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Langer Weihnachtsmarkt macht Besucher in Hamm glücklich

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Stimmungsvoll: Dieses Jahr war der Weihnachtsmarkt wieder gut besucht.
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Zum zweiten Mal überhaupt geht der große Weihnachtsmarkt in Hamm nach den Feiertagen in die Verlängerung. Wie kommt das eigentlich bei Besuchern und Betreibern an? Wir haben nachgefragt.

Hamm – Der Weihnachtsmarkt in der Hammer Innenstadt endet, anders als in den Vor-Corona-Jahren, erst am 30. Dezember. Die Besucher sollen so mehr Zeit bekommen, über den Markt zu schlendern, auch nach dem Fest. Wir haben uns auf dem Marktplatz umgehört, wie die erstmals im Vorjahr angewendete Regelung bei Besuchern und bei Standbetreibern ankommt. (Die schönsten Weihnachtsmärkte in NRW: Termine im Überblick)

Bei den Betreibern stoßen die längeren Öffnungszeiten auf ein geteiltes Echo. „Ich finde es super, dass wir in diesem Jahr mehr Zeit haben unsere Waren den Kunden anzubieten“, sagt Marco Schneider. Er ist Betreiber von Marco’s Früchtchen und kann über das diesjährige Geschäft nicht klagen. „Es läuft dieses Jahr sehr gut, vor allem die erste Woche stach bei uns hervor“, sagt er.

Von der letzten Woche erhofft er sich zudem noch einiges. „In der Woche nach den Festtagen ist die Stadt immer besonders voll“, sagt Schneider. „Es ist gut, dass wir nach der Pandemie auch dieses Geschäft mitnehmen können.“

Öffnungszeiten

Von Samstag bis Montag (24. bis 26. Dezember) ist der Weihnachtsmarkt geschlossen. Bis zum 30. Dezember geht es dann so weiter: Weihnachtsmarkt-Dorf: sonntags bis donnerstags 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags 12 bis 21 Uhr; Gastronomie: sonntags bis donnerstags 12 bis 21 Uhr, freitags und samstags 12 bis 22 Uhr.

Weihnachtsmarkt in Hamm: nicht alle Betreiber glücklich

Marikka Bügler sieht das etwas anders. Sie betreibt seit 1977 eine Glühweinbude und hat damit den am längsten existierenden Stand auf dem Weihnachtsmarkt. „Ich fände es offen gestanden besser, wenn der Weihnachtsmarkt weiterhin vor Heiligabend schließen würde“, sagt Bügler.

Sie könne zwar auch jeden verstehen, der das Angebot auch nach Weihnachten wahrnehmen möchte. „Für viele Menschen ist das natürlich toll, und wir werden natürlich auch mitziehen“, sagt Bügler. „Wir sind froh, dass meine Stammkunden mir immer die Treue halten und es lief dieses Jahr auch besonders gut, wie vor der Pandemie. Für mich persönlich gehört der Weihnachtsmarkt aber einfach in die Adventszeit.“

Diese Zeit sei für sie auch besonders stressig. „Es bleibt vieles zu Hause liegen“, gesteht sie. „Als der Markt noch früher endete, da konnte man die Zeit bis Weihnachten noch für die Vorbereitungen für das Fest nutzen. Das fällt jetzt aber weg.“

Nicht begeistert von den verlängerten Zeiten: Glühweinverkäuferin Marikka Bügler.

Weihnachtsmarkt in Hamm: viele Besucher freuen sich

Auf Seiten der Besucher zeigt sich eine große Freude über die längeren Öffnungszeiten. „Ich finde es gut, dass der Weihnachtsmarkt dieses Jahr bis Jahresende geöffnet hat“, sagt etwa ein Besucher, der mit seiner Begleitung vor der Schindelhütte einen Glühwein trinkt. „Man kann auch danach diesen besonderen Flair genießen. Weihnachten ist eine schöne Zeit und ich will diese nicht missen.“

Eine andere Besucherin zeigte sich ebenfalls froh über die längeren Zeiten. „Ich bin in diesem Jahr noch nicht so wirklich dazu gekommen, den Weihnachtsmarkt aufzusuchen, weil einfach so viel zu tun war“, erzählt sie. Auch heute sei sie nur einmal kurz über den Markt gehuscht, um sich alles anzusehen. „Ich hoffe, dass es nach den Feiertagen etwas ruhiger wird und ich dann noch ein paar ruhige Stunden hier verbringen kann.“

Angesprochen auf die Situation der Beschicker denkt sie, dass es auch für diese positiv sei. „Sie können nach der langen Zeit der Pandemie wieder ordentlich Geld verdienen“, sagt sie. „Ich glaube, viele von ihnen sind darüber ganz froh.“

Angestrahlt: Die Illuminationen an der Pauluskirche kommen bei den Besuchern gut an.

Weihnachtsmarkt in Hamm: Stadt zieht positives Fazit

Die Stadt Hamm zieht schon jetzt ein positives Fazit des Weihnachtsmarktes. „Schon jetzt können wir von einer sehr erfolgreichen Veranstaltung sprechen“, sagen Klaus Ernst vom Stadtmarketing der Impuls-Wirtschaftsagentur und Uwe Röhrig als Vorsitzender des heimischen Schaustellerverbandes übereinstimmend.

Die Umsätze bei den Betreibern seien gut, die Stimmung bei den Besuchern positiv. Die beiden Premieren - die Videoshow auf dem Turm der Pauluskirche und die Eisbahn aus Kunststoff - seien von den Besuchern gut angenommen worden. Die Frage einer Neuauflage der Illuminationen sei aber noch nicht geklärt.

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