Winter-Rückkehr

Sibirische Kälte in NRW bleibt aus - klare Prognose vom Wetter-Experten

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Bibber-Wetter in NRW, sibirische Kälte, minus 16 Grad: Das war die Prognose. Doch was ist wirklich dran? Diplom-Meteorologe Dominik Jung klärt auf.

Hamm - Als mild lassen sich die Temperaturen in Nordrhein-Westfalen derzeit beschreiben. Von Schnee ist zu Beginn des Februars 2023 überhaupt keine Spur. Laut Wetter-Modell soll nun aber sibirische Kälte und Bibber-Wetter auf dem Weg nach Deutschland sein. Doch was ist wirklich dran?

Wetter-Prognose für NRW - Experte klärt wegen sibirischer Kälte auf

Bittere Kälte mit bis zu minus 16 Grad - so lautete die Wetter-Prognose für den Norden und Westen Deutschlands am kommenden Wochenende. Grund dafür sei ein Polarwirbel, der sich bis nach Mitteleuropa strecken würde. Zwar kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) schon zu Beginn der Woche glatte Straßen in NRW an. Am Wochenende würde der Winter dann endgültig zurückkehren.

Aber: Dieses Gruselszenario wird nicht eintreten. Da ist sich Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net sicher. „Um uns herum ist nichts mehr von extremer Kälte, nichts mehr von einem zerbrochenen Polarwirbel zu sehen“, sagte Dominik Jung. Demnach würden die Temperaturen am Wochenende des 11. Februar 2023 maximal auf den Gefrierpunkt fallen.

Bei einem Polarwirbel handelt es sich um ein kräftiges Kältepolster, welches sich auf der Nordhalbkugel im Spätherbst oder Winter bilden kann. Ist dieser instabil, gelangen oftmals eisige Temperaturen aus dem Norden und Osten nach Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. „Es ist nichts zu sehen von arktischer Kälte. Das Ganze wurde wie ausradiert aus dem Hauptlauf des amerikanischen Wettermodell GFS“, so der Diplom-Meteorologe.

Wetter in NRW: Steigende Temperaturen in Deutschland - auch an Karneval

Auch das europäische Wetter-Modell macht die Träume der Winter-Freunde zunichte. Denn auch dort sind lediglich tiefe Temperaturen von minus 2 Grad möglich - und das auch nur in höheren Lagen von über 1500 Metern. Aus dem Mittelmeerraum strömen gar schon frühlingshafte Temperaturen gen Norden. Bedeutet: Wer einen Kurzurlaub in Italien plant, der darf sich am kommenden Wochenende über rund 15 Grad freuen.

Schöne Aussichten, rasante Pisten: Zehn Skigebiete in Europa, die Sie kennen sollten

