Warnung vor Schnee und Glätte: In NRW „kann es richtig weiß werden“
VonHannah Decke
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Eine Luftmassengrenze über Deutschland könnte für Wetterchaos sorgen. In NRW „kann es richtig weiß werden“, sagt ein Meteorologe. Auf den Straßen ist Vorsicht geboten.
Hamm - Was für ein Wetterwechsel! Die höchste Temperatur, die am Montag, 6. Januar, in Deutschland gemessen wurde, lag bei 17,7 Grad. Gleichzeitig stürmte es heftig, auf dem Brocken wurden Böen bis 160 km/h gemessen. Auch in NRW sorgte Sturmtief Bernd für zahlreiche Feuerwehreinsätze und ein Verkehrschaos. Am Dienstag fielen die Temperaturen dann wieder deutlich ab. Und mit der Kaltfront des Sturmtiefs kommt auch der Schnee zurück nach NRW. Eine Luftmassengrenze wird am Donnerstag aller Voraussicht nach einmal quer über Deutschland liegen. Das Wetter im Westen könnte ziemlich winterlich werden.
Die Luftmassengrenze mache die Wetter-Vorhersage „ziemlich kompliziert“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Die Wettermodelle würden die Luftmassengrenze, bei der zwei Luftmassen unterschiedlicher Temperatur aufeinander treffen, einmal quer über Deutschland prognostizieren. So schwappe im Süden noch einmal milde herein, während es im Norden deutlich kühler werde. Jung spricht von einem „ordentlichen Wetterchaos auf den Straßen“, was sich im Bereich der Luftmassengrenze anbahne. Anfang 2024 lag eine Luftmassengrenze einmal quer über NRW und spaltete das Bundesland. Im Süden gab es ein Schnee-Unwetter während im Norden nicht einmal eine Flocke fiel.
Warnung vor Schnee und Glätte: In NRW „kann es richtig weiß werden“
Denn während die Höchstwerte am Donnerstag im Süden bei 11 Grad und im Norden bei 3 Grad liegen sollen, könnten in der Mitte von Deutschland Schnee und Eisregen vom Himmel kommen. „Wo genau die Wettergrenze zwischen Schnee und Regen liegen wird, auf den Kilometer genau, kann man heute noch nicht sagen“, erklärt Dominik Jung. Die meisten Wettermodelle zeigten mit Stand 7. Januar die Luftmassengrenze unterhalb von NRW. So könne es laut dem kanadischen Wettermodell in NRW „richtig weiß werden“. Auch das europäische Wettermodell prognostiziere Schneehöhen bis 30 Zentimeter. Allerdings, betont Jung, übertreibe das ECMWF-Modell gerne mal bei solchen Vorhersagen.
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Der Schnee könnte auf jeden Fall bis in tiefe Lagen reichen. „Straßenglätte ist da ein Thema“, sagt der Wetter-Experte. Bereits am Mittwochabend ziehen laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) im Süden von NRW Schneefälle auf. Es bestehe Glättegefahr. In der Nacht zu Donnerstag soll es weiter schneien und dadurch glatt werden. Auch in ihrer Prognose für Donnerstag sprechen die Meteorologen von „anhaltenden Schneefällen“. Betroffen sei weiterhin zunächst der Süden von NRW. Zum Nachmittag hin würden diese von Westen her in Schneeschauer übergehen. In der Nacht zu Freitag besteht „verbreitet Glättegefahr“, warnt der DWD.