„Fettes Schneetief“ – Überraschende Winter-Prognose für Weihnachten in NRW
VonHannah Decke
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Es bleibt spannend bei der Schnee-Prognose für die Weihnachtstage. Ein Wettermodell lässt mit seiner aktuellen Vorhersage aufhorchen. Demnach könnte es weiße Weihnachten in NRW geben.
Hamm - In NRW liegt das letzte richtige weiße Weihnachten schon über zehn Jahre zurück. Zuletzt fiel im Jahr 2010 an allen Feiertagen im Dezember Schnee. Jahr für Jahr blicken die Meteorologen in den Wochen vor Weihnachten gespannt auf die Prognosen: Wird das Wetter winterlich rund um die Feiertage? Ein Wettermodell sorgte am Mittwoch, 11. Dezember, für eine Überraschung.
Weiße Weihnachten in NRW? Wettermodell zeigt „fettes Schneetief“ über Deutschland
Statistisch gesehen stehen die Chancen auf Schnee an den Feiertagen schlecht, besonders in tiefen Lagen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten in Nord- und Mitteldeutschland bei gerade einmal 10 bis 20 Prozent liege. „Die Chancen auf Schnee an Weihnachten sind heute deutlich geringer als noch vor 50 Jahren“, so der Meteorologe.
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW
Doch trotz Mild-Winter-Prognosen, wie es sie auch in diesem Jahr wieder gegeben hatte, sind kühle Überraschungen durchaus möglich – auch an Weihnachten. Und genau das zeigte das Global Forecast System (GFS), ein Wettervorhersagenmodell, für den 24. Dezember. Laut Dominik Jung zeigte das GFS-Modell ein „fettes Schneetief“ über Deutschland. Doch der Meteorologe ordnet direkt ein: „Vorsicht, Vorsicht – das ist nur eine Momentaufnahme.“
Schnee an Heiligabend in NRW? Wettermodell zeigt „Potenzial für weiße Weihnachten“
„Es ist und bleibt spannend“, sagt Dominik Jung mit Blick auf die Vorhersagen für Weihnachten, die die Wettermodelle am 11. Dezember getroffen haben. Eine Mischung aus allen Prognosemodellen zeige für Heiligabend, dass das „Potenzial für weiße Weihnachten aktuell in den letzten 24 Stunden zumindest mal vorübergehend angestiegen“ sei. Aber: „Es ist noch viel zu weit hin, um hier eine treffsichere Prognose abgeben zu können“, mahnt der Meteorologe.