Skifahrer sind bei Kitzbühel unterwegs.
Gut aufgehoben sind Skifans in KitzSki in Kitzbühel. Das Skigebiet wurde vom Bewertungs- und Testportal Skiresort.de mit 4,9 von 5 Punkten zum weltbesten Skigebiet 2022 gekürt. Besonders gute Bewertungen erhielt es für seine Familien- und Anfängerfreundlichkeit sowie das Pistenangebot generell.  © Christian Walgram/Imago
Die Johanniskapelle (1828 m) auf der Hohen Salve im Skigebiet Skiwelt Wilder Kaiser, höchste Wallfahrtskirche Österreich.
Ebenfalls gut bewertet wurde die SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental in Österreich: Hier kommen Skifahrer in den Genuss von 270 Pistenkilometern mit 20 Talabfahrten, 83 moderne Bahnen, drei Funparks und drei beleuchtete Rodelbahnen. Außerdem ist das Skigebiet das größte Nachtskigebiet Österreichs. © Hans-Werner Rodrian/Imago
Lifte im Wintersportzentrum Silvretta Arena im Skigebiet Ischgl Samnaun.
Auch das Skigebiet Ischgl/Samnaun ist jedem Skifan ein Begriff. 239 Pistenkilometer und 45 moderne Liftanlagen sorgen für das perfekte Skierlebnis auf österreichischem und Schweizer Boden. Außerdem ist Ischgl bekannt für seine angesagten Après-Ski-Partys in urigen Hütten. © Imago/imagebroker
Skigebiet Riffelberg mit Sessellift hinten Matterhorn
In einer Auflistung der besten und bekanntesten Skigebiete in Europa darf Zermatt nicht fehlen: Mit der längsten Ski-Abfahrt der Alpen, der höchstgelegenen Bergstation und 38 Bergen, die die 4.000-Marke knacken, mangelt es hier wirklich nicht an Action – und das alles vor der Kulisse des Matterhorns (4.478 Meter), einem der höchsten Berge der Alpen.  © Günter Gräfenhain/Imago
Chalets im Skigebiet Val Thorens in Frankreich
Das Skigebiet Val Thorens in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes wurde 2022 von der Tourismusplattform European Best Destinations zum besten Skigebiet in Europa gekürt. Bekannt ist es für seine innovativen Techniken und ein großes Angebot für Junge und Junggebliebene. Zudem ist es mit 600 Pistenkilometern das größte Skigebiet der Welt. © Imago/agefotostock
Langwieseabfahrt im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis
Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis bezeichnet sich selbst als DAS Skigebiet für Familien. Auf 186 Pistenkilometern ist auch einiges geboten, von einem Kids Funpark über eine Kinderschneealm bis hin zu Snowparks für Anfänger und Könner.  © Stefan EspenhahnI/Imago
Bergstation Kandahar-Express im Skigebiet Garmisch-Classic.
Auch im Skigebiet Garmisch-Classic haben Skifans aller Altersgruppen etwas zu tun. Zu den Highlights gehören die berühmte Kandahar-Abfahrt und das Ixis Kinderland.  © Hans-Werner Rodrian/Imago
Skifahrer im Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien.
Vor der Naturkulisse der Dolomiten befindet sich das Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien. Auf über 120 Pistenkilometern sind alle Schwierigkeitsgrade von schwarz bis grün geboten – Langeweile kommt also nicht auf.  © Liu Yongqiu/Imago
Ein Mann beim Skifahren im Skigebiet Arlberg.
Wer ans Skifahren denkt, kommt am Arlberg ebenfalls nicht vorbei: Die Wiege des alpinen Skilaufs ist eines der größten Skigebiete der Welt und mit über 300 Kilometer Abfahrten für alle Schwierigkeitsgrade ein wahres Schneeparadies. Außerdem gibt es mehr als 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten und viele Übungsgeländer für die Kleinen.  © Robert Niedring/Imago
Skigebiet Val Gardena in Italien
Inmitten der Dolomiten wartet auch das Skigebiet Gröden auf Sie. Von den World Ski Awards wurde es 2022 zum besten Skiresort Italiens gekürt. Zum Skifahren und Snowboarden stehen Besuchern 178 Pistenkilometer zur Verfügung, außerdem werden die Gäste von 79 Liften befördert.  © Imago/agefotostock

Konkret zum Wetter in NRW: Laut Prognose des Deutsches Wetterdienstes (DWS) wird es am Dienstag bei Höchsttemperaturen zwischen 2 und 6 Grad sonnig – und es bleibt trocken. Mittwoch und Donnerstag setzt sich dieser Trend fort. Ab Donnerstagnachmittag soll dem DWD zufolge vermehrt zu Regen kommen, die Höchsttemperaturen steigen im Verlauf des Wochenendes auf circa 10 Grad an.

Weit vorausgeblickt steigen die Temperaturen weiter an. Das dürfte diejenigen in NRW freuen, die am Karnevalswochenende unterwegs sind. Denn: Richtig dick einpacken muss sich – Stand jetzt – niemand. Laut Wetter-Modell GFS sind Temperaturen von rund acht Grad zu erwarten und damit deutlich wärmer als noch Mitte Januar, als große Teile Deutschlands in Schnee und Frost versanken.

Rubriklistenbild: © Martin Schutt/dpa/Archivbild

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