thomas Banneyer/dpa
Menschen drängen sich an den Absperrungen nähe des Zülpicher Platzes durch.
Tausende Menschen drängen sich an Weiberfastnacht zwischen die Absperrungen in der Nähe des Zülpicher Platzes in Köln.  © Thomas Banneyer/dpa
Polizisten bewachen Zugänge an Karneval in Köln.
Auch die Kölner Polizei hat an Weiberfastnacht viel zu tun. So passen sie auf, dass niemand über die Absperrung zum Zülpicher Viertel klettert. © Thomas Banneyer/dpa
Blick am Vormittag auf die Zülpicher Straße wo tausende Karneval feiern.
Bereits am Vormittag war es an Weiberfastnacht richtig voll auf der beliebten Partymeile im Kwartier Latäng in Köln. © Thomas Banneyer/dpa
Menschenmassen auf der Zülpicher Straße an Karneval in Köln.
Der Karneval in Köln zeigt sich von einer schönen Seite: Die Sonne scheint an Weiberfastnacht und das zieht zahlreiche junge Menschen an den Zülpicher Platz.  © 24RHEIN
Volle Zülpicher Straße an Weiberfastnacht 2023
Bereits gegen 11:11 Uhr war die Zülpicher Straße in Köln an Weiberfastnacht überfüllt. Die Zugänge mussten gesperrt werden. © Thomas Banneyer/dpa
Menschenmassen an Weiberfastnacht in Köln.
Nachdem die Zülpicher Straße in Köln dicht gemacht wurde, trieb es viele Feiernde auf die Entlastungsfläche der Uni-Wiese, um dort den Karneval weiter zu feiern. © Rolf Vennenbernd/dpa
Eingänge zur Zülpicher Straße sind gesperrt: An den Zäunen türmen sich leere Glasflaschen.
Eingänge zur Zülpicher Straße sind gesperrt: An den Zäunen türmen sich leere Glasflaschen. © 24RHEIN/Johanna Werning

Weiberfastnacht 2023: Auftakt in Kölner Karneval geschafft – was bringen die kommenden Tage?

Mit Zugangskontrollen im Zülpicher Viertel und der Durchsetzung des Glasverbots hatten die Ordnungskräfte an Weiberfastnacht 2023 in Köln einiges zu tun (IDZRNRW-Montage).

Zu einem Großteil verhielten sich die Jecken jedoch vor allem friedlich; auch das weitreichende Einhalten des Glasverbots wurde von der Stadt positiv bewertet. Was die kommenden Tage bringen, bleibt weiter spannend – der Auftakt ist jedoch erst einmal geschafft. Und aus Sicht von Stadt und Ordnungshütern sicher mit positivem Fazit.

Karneval in Köln: Erste Einsatzbilanz der Polizei

Auch von der Polizei gibt es eine erste Bilanz. Schon wenige Stunden nach Beginn des Straßenkarnevals in Köln schlugen einige Jugendliche über die Stränge. Grund dafür ist laut Polizeiangaben in erster Linie der Alkohol. Demnach hätten schon bis zum Mittag „sehr viele Jugendliche sehr viel Alkohol in sich reingeschüttet“, so ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Es wäre ganz gut, auf seine eigenen Grenzen zu hören“, appelliert am Mittag eine Polizeisprecherin im Gespräch mit 24RHEIN an die Feiernden.

Denn mit zunehmender Alkoholisierung stieg in einigen Fällen auch das Konfliktpotential. Zwischen Donnerstagmorgen 6 Uhr und Freitagmorgen (Stand: 8 Uhr) erteilten mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten 221 Platzverweise (28 in Leverkusen) und nahmen 40 (eine in Leverkusen) meist randalierende beziehungsweise alkoholisierte Personen in Gewahrsam (Vorjahr gesamt: 36 ).

Karneval in Köln: Erste Einsatzbilanz der Polizei

► Die Polizei erteilte 221 Platzverweise, davon 28 in Leverkusen.

► Es wurden 40 (eine in Leverkusen) meist randalierende beziehungsweise alkoholisierte Personen in Gewahrsam genommen. Im Vorjahren waren es insgesamt 36 Personen.

► Zudem nahmen die eingesetzten Beamtinnen und Beamten 21 Personen (Vorjahr: 7) fest und leiteten in diesen Fällen Strafverfahren, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Taschendiebstahl sowie verschiedener Sexual- und Raubdelikte, ein.

►Allein an Weiberfastnacht registrierte die Polizei Köln 44 E-Scooter-Fahrende, die alkoholisiert im Straßenverkehr unterwegs waren. In 21 Fällen leiteten die Beamten Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ein

Hinweis: Eine Kriminalitätsbilanz der gesamten Karnevalstage wird die Polizei wie angekündigt mit Blick auf die erfahrungsgemäß verspätet eingehenden Anzeigen erst am 27. Februar veröffentlichen.

Quelle: 17. Februar, Polizei Köln

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Rubriklistenbild: © Rolf Vennebernd/dpa & Thomas Banneyer/dpa

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